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Noch ein Eisen im Feuer

19.03.2021 | Von: Thomas Stecher // Archiv-Fotos: Christian Habel
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Der Europe Cup der Europäischen Tischtennis-Union soll gespielt werden. Finalrunde für Mitte Mai geplant; Post Mühlhausen für Viertelfinale gesetzt. Gruppenphasen stehen jedoch noch aus

strong>Mühlhausen. Der Post SV Mühlhausen biegt auf die Zielgerade der Saison 2020/21 ein. In der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) steht am Sonntag und Montag der finale Spieltag der regulären Runde auf dem Plan; die Mannschaft von Erik Schreyer wird bei Play-off-Kandidat ASV Grünwettersbach zu Gast sein (Sonntag, 15 Uhr). „Wir können gar nicht oft genug betonen, in welch privilegierter Lage wir uns im Profisport-Segment befunden haben und befinden. Wir konnten durchspielen, durften unserem Beruf nachgehen“, erklärt Erik Schreyer. Andererseits weiß der Chef-Trainer des Post SV, wie sehr der Breitensport-Bereich seines Vereins unter der aktuellen Situation leidet. „Vom Nachwuchs bis zu den ‚Alten Herren‘ befindet sich der Sport in Thüringen seit November in der Zwangspause. Und eine Besserung, gerade für die Sportarten in der Halle, ist für die kommenden Wochen nicht in Sicht. Langsam wird es wirklich dramatisch. Für die gesamte Sport-Familie“, meint Schreyer, der den Stützpunkt und das Nachwuchstraining am Mühlhäuser Kristanplatz leitet.

Dass die Profis sowie die Kader-Athleten trainieren beziehungsweise spielen dürfen, mündet auf der einen Seite in teils unschöne Debatten in der sonst harmonischen Tischtennis-Szene. Auf der anderen Seite ist die Freude groß, wenigstens den „Stars der Zunft“ zuschauen zu können. „Das ist keine Dauerlösung, aber zumindest kann es ein kleines Trostpflaster sein“, so Schreyer.

Deshalb freuen sich die Postler, genauer gesagt befindet man sich in einer Hoffnungsschleife, auf den ausstehenden Europe Cup. Als Dritter der Gruppenphase in der Champions League denkbar knapp ausgeschieden, hat der Thüringer Verein mit diesem wichtigen internationalen Wettbewerb ein weiteres „Eisen im Feuer“; ist für das Viertelfinale gesetzt. Die Vorbereitungen laufen bei der Europäischen Tischtennis-Union (ETTU) in Luxemburg aktuell auf Hochtouren. Vom 26. bis zum 28. März soll die erste Gruppenphase über die Bühne gebracht werden. Anschließend planen die Verantwortlichen ein „Bubble“ von Runde zwei bis zum Endspiel – 14 Teams wären hier im Einsatz. Ein Ausrichter wird dieser Tage gesucht; die Kassen sind allseits nicht gerade zum Bersten gefüllt. „Wir haben unseren Hut in den Ring geworfen. Zumindest für den Fall einer Finalrunde mit vier, maximal acht Teams. Ab dem Viertelfinale könnte man an einem Center Court, also bei uns in der Halle am Kristanplatz spielen. Sehr ambitioniert, doch vielleicht ein schönes Geschenk zum 70. Geburtstag des Post SV. Denn die ursprünglich angedachte Festwoche wird es wohl 2021 nicht geben können“, erklärt Thomas Baier, Präsident des Post SV.

Absolviert werden soll die Finalrunde des Europe Cups vom 12. bis zum 15. Mai; steigt diese, werden die Mühlhäuser starten – ob als Gastgeber oder als Gast. Entscheidungen darüber werden wohl erst dann gefällt, wenn die erste Gruppenphase tatsächlich ausgetragen worden ist. „Wir haben gelernt, geduldig zu sein. Ab gesehen davon, haben wir jetzt Grünwettersbach vor der Brust und den sechsten Platz in der Abschlusstabelle der TTBL als erklärtes Ziel“, so Erik Schreyer.

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