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Aufgabe mit einigen Unbekannten

08.11.2020 | Von: Thomas Stecher & Christian Habel (Fotos)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Am 6. Spieltag der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) gastieren die Herren des Post SV Mühlhausen beim noch verlustpunktfreien TTC Neu-Ulm. Die spielstarke Truppe von Trainer Dmitrij Mazunov gilt bereits im zweiten Jahr der Liga-Zugehörigkeit als Geheimfavorit auf den Titel

Mühlhausen. Wo stehen die Teams der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) formtechnisch? Diese Frage müssen sich die die zwölf Trainer wohl vor jedem Punktspielwochenende auf ein Neues stellen – und die Spieler haben sie jeweils neu zu beantworten. Während ein Teil der Athleten den November in China zum internationalen „Re-Start“ verbringen wird, bereitet sich ein anderer Teil intensiv auf die Partien im momentan recht ausgedünnten TTBL-Plan vor. Und selbst, wenn der Optimalfall vorherrscht, dass die Coaches ihre Schützlinge die gesamte Woche über im Training begleiten – wie die Verfassung ist, sobald es um Punkte geht, bleibt oft mit Fragezeichen behaftet.

„Alle Spieler haben in dieser Tischtennis-Saison keinen wirklichen Wettkampf-Rhythmus finden können. Die Routinen durch die sonst so zahlreichen Wettkämpfe haben sich nicht eingeschliffen; in der TTBL gibt es Corona-bedingt immer wieder Unregelmäßigkeiten. Deshalb fängt jedes Spiel, mehr als je zuvor, bei 0:0 an“, erklärt Post Mühlhausens Chef-Trainer Erik Schreyer. Was sich ein wenig liest, als müsse der gebürtige Vogtländer häufiger ein paar Euro in das Tischtennis-Phrasenschwein einzahlen, ist tagtägliche Realität. Doch Schreyer, vom Wesen seines Charakters her stets Optimist, zieht daraus ein Stück weit zusätzliche Energie. Gerade vor der sportlich gewiss schwierigen und generell komplexen Aufgabe beim TTC Neu-Ulm (Sonntag, 8. November 2020, 15 Uhr, im Livestream unter: http://ttbl.de/ttbl-tv/video/ttbl-ttc-neu-ulm-vs-post-sv-muehlhausen-2).

In seinem zweiten Jahr in der TTBL hat sich der TTC zu einem Titelaspiranten gemausert; nicht zuletzt aufgrund einer Generalüberholung im Sommer. Zum Portugiesen Tiago Apolonia, ein klangvoller Name im Tischtennis-Geschäft, haben sich mit Emmanuel Lebesson (Frankreich) der Herren-Europameister von 2016 und mit Vladimir Sidorenko aus Russland der U21-Europameister gesellt. Mit Kay Stumper (Deutschland) haben die Neu-Ulmer zudem den Zweifach-Sieger des europäischen Jugend-Top-10-Turniers auf der Meldeliste. Der 18-Jährige sollte nicht unterschätzt werden, bekommt er denn Einsatzzeiten. Diese kann und wird ihm Dmitrij Mazunov im Laufe der Runde sicherlich geben (können). Der Coach, mit den TTF Ochsenhausen 2019 Deutscher Meister und Pokalsieger geworden, gilt als gewiefter Taktiker an der Bande und wird den TTC auf eine neue Qualitätsstufe heben.

Soweit das hinlänglich Bekannte über den Mühlhäuser Kontrahenten des Wochenendes. Eine große Unbekannte ist indes der Weltklasse-Chinese Hao Shuai. Wobei nicht der 37-jährige Linkshänder selbst als der „große Unbekannte“ zu definieren ist. Dazu hat er auf der großen Bühne zu viel erreicht. Vielmehr ist die Frage: Spielt er, oder spielt er nicht? In Deutschland scheint er zu verweilen und zu trainieren, das berichten jedenfalls mehrere Quellen. Ob der Chinese, mit dem der TTC Neu-Ulm ganz heißer Play-off-Kandidat ist, zum Einsatz kommen wird, ist jedoch ungewiss.

„Wir haben uns die ganze Woche intensiv mit unseren Gegnern befasst. Doch seit spätestens Freitag schaue ich nur auf uns. Wir müssen unser eigenes Programm konsequent abspulen und nicht krampfhaft schauen, was macht die Konkurrenz. Das haben die ersten Spiele wieder bewiesen. In jedem Fall werden wir alles geben, um unsere Bilanz gegen Neu-Ulm weiter auszubauen“, so Erik Schreyer. In den beiden bisherigen Duellen gingen die Mühlhäuser als die Sieger vom Tisch.

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