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Bitteres Aus in der Gruppenphase

15.12.2020 | Von: Thomas Stecher & Jörg Fuhrmann (Fotos)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Post Mühlhausen unterliegt KS Dartom Bogoria knapp mit 2:3 und muss in der Tischtennis-Champions-League frühzeitig die Segel streichen. Platz drei in der Vorrunde berechtigt zur Teilnahme am Europe Cup

Düsseldorf. Das große Abenteuer Tischtennis-Champions-League (TTCLM) ist für die Herren des Post SV Mühlhausen beendet. In einem erstmals in diesem Format ausgetragenen „Bubble-Turnier“ in Düsseldorf, die gastgebende Borussia erwies sich als meisterhafte Organisatorin, ist die Mannschaft von Trainer Erik Schreyer nicht über die Gruppenphase hinausgekommen. Nach dem doppelten Einzug in das Viertelfinale 2019 und 2020 ein empfindlicher Rückschlag für die ambitionierten Thüringer, die in dieser Spielzeit einfach nicht so richtig ins Rollen zu kommen scheinen.

Allerdings fehlten den Mühlhäusern in der Endabrechnung lediglich zwei Punkte, um neuerlich in die Runde der besten acht Vereine Europas einzuziehen. Im alles entscheidenden Duell der Vorrunde A mit dem polnischen Spitzenclub KS Dartom Bogoria unterlagen die Postler denkbar knapp mit 2:3. Dabei hatte die Begegnung, die von Beginn an auf Augenhöhe und von großer Spannung geprägt war, gut für den Bundesligisten begonnen. Kapitän Daniel Habesohn, von Erik Schreyer auf Position zwei aufgeboten, ließ sich gegen den ob seiner Spielweise von vielen Gegnern gefürchteten Tschechen Pawel Sirucek auch von zwei Satzrückständen nicht aus der Balance bringen und behauptete sich knapp mit 6:4-Punkten im neu umformierten Entscheidungssatz (3:2/1:0). „Das war wirklich stark von Daniel – Sirucek ist an einem guten Tag für jeden Spieler in Europa gefährlich“, so Schreyer.

Pawel Sirucek - Daniel Habesohn 11:7, 11:13, 11:9, 10:12, 4:6

Im zweiten Einzel fand Ovidiu Ionescu indes nie zu seinem Rhythmus. Tags zuvor, in der zweiten Partie der Gruppe A gegen Leka Enea noch in weiter aufstrebender Verfassung, musste der Rumäne dem kampf- wie lautstarken Polen Marek Badowski deutlich den Vortritt lassen (0:3/1:1).

Marek Badowski - Ovidiu Ionescu 11:3, 11:5, 12:10

Anschließend trafen geballte Erfahrung und jugendlicher Esprit aufeinander – Steffen Mengel trat dem erst 14-jährigen polnischen Supertalent Milosz Redzimski am Center Court und vor leeren Rängen entgegen. Und der Siegerländer löste die kniffelige Aufgabe routiniert. In den schnellen Ballwechseln stellenweise erheblich unter Druck gesetzt, agierte der Postler taktisch clever und behielt souverän die Oberhand (3:0/2:1). „Mit Redzimski hat Bogoria einen Nachwuchsspieler in den Reihen, von dem wir in Zukunft gewiss viel hören werden“, lobte Schreyer.

Milosz Redzimski - Steffen Mengel 8:11, 8:11, 9:11

Trotz der 2:1-Führung war der Post SV noch nicht auf die Spur in Richtung Viertelfinale eingebogen. Ovidiu Ionescu musste die Stärke von Pawel Sirucek anerkennen, obgleich der Vizeweltmeister im Doppel gerade in den Durchgängen zwei und vier etliche gute Chancen ausgelassen hatte (1:3/2:2). So lag die Bürde der Verantwortung einmal mehr auf Daniel Habesohn. Und der Österreicher fuchste sich immer besser in das Kräftemessen mit einem phasenweise dezent übertrieben motivierten Pawel Badowski. Wollte im ersten Satz überhaupt nichts klappen für Habesohn, entwickelte sich im Verlauf ein intensiver, hochklassiger Schlagabtausch auf Weltklasse-Niveau. Dramaturgisch perfekt, ging es in den „Entscheider“. Hier hatte allerdings Badowski das bessere Ende für sich und ließ seine Team-Kollegen jubeln (2:3/3:2).

Pawel Sirucek - Ovidiu Ionescu 11:5, 11:6, 9:11, 11:9

Marek Badowski - Daniel Habesohn 11:2, 11:13, 13:11, 7:11, 6:4

„Es hat nicht viel gefehlt am Viertelfinale. Dennoch sind wir ausgeschieden und die Enttäuschung ist entsprechend groß. Wir hatten uns einmal mehr viel vorgenommen“, konstatierte Erik Schreyer.

Während Bogoria im Viertelfinale mit 1:3 an Jekaterinburg gescheitert ist, haben sich die Mühlhäuser nun auf das letzte Spiel des Jahres in der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) vorzubereiten. Am Sonntag, ab 15 Uhr, ist man zu Gast beim SV Werder Bremen um Vize-Weltmeister Mattias Falck.

Auf der internationalen Bühne ist derweil der Vorhang nicht ganz gefallen für den Post SV. Als Gruppendritter der TTCLM sind die Mühlhäuser direkt für das Viertelfinale im Europe Cup gesetzt. Dieser soll Anfang April 2021 in einem ähnlichen Format gespielt werden. Austragungsort und genaue Modalitäten sind noch nicht bekannt.

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