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Schreyer: „Das Spiel gegen Bremen ist für uns ein Start bei null“

18.01.2019 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Tischtennis-Erstligist Post SV Mühlhausen erwartet mit dem SV Werder den Vorletzten und will zurück in die Erfolgsspur

Mühlhausen. Je schlechter die Generalprobe, desto besser die Premiere – die Floskel von den Theaterbühnen dieser Welt könnte dem Post SV Mühlhausen für den kommenden Sonntag durchaus ein wenig Mut machen. Ab 14.45 Uhr wird mit dem SV Werder Bremen der Tabellenvorletzte der Tischtennis-Bundesliga der Herren (TTBL) in der Halle am Kristanplatz vorstellig – es wird der 16. Spieltag geschrieben.

Und dabei steht eines fest: Die Generalprobe auf internationaler Bühne ist für die Post-Männer zu einem ganz gehörigen Teil tüchtig in die Binsen gegangen. Bei den gut besetzten „Hungarian Open“ in Budapest, einem bestens dotierten Turnier der „World Tour“ mussten Daniel Habesohn, Ovidiu Ionescu, Lubomir Jancarik (jeweils 3. Runde der Qualifikationsphase) und Steffen Mengel (2. Quali-Runde) recht zeitig und gegen überwiegend schwächer einzuschätzende Gegner die Segel streichen. Im Doppel standen Habesohn, als amtierender Europameister mit Partner Robert Gardos (Österreich), und Ionescu mit Alvaro Robles (Spanien/Bergneustadt) im Achtelfinale.

Einzig Steffen Mengel durfte mit einem Lächeln auf den Lippen aus Ungarns Hauptstadt in Richtung Mühlhausen abgefahren sein. Nach einer langen inter nationalen Durststrecke gewann der hochgewachsene Siegerländer zunächst gegen den Ukrainer Yaroslav Zhmudenko mit 4:0 in Sätzen. Und anschließend machte er, beim 2:4 gegen den kroatischen Top-Mann Andrej Gacina, der für Posts nächsten Champions-League-Gegner TTSC UMMC Jekaterinburg (Russland) spielt, eine mehr als ordentliche Figur.

Bastian Steger gilt es wieder zu schlagen

„Für Steffen freut mich das sehr. Er hat wirklich eine Leidenszeit hinter sich, und ich glaube, alleine dieser eine Sieg wird ihn mit frischem Selbstvertrauen ausstatten“, meint Erik Schreyer. Mühlhausens Chef-Coach verfolgte das Geschehen in Budapest aufmerksam, jedoch nicht mit manischem Interesse. „Natürlich sind stabile internationale Ergebnisse für unsere Jungs von großer Bedeutung. Aber ein Spiel im Post-Trikot, egal ob Liga oder Champions League, ist doch ein anderes Paar Schuhe“, erklärt Schreyer.

Und für ihn ruht der gesamte Fokus auf dem wichtigen Heimspiel gegen Werder Bremen: „Für uns beginnt jetzt die Rückrunde, für mich starten wir mit der Partie gegen Bremen bei null. Denn bisher hatten wir mit Tabellenführer Ochsenhausen, Bergneustadt und zuletzt mit Düsseldorf ein Programm, in dem wir nie Favorit, in zwei von drei Fällen klarer Außenseiter gewesen sind. Nun soll unsere Zeit anbrechen“, gibt sich Schreyer kämpferisch.

Allerdings weiß der Post-Trainer auch, dass die Nordlichter um ihren Starspieler Bastian Steger eindeutig besser sind, als es der aktuell vorletzte Tabellenplatz aussagen mag. „Den besten Beweis ihrer Güteklasse haben die Bremer angetreten, als sie vor knapp zwei Wochen in Ulm ins deutsche Pokalfinale eingezogen sind. Außerdem haben sie am vergangenen Wochenende gegen Saarbrücken gewonnen. Wir sind also gewarnt“, sagt Schreyer.

Bastian Steger ist für ihn der Dreh- und Angelpunkt des Werder-Konstrukts: „Kann einer von uns Steger schlagen, so wie beim 3:0 für uns im Hinspiel, bin ich bester Dinge“, so der Trainer.

Die aktuelle Tabelle

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