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Zwei Titel und etliche Sorgenfalten

18.09.2020 | Von: Thomas Stecher
Kategorie: Jugend

Bei den Nachwuchsranglisten des Thüringer Tischtennis-Verbandes stehen Lena-Marie Starkloff und Lilian Nicodemus vom Post SV Mühlhausen ganz oben auf dem Podest. U18-Bronze für Heidi Hildebrand und Fabian Günzel

Bad Blankenburg. Der Thüringer Tischtennis-Verband (TTTV) hatte zum ersten großen Wettkampf nach der Zwangspause geladen – und nicht wenige blieben der als Standort auserkorenen Landessportschule in Bad Blankenburg fern. Ob die Flut an Absagen für die jeweils vier Ranglisten-Altersklassen bei den Mädels und Jungs immer eindeutig etwas mit den Corona-Sorgen bei sportlichen Indoor-Veranstaltungen mit hoher Frequenz zu tun haben musste, würde vieler Einzelfallprüfungen bedürfen. Als ein Fazit bleibt indes, dass die – nach den Landesmeisterschaften – wichtigste Standortbestimmung für die Tischtennis-Talente im Freistaat, zumindest bei den Teilnehmerzahlen, einiges zu wünschen übriggelassen hat.

Aus Sicht des Post SV hatte die nicht ausgereizte Größe der Mühlhäuser Delegation weniger mit der nach wie vor den Sport limitierenden Pandemie-Situation zu tun. Vielmehr gab es schon im Vorfeld einige verletzungsbedingte Absagen – vorwiegend zum Schutz der jungen Aktiven im Hinblick auf eine lange Saison. So musste mit Denise Husung eine der Top-Favoritinnen in den weiblichen Altersklassen 15 und 18 frühzeitig absagen; für Post-Neuzugang Merle Langner kam die Entscheidung zum Startverzicht kurzfristiger – sie betreute dafür ihre neuen Teamkameradinnen fleißig.

So stand der erste Tag an der Thüringer Porzellanstraße im Zeichen der Mühlhäuser Mädchen: Lena-Marie Starkloff, zweiter Oberliga-Neuzugang am Kristanplatz, gab in der AK 15 einen nahezu perfekten Einstand im Trikot des Post SV, gönnte ihren Konkurrentinnen im Turnierverlauf bloß zwei Satzgewinne und sicherte sich überlegen den Ranglistensieg. Abgerundet wurde dieser durch den guten dritten Platz von Heidi Hildebrand und den ordentlichen siebten Rang von Kira Petrowsky.

In der U18 griffen mit Fabian Günzel, Vincent Kazuch und Luc Röttig dann die jungen Herren der Zunft in den Wettstreit in der GutsMuths-Halle ein. Fabian, Filius des einstigen Mühlhäuser Regionalliga-Akteurs Michael Günzel, zeigte ordentliche Leistungen, war allerdings nicht unbedingt vom Glück verfolgt. Sowohl gegen den späteren Sieger, Robert Haufe vom TTV Hydro Nordhausen, als auch gegen Alexander Mrowka (SV Schott Jena) und gegen Clubkamerad Luc Röttig, der Vierter wurde, hieß es 2:3. So war der Bronzerang aufgrund der etwas besseren Satzdifferenz – Fabian und Luc hatten in der Endrunde jeweils eine 4:3-Bilanz – nicht verwunderlich. Vincent Kazuch, ein weiterer Rohdiamant im Post-Lager, schloss auf Platz sieben ab.

Den zweiten Titel für die Mühlhäuser Equipe fuhr bei den U18-Mädchen Lilian Nicodemus ein – 8:0-Spiele bei 24:1-Sätzen sprechen eine deutliche Sprache. Für die eigentliche Überraschung dieser Konkurrenz sorgte Heidi Hildebrand mit dem furiosen dritten Platz. Am Vortag noch das Maß aller Dinge, wurde auch Lena-Marie Starkloff von einer Verletzung ausgebremst; obgleich sie das Turnier nicht ordentlich beenden konnte, stand Rang fünf zu Buche. Neuerlich nicht verstecken brauchte sich Kira Petrowsky, die am Ende ihres ersten großen Doppelwettkampfes Achte geworden war.

„Ich freue mich über die guten Resultate; es ist der Lohn des intensiven Trainings der letzten Wochen. Ein paar Sorgenfalten bereiten mir derweil die Verletzungsprobleme bei einigen unserer Mädels. Wir hoffen, dass sie rasch wieder auf dem Posten sind, denn am 26. September beginnt für uns die Saison in der Damen-Oberliga“, resümierte Post-Cheftrainer Erik Schreyer.

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