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Grandioser Auswärtserfolg lässt Postler auf achten Rang klettern

06.01.2016 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

In der Tischtennis-Bundesliga feiern die Mühlhäuser ein überraschend klares 3:0 beim favorisierten TTC Grenzau

Grenzau. Gleich zum Auftakt in das Tischtennis-Jahr 2016 ist den Herren des Post SV Mühlhausen eine faustdicke Sensation gelungen. Am 12. Spieltag der 1. Bundesliga (TTBL) feierte die Mannschaft von Cheftrainer Alexander Schieke ein überraschend klares 3:0 beim ersatzgeschwächten, jedo ch noch immer leicht favorisierten TTC „Zugbrücke“ Grenzau.

Während sich die Westerwälder wohl endgültig von allen ihren Play-off-Ambitionen verabschieden durften, sprangen die Postler auf den hart umkämpften achten Rang der Tabelle, der am Ende der Serie den Klassenerhalt unter rein sportlichen Gesichtspunkten bed euten würde. Parallel zum Coup der Mühlhäuser besiegte Aufsteiger Grünwettersbach den TTC Hagen mit 3:1. Alle drei Teams, der Post SV, die Hagener und Schlusslicht Grünwettersbach, haben damit 6:18 Punkte auf dem Konto.

Taktische Vorteile durch gut gewählte Aufstellung

Doch die Postler haben durch das 3:0 – das erste in der Bundesliga-Historie der Thüringer überhaupt – mit -12 das bessere Spielverhältnis. Die zwei Hauptkonkurrenten haben jeweils -16.

„Wir können noch lange nicht Entwarnung funken. Doch dieser Überraschungssieg zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und die Klasse tatsächlich aus eigener Kraft halten können“, erklärt ein zufriedener Alexander Schieke, der mit einer taktisch überlegten Aufstellung einen maßgeblichen Anteil am zweiten Sieg der Mühlhäuser – nach dem 3:2 über Grünwettersbach – in Folge hatte.

Schieke hatte sich entschieden, Ovidiu Ionescu an Position 2 und damit direkt zum Auftakt der Partie gegen Grenzaus Spitzenspieler, den Kroaten Andrej Gacina, zu setzen. Dieser hatte das Jahr 2015 als Nummer 20 der Welt been det und kurz vor Weihnachten mit zwei Punkten seinen TTC zu einem 3:1 über Düsseldorf geführt. „Grenzaus Coach Tomas Pavelka war ein wenig überrascht, als er unsere Aufstellung mitbekommen hatte. Vielleicht hat das ein paar Prozente ausgemacht“, vermutet Alexander Schieke.

In jedem Fall ließ sich Ionescu – nach seiner überstandenen Rückenblessur – von der scheinbaren Übermacht seines Kontrahenten nicht beeindrucken. Der Rumäne wehrte im fünften Satz sogar drei Matchbälle ab. Konträr dazu wies der Postler eine traumhafte Quote auf. Er nutzte jeweils seine beiden Satzbälle in Durchgang 1 und 3 direkt und verwandelte auch seinen ersten Matchball zum umjubelten 12:10 (3:2).

Beflügelt von dem unplanmäßigen 1:0, glaubte von nun an auch der mitgereiste Mühlhäuser Fantross an die erste Überraschung in 2016. Vor allem aber war Lars Hielscher davon überzeugt. Nach dem bärenstarken Auftritt gegen Wettersbach bewies er im Duell mit Qiu Liang gute Nerven und holte das vorentscheidende 2:0.

Dass es nach der Pause unfreiwillig spannend wurde, darauf hätte Bohumil Vozicky sicher liebend gern verzichtet. Der so erfahrene Tscheche, der sich zwischen Weihnachten und Neujahr in Zruc nad Sazavou in seinem Heimatland bei einem Turnier vorbereitet hatte, führte gegen Ersatzspieler Luka Fucec schon 2:0 in Sätzen, bevor der talentierte Kroate das Tempo erhöhte. Erst spät im fünften und entscheidenden Satz besann sich der Postler seiner Tugenden und brachte das 3:0 nach Hause.

„Ich bin unheimlich stolz auf meine Mannschaft. Sie hat allen Kritikern einen herben Dämpfer erteilt. Wir gehören in die 1. Liga, und wir werden das auch weiter beweisen“, sagt Schieke.

Am 17. Januar, um 15 Uhr, ist mit dem TTC Fulda-Maberzell der Tabellenzweite zu Gast in der Halle am Mühlhäuser Kristanplatz.

TTC Zugbrücke Grenzau - Post SV Mühlhausen 0:3

Die aktuelle Tabelle

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