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Jancarik löst Olympia-Ticket

19.03.2021 | Von: Thomas Stecher // Archiv-Fotos: Christian Habel
Kategorie: 1. Mannschaft Herren, Ovidiu Ionescu, Daniel Habesohn, Lubomir Jancarik

Der Tscheche von Tischtennis-Erstligist Post SV Mühlhausen glänzt bei der Welt-Qualifikation für Tokio 2021. Kapitän Daniel Habesohn und Ovidiu Ionescu müssen nachsitzen, zeigen aber gute Leistungen bei WTT

strong>Mühlhausen. Aufregende, ereignisreiche, erfolgreiche und glückliche Tage liegen hinter dem Tischtennis-Bundesliga-Quintett des Post SV Mühlhausen. Während Chef-Trainer Erik Schreyer am heimischen Kristanplatz intensiv an einem Matchplan für das finale TTBL-Spiel beim Vierten der Tabelle, ASV Grünwettersbach (Sonntag, 15 Uhr), und gemeinsam mit dem Vorstand ausgiebig an der Planung für die kommende Saison gearbeitet hat, dürfen sich Steffen Mengel und seine Daniela seit gut einer Woche den großen Elternfreuden widmen.

Aktiv waren derweil Post-Kapitän Daniel Habesohn (Österreich), Lubomir Jancarik (Tschechien) und Ovidiu Ionescu (Rumänien) auf der internationalen Bühne. In Doha (Katar) hatte zunächst das neue, wohl zukunftsträchtige, wie finanzstarke Format World Table Tennis (WTT) eine doppelte Premiere. Diese ging allerdings nicht ganz geräuschlos vorüber – mangelnde Umsetzung der Hygieneregeln sowie überraschend unprofessionelle Organisation gaben Anlass zu reichlich Kritik aus berufenen Mündern. Letztlich wurde aber, auch ohne die Delegationen aus China, endlich wieder Tischtennis gespielt. Mit einigem Erfolg aus Sicht der Postler: Beim „Contender“, quasi der neuen Täglich-Brot-Kategorie für Spielerinnen und Spieler mit global-sportlichem Anspruch, erreichte Daniel Habesohn nach einem kleinen Qualifikations-Marathon die Hauptrunde der besten 32 Herren. Auf dem Weg dahin hatte der Wiener in Anton Källberg (Borussia Düsseldorf) den derzeit bilanzstärksten Akteur der TTBL ausgeschaltet. Für Ovidiu Ionescu und Partnerin Bernadette Szocs stand zudem die Bronzemedaille im Mixed zu Buche. Den Gesamtsieg bei den Herren fuhr ein bestens aufgelegter Dimitrij Ovtcharov für sich und den Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) ein.

Beim direkt folgenden „Star-Contender“ von WTT (schon ein wenig mehr die Sekt-Abteilung/mit 400.000 Dollar dotiert) lief es für das Mühlhäuser Trio im Einzel nicht wirklich rund; dafür stellten Ovidiu Ionescu und Alvaro Robles (TTC Bergneustadt/Spanien) einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis, dass sie eines der besten Herren-Doppel der Welt bilden. Die Vize-Weltmeister von Budapest stürmten, dank teils furioser Vorstellungen, bis ins Finale, in dem sie sich dem top-gesetzten Duo Lee Sangsu/Jeoung Youngsik (Südkorea) erst mit 2:3 in Sätzen geschlagen geben mussten. Bemerkenswert: Im Endspiel des Einzelwettbewerbs stand Ruwen Filus vom TTC Fulda-Maberzell. Der Abwehrspezialist hatte, nach einer wohl nicht ganz einfachen Saison, mit absoluten Weltklasse-Leistungen aufgewartet.

Einmal fast alle Protagonisten in Katar, schloss sich die Internationale Tischtennis-Föderation (ITTF) gleich mit ihrer Welt-Olympia-Qualifikation an. Und dieses mehrgliedrig aufgebaute Turnier sollte die perfekte Bühne für Lubomir Jancarik werden. Der Tscheche, der den Post SV im Sommer in Richtung TTC OE Bad Homburg verlassen wird, besiegte Brian Mutua (Kenia/4:0) und Kirill Gerassimenko (Kasachstan/Werder Bremen/4:2), wandelte gegen Alvaro Robles einen 0:2-Satzrückstand in ein 4:2, schaltete mit Liam Pitchford (England/4:2) die Nummer 15 der Weltrangliste (!) aus und fertigte zum krönenden Abschluss Kou Lei (Ukraine) mit 4:0 ab. Das viel umjubelte Ticket nach Tokio ist gelöst.

Über die Europa-Qualifikation oder die Weltrangliste nachsitzen müssen indes Habesohn und Ionescu, die beide in Strang zwei gelost worden waren und im Viertelfinale direkt aufeinandertrafen. Ionescu setzte sich mit 4:3 bei 11:9 im finalen Satz gegen seinen Kapitän durch, gab jedoch in der Vorschlussrunde gegen Bence Majoros (Ungarn) ein 3:1 aus der Hand (3:4). In der „Trostrunde“ blieb der Rumäne dann an der Abwehr des Griechen Panagiotis Gionis hängen (2:4).

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