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Magischer Abend am Kristanplatz bleibt für Mühlhäuser unvollendet

29.01.2019 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Nach dem 2:3 im Champions-League-Viertelfinale gegen Jekaterinburg hat der Post SV noch Hoffnung für das Rückspiel

Mühlhausen. Was für ein außergewöhnliches Wochenende für den Post SV Mühlhausen – auch wenn die Ergebnisse nicht immer für komplett glückliche Gesichter gesorgt haben. Den würdigen Auftakt bot – bereits am Freitagabend – das denkwürdige Hinspiel im Viertelfinale der Tischtennis-Champions-League (TTCLM). Die erste Mannschaft der Mühlhäuser war im Duell mit dem favorisierten TTSC Jekaterinburg aus Russland zunächst 0:2 in Rückstand geraten. Daniel Habesohn hatte gegen den famos auftrumpfenden Kroaten Andrej Gacina, früher unter anderem für den TTC Grenzau aktiv, keine passenden Mittel gefunden (1:3) und Lubomir Jancarik hatte es gegen den Chinesen Fang Bo, 2015 immerhin Vize-Weltmeister im Einzelwettbewerb der Herren, verpasst, sich für eine grandiose Vorstellung zu belohnen. Einmal mehr hatte der hochgewachsene Tscheche gleich mehrere Satzbälle und beste Chancen ausgelassen.

Beim 0:2 zur Pause sah alles danach aus, als würde das Rückspiel am 8. Februar in Russland für den Post SV nicht mehr als ein spesenintensiver Betriebsausflug werden. Doch was die 426 Tischtennis-fans in der bis auf den letzten Platz ausverkauften Halle am Mühlhäuser Kristanplatz erlebten, glich einer sportlichen Wiederauferstehung ersten Ranges. Denn auch der zuletzt arg gebeutelte Rumäne Ovidiu Ionescu schien gegen Jonathan Groth, den Linkshänder aus Dänemark hatte der Post-Spieler auf dem Weg in das Finale der Europameisterschaft 2018 noch relativ souverän ausschalten können, das Nachsehen zu haben. Doch Ionescu kam irgendwie zurück, gewann nach 1:2 in Sätzen noch mit 3:2. Gerade das 11:1 im fünften Durchgang glich einem klassischen Schaulaufen und ließ die Halle zum Hexenkessel werden.

Habesohn schlägt Vize-Weltmeister

Dass es in Sachen „Hexenkessel“ noch Steigerungspotenzial geben kann, dafür sorgte Daniel Habesohn, der sich im Spitzeneinzel gegen den sichtbar angeschlagenen Fang Bo wie ausgewechselt zeigte und den Chinesen in vier hochklassigen Sätzen (3:1) in die Schranken weisen konnte.

Damit stand es 2:2, alles war wieder offen und die bebende Halle am Kristanplatz hatte die nächste Stufe erreicht, sie war zum Tollhaus geworden. Doch Andrej Gacina, sonst nicht immer für das stabilste Nervenkostüm bekannt, ließ sich davon nicht sonderlich beeindrucken. Auch gegen den vorbildlich kämpfenden Lubomir Jancarik hielt die Nummer 65 der Tischtennis-Welt seine Fehlerquote extrem niedrig, setzte sich mit 3:1 durch und sorgte dafür, dass der Titelanwärter mit einem 3:2 und eineinhalb „blauen Augen“ davongekommen ist.

„Andrej Gacina hat gegen uns den entscheidenden Unterschied ausgemacht. Dennoch bin ich extrem stolz auf die Leistung unserer Jungs. Das war ein unglaubliches Comeback, und der knappe Ausgang lässt uns für das zweite Spiel noch alle Möglichkeiten offen. Wir haben die Hoffnung auf ein mögliches Halbfinale gegen Borussia Düsseldorf längst nicht begraben“, erklärte Post-Präsident Thomas Baier, der gemeinsam mit Coach Erik Schreyer auf der Bank der Mühlhäuser ein beispielloses Wechselbad der Gefühle durchlebt hatte. Das zweite Aufeinandertreffen wird es am 8. Februar in Jekaterinburg geben.

Während bei der ersten Mannschaft der Postler zumindest im Champions-League-Rennen weiter alles möglich erscheint, wird die Lage für die Mühlhäuser Reserve in der 3. Liga (Süd) derweil immer bedrohlicher: Beim TV Leiselheim kassierte man ein 3:6.

Post SV Mühlhausen – TTSC UMMC 2:3

 

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