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Ovidiu Ionescu kämpft sich endgültig in Herzen der Post-Fans

10.11.2017 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Tischtennis-Ass übersteht gegen Bremen dramatische Verletzungspause und führt Mühlhausens Erstliga-Team zum Sieg

Mühlhausen. Die Fans von Post Mühlhausen waren bereits wieder in absoluter Feierlaune. Die Schlachtgesänge wollten einfach nicht verstummen, die Trompeten und Pauken wurden heftig malträtiert. Und der SV Werder Bremen, Gast an diesem 6. Spieltag in der Tischtennis-Bundesliga (TTBL), war schon fast in die Knie gegangen. Genau wie zuvor Grenzau, Ochsenhausen und zuletzt Fulda konnten sich auch die Nordlichter dem in eigener Halle schier unerschöpflichen Sieges willen der Postler nicht entziehen, mussten sich ihm ausliefern und – darauf deutete zumindest alles hin – eindeutig unterliegen.

Doch von einer Sekunde auf die andere gefror nicht nur Post-Trainer Erik Schreyer sinnbildlich das Blut in den Adern. Auch unter den über 350 Fans war das eine oder andere blasse Näschen auszumachen. Mit einer 2:0-Satzführung gegen den deutschen Nationalspieler Bastian Steger im Rücken, hatte Mühlhausens rumänischer Top-Spieler Ovidiu Ionescu bei einem Punkt zum 2:6 aus seiner Sicht eine unrunde Bewegung gemacht und sich offenbar am linken Knie verletzt. Medizinische Auszeit, für alle Beteiligten kein leichtes Unterfangen, und es schien, als könne der Mann mit der aktuell besten Bilanz der TTBL nicht weitermachen.

Doch mit Geduld und vereinten Kräften, auch der Physiotherapeut der Bremer half – unter Szenenapplaus – tüchtig mit, wurde Ionescu derart gut hergerichtet, dass er in den Center Court zurückkehren konnte.

Leistungsexplosion im fünften Durchgang

Natürlich waren dem Rumänen die starken Schmerzen bei jeder der schnellen, das Knie besonders beanspruchenden, Bewegungen anzusehen. Und natürlich ging der dritte Satz zügig an Steger – immerhin die Nummer 30 der aktuellen Weltrangliste. Auch in Durchgang vier war nur wenig zu holen für den Mühlhäuser, der erst eine Saisonniederlage hatte einstecken müssen. Doch im finalen Satz folgte eine in der Situation nie für möglich gehaltene Leistungsexplosion und ein 11:8 zum 3:2-Matcherfolg, der wirklich keinen Zuschauer mehr auf seinem Platz verweilen ließ.

„Mit dieser unglaublichen Vorstellung hat sich Ovidiu Ionescu endgültig tief in die Herzen der Post-Fans gespielt, sich am Kristanplatz selbst ein Denkmal gesetzt. So etwas habe ich noch nie in meinem Tischtennis-Leben gesehen“, sagte Mühlhausens Trainer Erik Schreyer im Nachgang.

Nach der Führung durch Daniel Habesohn (3:0 gegen Hunor Szöcs) sowie nach dem Heldenstück des Ovidiu Ionescu, stellte dann Lubomir Jancarik (3:1 über Florent Lambiet) den vierten 3:0- Heimerfolg des Post SV nacheinander sicher. Spieler und Trainer vollführten daher vor den enthusiastischen Fans ein ausgiebiges Freudentänzchen – Ionescu aber nur auf seinem rechten Fuß.

Post SV Mühlhausen - SV Werder Bremen 3:0

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