Terminkollision in der Champions League stellt Post Mühlhausen vor große Probleme: Die Partie des Teams von Trainer Erik Schreyer am LOTTO Thüringen Center Court gegen Saarbrücken findet nun am 16. Januar statt. Ursprünglich war der „Kracher“ in der Tischtennis Bundesliga für den 19. Januar terminiert.
Mühlhausen. Unbill gleich zum Jahresbeginn für Tischtennis-Erstligist Post Mühlhausen. Das TTBL-Heimspiel gegen den frisch gebackenen Deutschen Pokalsieger, 1. FC Saarbrücken TT, ist offiziell verlegt worden. Ursprünglich sollte das Starensemble von der Saar am Montag, 19. Januar 2026, seine Visitenkarte am Mühlhäuser LOTTO Thüringen Center Court abgeben. Ohne großes Zutun und gegen klare Protestnoten der Hausherren ist die Partie nun auf Freitag, 16. Januar, 19 Uhr, gewandert. Grund sind Terminkollisionen in der Champions League (TTCLM).
Für die Hinspiele des Viertelfinals in der „Königsklasse“ der Europäischen Tischtennis Union (ETTU) ist ein Zeitfenster zwischen dem 13. und 18. Januar 2026 fest vorgesehen. Während sich die Postler und Borussia Düsseldorf rasch auf Mittwoch, 14. Januar (18 Uhr), geeinigt haben, zogen sich die Verhandlungen zwischen den Saarbrückern und dem französischen Club GV Hennebont Tennis de Table bis unmittelbar vor Meldeschluss hin. Die Franzosen um Simon Gauzy, zuerst mit Heimrecht ausgestattet, diktierten den Abend des 18. Januars in den Terminkalender und waren nicht weiter kompromissbereit. Entsprechend der Regularien, die zwei Partien innerhalb von 24 Stunden untersagen, haben die Saarländer um Superstar Fan Zhendong bei der Spielleitung der TTBL eine Verlegung beantragt. Dem Antrag wurde stattgegeben.
„Wir haben nichts unversucht gelassen, den ursprünglichen Termin beizubehalten. Die Bitte um Vermittlung wurde von den Verantwortlichen der ETTU einfach mit dem Hinweis auf Fristen und Regeln abgetan. Als quasi unbeteiligte Dritte sind wir die Leidtragenden und dürfen die Suppe auslöffeln, die uns andere eingebrockt haben“, erklärt ein frustrierter Thomas Baier. Gleichzeitig wirbt der Präsident des Post SV um Verständnis bei Ehrengästen, Sponsoren und vor allem den Tischtennis-Fans: „Wir haben, besser gesagt wir hatten, ausverkaufte Hütte. Uns ist die Pflicht aufgebürdet worden, alles zu verschieben und das Ticketing neu aufzusetzen. Aus unserer Sicht ist gerade in Richtung ETTU und Hennebont das letzte Wort noch nicht gesprochen. Wir sind gespannt, wer uns die drohenden Schäden und die Zusatzkosten ersetzt und, besonders, wer bei unseren Unterstützern und Zuschauern vermittelt“, so Thomas Baier weiter.
„Alle ursprünglich verkauften Tickets behalten am neuen Termin ihre Gültigkeit. Sollten manche Fans am 16. Januar nicht kommen können, bitten wir, eine Stornierungsanfrage zu stellen. Diese sollte per E-Mail an info@post-muehlhausen.de erfolgen. Enthalten sein müssen die Buchungsnummer, Angaben zum Kontoinhaber sowie die IBAN, auf die der Ticketpreis erstattet werden soll“, erläutert Posts Schatzmeisterin Maria Stecher. Werden Karten-Kontingente frei, gehen diese kurzfristig wieder in den Online-Verkauf oder werden an der Abendkasse zur Verfügung gestellt.
