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Zwischen Skepsis und Hoffnung

21.05.2021 | Von: Thomas Rudolph // Quelle: Thüringer Allgemeine // Fotos: Thomas Stecher
Kategorie: 1. Mannschaft Herren, Turniere

Nach dem Halbfinal-Aus und Platz drei im Europe Cup ist die Saison für Mühlhausens Tischtennis-Team beendet. EM als nächster Höhepunkt

strong>Mühlhausen. Am Tag nach der Rückkehr aus Kroatien hatte Trainer Erik Schreyer die erste Enttäuschung verdaut. Das 1:3 im Halbfinale des ETTU-Cups gegen den späteren Sieger Pontoise Cergy (Frankreich) durchkreuzte zwar den großen Mühlhäuser Traum, sich zum 70-jährigen Jubiläum mit einem europäischen Titel zu belohnen. Andererseits bedeutete der dritte Platz auch den bisher größten Teamerfolg in der Vereinsgeschichte.

„Es war das vorgezogene Endspiel. In den entscheidenden Momenten war Pontoise ein wenig abgeklärter und einen Tick besser. Das muss man akzeptieren“, sagt der Post-Trainer. Auch ihm war nicht entgangen, dass das Duell durchaus in eine andere Richtung hätte verlaufen können. So etwa, wenn Steffen Mengel in seinem ersten Einzel den entscheidenden Matchball für sich hätte nutzen können. „Mit einem 2:1 im Rücken hätten wir befreiter aufspielen können und es wäre auf jeden Fall noch zum zweiten Einzel von Steffen gekommen, dem ich gegen Quentin Robinot gute Chancen einräume“, so Schreyer.

Da Mengel allerdings eben jenen Punkt durch ein Ass von Gegner Patrick Baum verlor und Kapitän Daniel Habesohn nicht zu seiner Form fand und beide Einzel verlor, blieb die Hoffnung auf den Coup ein Wunschtraum. Das toll herausgespielte 3:0 von Ovidiu Ionescu verkam zur Randnotiz. „Dennoch“, sagt Schreyer, „haben wir das Turnier zufriedenstellend beendet.“

Für den Verein ist die Saison damit vorbei. Bis auf Mengel und Neuzugang Irvin Bertrand, der zurzeit noch in der französischen Pro-B-Liga um die Meisterschaft spielt, bereiten sich die Postler auf die im Juni in Warschau stattfindende Europameisterschaft vor. Der Terminkalender ist auch danach voll: Nächster Höhepunkt werden für Habesohn, Ionescu und den scheidenden Lubomir Jancarik, der von seinen Mitspielern in Kroatien zum Abschied noch ein Geschenk erhalten hatte, die Olympischen Spiele in Japan sein. Schreyer ist unter anderem mit einer A-Lizenz-Weiterbildung sowie dem Kadertraining in Thüringen ausgelastet.

Obwohl die Saison erst im August startet, blickt der 33-Jährige sorgenvoll auf die neue Spielzeit: „Die Jungs werden durch die neuen WTT-Turniere und andere Verpflichtungen ,zugepumpt’. Nach Olympia gibt es nur eine kurze Verschnaufpause, bis die Bundesliga startet. Ich sehe es sehr skeptisch, wohin dieser Weg führt. Ich befürchte, die Spieler kommen an die Grenze der Belastbarkeit.“

Unabhängig davon ist die Hoffnung der Mühlhäuser Verantwortlichen groß, die neue Spielzeit mit gewohnter Normalität starten zu können und am Kristanplatz vor Zuschauern zu spielen. Für den Nachwuchs werden derzeit Hygienekonzepte für ein Training erstellt; alle hoffen, dass mit Saisonstart Fans in die Halle können. „Noch eine Spielzeit ohne Zuschauer wäre existenzgefährdend“, erklärt Schreyer.

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