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Derby-Triumph und Arbeitssieg beim Schlusslicht

23.12.2019 | Von: Maria Stecher // Fotos: Christian Habel
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Am vorweihnachtlichen Doppelspieltag der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) liefert der Post SV mit dem 3:0 über den TTC Fulda-Maberzell ein Meisterstück ab. Beim TTC Grenzau kommt man mit einem 3:1 und einem „blauen Auge“ davon. Tabellenplatz sechs liegt unter dem Weihnachtsbaum

Mühlhausen. Sieben Partien in 19 Tagen – die Vorweihnachtszeit war für die Herren von Tischtennis-Erstligist Post Mühlhausen kein Zuckerschlecken. Allerdings hat die Mannschaft von Chef-Trainer Erik Schreyer die Aufgabenstellungen überwiegend mit Bravour gemeistert und immerhin fünf Siege geholt. Zunächst war mit dem 3:2 über Rekordmeister Borussia Düsseldorf ein wahres Husarenstück gelungen, es folgten in der Champions-League-Gruppenphase ein 3:0 über den spanischen Vertreter Leka Enea sowie in der Liga ein stark herausgearbeitetes 3:2 über den TTC Neu-Um.

Anschließend waren – jeweils auswärts – Fakel-Gazprom Orenburg (0:3) und der 1. FC Saarbrücken TT (1:3) zu übermächtig. Allerdings hatten die Mühlhäuser mit einigen Sorgen zu kämpfen: Kapitän Daniel Habesohn streckte erst ein grippaler Infekt, dann eine Bindehautentzündung nieder; Steffen Mengel wurde von üblen Rückenschmerzen ausgebremst. Dennoch wurde gerade bei TTBL-Primus Saarbrücken nie aufgesteckt und ein mehr als achtbares Ergebnis erzielt.

Als Erik Schreyer zum Jahres-Halali wieder sein komplettes Team aufbieten konnte, kehrte sofort der Erfolg zurück. Im mit Spannung erwarteten Derby mit dem zuletzt erfolgreichen TTC Fulda-Maberzell betrieben die Hausherren am Kristanplatz nur wenig Federlesen. Der Tscheche Lubomir Jancarik überzeugte, als Nummer eins aufgeboten, über weite Strecken gegen den veranlagten Meng Fan Bo (3:1) und ein bärenstarker Ovidiu Ionescu entzauberte die Abwehrkünste des deutschen Nationalspielers Ruwen Filus nach allen Regeln der Tischtennis-Kunst (3:0). „Ovidiu Ionescu und Lubomir Jancarik verdienen sich ein Extralob. Was die beiden im Dezember geleistet haben, war mehr als aller Ehren wert. Sie sind für ihre erkrankten oder verletzten Mannschaftskameraden eingesprungen und haben unsere Fahnen hochgehalten“, erklärt ein zufriedener Post-Präsident Thomas Baier. Den „Kantersieg“ über die Osthessen brachte schließlich ein wiedergenesener Daniel Habesohn unter Dach und Fach – sein Schlagabtausch mit Tomislav Pucar endete in einem 3:2.

Die Zeit für eine gemeinsame Weihnachtsfeier im Restaurant „Zum Küsterhaus“ nach dem Triumph über Fulda blieb zwar, doch es war deutlich zu spüren, dass der Fokus bereits auf dem Gastspiel beim TTC Grenzau lag. Und das war auch bitter nötig gewesen, denn die – unverständlicher Weise – noch sieglosen Westerwälder präsentierten sich keineswegs wie ein Tabellenschlusslicht. Ihr Top-Mann, der junge, talentierte US-Amerikaner Kanak Jha, war gegen Steffen Mengel über weite Strecken der bessere Spieler, hatte reihenweise Satz- und sogar zwei Matchbälle. Doch der Siegerländer in Diensten des Post SV gab nie auf und vermochte es, fast jeden Rückstand in einen Erfolg umzumünzen. Im Endeffekt stand ein hauchdünnes 3:2 in Sätzen zu Buche.

Die 1:0-Führung sollte im Normalfall der „Dosenöffner“ für die Thüringer sein. Jedoch fand ausgerechnet Daniel Habesohn im Vergleich mit Mihai Bobocica überhaupt keinen Rhythmus und musste ein 1:3 hinnehmen. Als im Anschluss Ovidiu Ionescu gegen Ioannis Sgouropoulos ein recht unglückliches 0:2 noch in einen 3:2-Erfolg gewandelt hatte, waren die favorisierten Gäste endgültig in der Spur. Daniel Habesohn zeigte gegen Kanak Jha ein völlig anderes Gesicht und ließ sich auch von einem harten Ball nicht ausbremsen, den er sich selbst aus wenigen Zentimetern von der Schlägerkante ins Auge beförderte. Nach einer Verletzungspause und nach der fairen, gütigen Hilfe des Grenzauer Physiotherapeuten konnte der Österreicher weiterspielen, entzauberte die junge Nummer 26 der Tischtennis-Welt mit 3:1 in Sätzen zum 3:1-Endstand aus Sicht der Postler.

Dank der beiden Mannschaftssiege zum Jahresende haben die Mühlhäuser ihr Punktekonto auf 18:14 geschraubt und finden den sehr guten sechsten Platz unter dem Weihnachtsbaum. Hinzu kommt das Viertelfinale in der „Königsklasse“, in dem man sich mit dem 1. FC Saarbrücken TT zu messen hat. Das Hinspiel findet am 15. Januar (19.30 Uhr) am Kristanplatz statt.

Nach einem verdienten Kurzurlaub und einem hoffentlich guten Rutsch geht es für die Schreyer-Männer bereits am 10. Januar (19 Uhr) weiter – der TTC Jülich wird am Kristanplatz vorstellig.

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