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Orenburg und Ovtcharov erneut zu übermächtig

17.10.2019 | Von: Maria Stecher // Fotos: Tino Sieland
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

In der Tischtennis-Champions-League unterliegen die Herren des Post SV Mühlhausen dem russischen Titelverteidiger trotz guter Vorstellung mit 0:3

Mühlhausen. Beim gemeinsamen Abendessen im Mühlhäuser Puschkinhaus mit den Gästen vom TTC Fakel-Gazprom Orenburg, unmittelbar nach dem zweiten Spiel der Gruppenphase der Tischtennis-Champions-League (TTCLM), schauten die drei Spieler des Post SV doch schon ein wenig verloren in die Runde. Dabei hatten Vize-Welt- und Europameister Ovidiu Ionescu, Steffen Mengel und Lubomir Jancarik keinen wirklichen Anlass, sich zu grämen. Zwar hatten die Mühlhäuser im insgesamt dritten Duell mit dem fünffachen und amtierenden Titelträger das dritte 0:3 kassiert, doch die Vorstellung vor 426 Fans am Kristanplatz war eine sehr ansprechende.

Post-Trainer Erik Schreyer hatte vor der Partie die Rotationsmaschine angeworfen und aufgrund der enormen Belastungsdichte in dieser Woche auf den Einsatz des Österreichers Daniel Habesohn verzichtet. So führte der wiedererstarkte Ionescu die Hausherren an, eröffnete gegen Orenburgs Portugiesen Marcos Freitas – und enttäuschte nicht. Unglücklich, wie ungünstig aus Sicht des Rumänen war der knappe Verlust des ersten Satzes, indem der Rumäne den zweifachen Europameister im Doppel optisch dominiert hatte. Das gleiche Bild, nur mit positivem Ausgang im zweiten Durchgang – 1:1 durch ein sauber herausgespieltes 11:5. Im weiteren Verlauf zog Freitas allerdings Glücksgöttin Fortuna immer mehr in seinen Bann und stellte zudem seine Schlagvarianten taktisch klug um. In Kombination zog das Ionescu den Zahn und der Abend nahm langsam, aber sicher seinen Lauf zugunsten des haushohen Favoriten.

Die russischen Gäste, bei denen Tischtennis-Heroe Vladimir Samsonov als Nummer vier auf der Bank Platz nehmen durfte, hatten Deutschlands Nationalspieler Dimitrij Ovtcharov auf Position eins gestellt – und der Weltranglisten-Zwölfte zeigte gegen einen mutig agierenden Steffen Mengel eine fast schon kaltblütige Leistung. Ovtcharov zwang dem Mühlhäuser Hünen im ersten Satz sein risikoreiches Spiel auf und hielt die Ballwechsel kurz. Im weiteren Verlauf gab es zwar längere Ballwechsel zu sehen, doch der World-Cup-Gewinner von 2017 drosselte urplötzlich das Tempo und sicherte sich somit auch den zweiten Durchgang, in dem Mengel fast permanent geführt hatte. Und da Ovtcharov nicht lockerließ, stand am Ende ein 3:0 für ihn zu Buche und Mengel verstand die Tischtennis-Welt nicht mehr vollständig.

Ganz ähnlich erging es im dritten Vergleich Lubomir Jancarik. Vom Publikum getragen, war er auf bestem Weg, Chuang Chih-Yuan, den Weltmeister im Doppel von 2013, förmlich zu überfahren – das 11:4 in Satz eins war eine Machtdemonstration des Tschechen. Doch irgendwie kämpfte sich der Taiwaner zurück, holte sich mit viel Glück, aber eben auch mit viel Können den zweiten und den dritten Durchgang und brachte damit Jancarik vollkommen auf die schiefe Bahn. „Ich hatte schon extrem viele Glücksbälle. Jancarik hat sehr stark gespielt“, sagte Chuang, der mit seinem Erfolg das 3:0 für die Orenburger festgezurrt hatte.

„Wir haben schon eine Klasse-Mannschaft, doch ihr habt eine Mannschaft der Extra-Klasse. Wir hoffen, wir können euch in das Viertelfinale begleiten“, erklärte Post Mühlhausens Präsident Thomas Baier in seiner Bankett-Ansprache in Richtung der Gäste aus Russland um ihren Vize-Präsidenten Victor Andreev. Tröstende Worte für die eigenen Spieler gab es natürlich gleich hinterher – und die Mienen erhellten sich langsam.

Bereits am heutigen Freitagabend, 19 Uhr, steht in der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) das Prestigeduell mit dem ASV Grünwettersbach an. „Das ist ein weiteres Schlüsselspiel für uns. Dafür benötigen wir natürlich wieder die Unterstützung unseres fantastischen Publikums. Denn können wir diese hohe Hürde nehmen, dann würden wir uns endgültig in der oberen Hälfte der Tabelle festsetzen“, erklärt Post-Trainer Erik Schreyer. Tickets sind noch an der Abendkasse erhältlich.

Lange verschnaufen können die Postler nicht – am Sonntag, ab 15 Uhr, sind Kapitän Daniel Habesohn & Co. im Viertelfinale der Deutschen Pokalmeisterschaften beim amtierenden Champion und deutschen Meister TTF Ochsenhausen gefordert. „Ein Glückslos ist das wahrlich nicht, aber ich denke, dass wir auch nicht chancenlos sein werden. Der Druck liegt eindeutig auf Seiten der Hausherren. Und diesen Druck wollen wir mit guten Leistungen noch erheblich erhöhen“, gibt Schreyer als Marschroute aus.

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