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Mühlhäuser wollen gute Serie gegen Fulda weiter ausbauen

09.02.2019 | Von: Thomas Stecher
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Am morgigen Sonntag bitten die Herren des Post SV das Spitzenteam aus in der Tischtennis-Bundesliga zum Derby

Mühlhausen. Den TTC Fulda-Maberzell und den Post SV Mühlhausen verbindet eine intensive und auch schon relativ ausdauernde Vergangenheit. Lange bevor es zwischen den Top-Clubs Hessens und Thüringens heiße Derbys in der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) gegeben hat, kreuzten sich die Schläger der Vereine schon viele Male. So war unter anderem die zweite Mannschaft der Fuldaer für die ambitionierten Mühlhäuser einst der Bremsklotz, um endlich von der Ober- zurück in die Regionalliga aufzusteigen.

Jahre später, die Maberzeller waren in der 1. Liga zu einer festen Größe gereift und die Postler ein hungriger Zweitligist, traf man sich in der längst noch nicht sanierten Halle am Kristanplatz im nationalen Pokal-Wettbewerb wieder. Und der große Favorit aus Fulda wäre gegen Petr David, Matiss Burgis & Co. beinah böse gestrauchelt, kam nur nach hitzigen Debatten und mit einer gehörigen Portion Glück weiter.

Ob sich damals bereits bei den Spielern um Abwehr-Ass Wang Xi und den Verantwortlichen des TTC ein gewisses Unbehagen ob der impulsiven Heimspiel-Stätte der Mühlhäuser eingestellt hat, ist nicht amtlich dokumentiert. Fakt ist aber, dass die Hessen am Kristanplatz in den Folgejahren, als der Post SV den Sprung in die TTBL vollzogen hatte, viele schmerzhafte Niederlagen einstecken musste. Ob ein 2:3 im Pokal, das Duell ging bis nach Mitternacht, oder ein historisches 0:3 bei 0:9 in den Sätzen in der TTBL. Viel ist dem Team aus Fulda in der jüngeren Vergangenheit in der Müntzerstadt jedenfalls nicht gelungen.

Dass die Mannschaft von Trainer Erik Schreyer in der Hinrunde dieser Saison nun auch den letzten Fuldaer Nimbus gebrochen und erstmals beide Punkte aus der Wilmington-Halle entführt hat (3:0, aber alle drei Partien gingen über fünf Sätze), dürfte den Hessen für den morgigen Sonntag, ab 14.45 Uhr, nur zusätzliche Motivation sein.

Aber vorrangig geht es dem Team um Deutschlands Nationalenspieler Ruwen Filus sogar wieder darum, eventuell doch noch die Play-offs zu erreichen. Die waren in den vergangenen Serien stets das erreichte Mindestziel. Doch in dieser Saison machte es erst eine starke Rückrunden-Serie von fünf Siegen am Stück bei einer Auftaktniederlage gegen Meister Düsseldorf möglich, dass man in der Residenzstadt überhaupt wieder auf die Endrunde hoffen darf. Dazu ist für die Osthessen (18:14-Punkte) freilich ein Erfolg bei den Postlern (20:10) absolute Pflicht. „Wir sind mit unserer Rückrunde zufrieden und haben den Turnaround geschafft“, freut sich TTC-Vize Claus-Dieter Schad und sagt mit Blick auf die damit weiterhin mögliche Play-off-Teilnahme in einer TTBL-Pressemitteilung: „Ein bisschen Hoffnung ist noch da und solange es rechnerisch möglich ist, wollen wir die kleine Chance aufrecht halten.“

Deshalb rechnet auch Post-Trainer Erik Schreyer mit bis in die Haarspitzen motivierten Gästen: „Die Fuldaer haben gleich zwei Gründe, gegen uns richtig heißzulaufen: Es ist für sie wohl das Endspiel um die letzte Play-off-Chance. Und sie wollen sicherlich auch im gleichen Atemzug ihre Negativserie gegen uns beenden. Ich erwarte daher ein Kräftemessen auf Augenhöhe, denn für uns geht es ebenfalls um sehr viel. Als Fünfter dürfen wir keine Federn lassen.“

Gespannt sein darf man indes, wie groß die Mühlhäuser Kraftreserven noch sind. Schließlich wird die Mannschaft um Doppel-Europmeister und Kapitän Daniel Habesohn erst am heutigen Samstag aus den Weiten Russlands zurückerwartet. In Pyschma bei Jekaterinburg und eisigen (Außen-)Temperaturen stand für die Thüringer nicht weniger als das Rückspiel im Viertelfinale der Champions League an. Quasi direkt im Anschluss ging es in den Flieger auf die gut 4000 Kilometer lange Rückreise nach Deutschland. Zumindest in der Gruppenphase der Königsklasse war eine Reise nach Russland ein gutes Omen für die TTBL. Unmittelbar nach dem Gastspiel in Orenburg ließen die Scheyer-Schützlinge ein 3:0 bei Werder Bremen folgen.

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