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„Ein ausgekochtes Schlitzohr“

23.10.2018 | Von: Thomas Rudolph (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Tischtennis-Erstligist Post Mühlhausen will nach dem 3:2-Heimsieg in der Champions League (TTCLM) am Freitag nachlegen

Mühlhausen. Mit zwei Tagen Abstand hatte Erik Schreyer seine innere Ruhe wiedergefunden. Vorbei war die Anspannung vom Freitagabend, die der Trainer des Post SV Mühlhausen mitsamt seinen Spielern und den Zuschauern beim 3:2-Heimerfolg in der Champions League (TTCLM) über den schwedischen Club Eslövs in sich trug.

Erstes Heimspiel in der Königsklasse, erster Sieg – durch den harterkämpften Erfolg dürfen sich die Postler, amtierender Tabellenführer der Bundesliga, realistische Chancen auf Platz zwei in der Gruppe und ein Weiterkommen machen. Am nächsten Freitag (19 Uhr) ist der französische Verein Hennebont zu Gast am Kristanplatz, der kürzlich erst gegen Eslövs verloren hat. „Für die Gruppenphase war der Sieg ein absoluter Big Point. Jetzt sind wir mittendrin“, freut sich Schreyer.

Die sonntägliche Ruhe stand beim 30-Jährigen ebenso im Kontrast wie bei den anderen Verantwortlichen des Post SV. Für den erstmaligen Start in der Königsklasse musste der Verein im Vorfeld neue Wege bestreiten. Plakate und Flyer wurden gedruckt und in der Stadt verteilt, zudem muss sich der Heimverein um die Anreise, Übernachtung und Abreise der Gäste kümmern. Auch die Kost und Logis sind Posten, die in der Endabrechnung zu Buche schlagen. So wurden die Schweden in Frankfurt am Main persönlich mit einem Kleinbus abgeholt und im Hotel eines heimischen Sponsors untergebracht.

Gemeinsame Essen standen ebenso auf dem Programm wie die Bereitstellung der Halle am Kristanplatz zum Training. Diese musste derweil kleinere Änderungen über sich ergehen lassen. So wurde unter anderem ein Monitor angebracht, damit Zuschauer, die gerade im Bistro weilen, weiterhin das Geschehen verfolgen können. Dass bei der Größe des Spielfeldes rund um den Tisch nicht ganz die geforderten Maße des europäischen Verbandes eingehalten werden können, stellte kein Problem dar. „Die ETTU zeigt sich hier sehr kulant. Auch müsste es eigentlich einen VIP-Raum geben, aber selbst ein Top-Club wie Orenburg hat das nicht“, erklärt Post-Manager Thomas Stecher.

An der gelungenen Premiere änderte das alles freilich nichts. Zu groß war die Freude über den sportlichen Erfolg, der mit Daniel Habesohn einen Hauptakteur besaß. Zwei Punkte steuerte der Österreicher, der sich in bestechender Form befindet, zum Gesamtsieg bei.

„Daniel macht im Moment alles richtig“

Er bezwang nicht nur Robert Svensson mit 3:1, sondern rang auch das schwedische Supertalent Truls Moregardh (16 Jahre) mit 3:2 nieder. „Daniel hatte schon immer einen guten Kopf und ist ein ausgekochtes Schlitzohr“, sagt Schreyer und lobt den amtierenden Europameister im Doppel. „Ich tausche mich gerne mit ihm aus. Er hat extrem viel Wissen über die Sportart und steht absolut im Saft. Die vier Wochen, in denen er in Düsseldorf mit der deutschen Nationalmannschaft trainierte, haben ihm sehr gut getan. Er macht im Moment alles richtig.“

Den dritten Punkt holte Lubomir Jancarik, der im entscheidenden Duell beim Stand von 2:2 Svensson mit 3:2 auf Distanz hielt und sich auch von einer verspielten 2:0-Führung nicht aus der Ruhe bringen ließ. „Mit ihm hat auch der bessere Spieler gewonnen. Ich hab mich zwar bis zuletzt nie so richtig sicher gefühlt, aber ‚Lubo‘ hat im entscheidenden Durchgang sein Spiel gut umgestellt.“

Die Mühlhäuser sind nun voll auf die Partie am Freitag fokussiert – und das nicht wegen der 250 Euro Prämie brutto, die es für einen Sieg in der Königsklasse gibt. „Hennebont steht mit dem Rücken an der Wand. Sie müssen unbedingt gewinnen. Wir gehen aber gut gewappnet in das emotionale Spiel“, blickt Erik Schreyer voraus.

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