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Wohl nur ein Absteiger: Mühlhausen bleibt gelassen

03.02.2015 | Von: Thomas Rudolph (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren, Verein

Weil aller Voraussicht nach nur ein Team aufsteigen will, kann der Tischtennis-Bundesligist für die nächste Saison planen

Mühlhausen. Lehrer zu sein hat auch seine Vorteile. Da die Winterferien gerade in vollem Gange sind, kann Alexander Schieke am heutigen Dienstag mit nach Fulda reisen, wo der Post SV Mühlhausen beim Zweiten TTC Fulda-Maberzell antritt (19.30 Uhr). Der Cheftrainer arbeitet eigentlich als Sport/Ethik-Lehrer in Sachsen-Anhalt, weilt aber wegen der Ferien wieder in seiner Heimatstadt Mühlhausen.

Mit ein paar Tagen Abstand wirkt er wieder entspannt – die ärgerliche 0:3-Niederlage in Bergneustadt ist abgehakt. „Viel Zeit, darüber nachzudenken, bleibt ja glücklicherweise nicht. Aber das war schon sehr bitter“, spricht er auf das Duell vom Freitag an, in der die Postler für Geschichte sorgten – wenn auch unfreiwillig. Dass zwei Spieler gleich sieben Matchbälle nicht nutzten und verloren, dürfte in der Bundesliga wohl eine Premiere sein. Zudem schrieb sich Bohumil Vozicky durch das 26:28! im fünften Satz in die Annalen. „Das könnte sogar ein Rekord sein“, sagt Schieke, der selbst einmal mit 30:28 im entscheidenden Durchgang gewann. „Allerdings haben wir damals noch bis 21 gespielt.“

Durch das überraschende 3:2 von Frickenhausen – dem bereits wegen Rückzug nach der Saison feststehenden Absteiger – gegen Hagen nach 0:2-Rückstand rutschte Post auf den vorletzten Platz. Da Hagen jetzt aber Letzter ist, hat sich für die Mühlhäuser eigentlich nichts geändert. Theoretisch würden Hagen und Frickenhausen zum jetzigen Zeitpunkt Absteiger sein – doch dazu scheint es nicht zu kommen. Die Vorzeichen verdichten sich immer mehr, dass nur eine Mannschaft aus der 2. Liga aufsteigen will. Der Klassenerhalt für Post wäre damit vorzeitig gesichert.

Der Rückzug des Traditionsklubs Frickenhausen wird im Post-Lager bedauert – und sorgt trotzdem für die wichtige Planungssicherheit. Jeder geht davon aus, dass in Mühlhausen in der nächsten Saison wieder Bundesliga-Tischtennis gespielt wird. „Wir haben frühzeitig unsere Planungen abgeschlossen. Das beruhigt ungemein“, sagt Schieke. Schon jetzt steht fest, dass Ovidiu Ionescu zur neuen Saison kommen wird. „Wir wollten ihn – er wollte unbedingt zu uns“, sagt Schieke über den 25-Jährigen, den Post schon länger auf dem Zettel hatte. „Er hat viel Potenzial, und ich glaube, bei ihm kann der Knoten noch einmal richtig platzen“, so der Trainer.

Ionescu bezwang unter anderem schon die deutschen Nationalspieler Christian Süß und Patrick Franziska, verlor aber beispielsweise am Sonntag auch als Favorit gegen den Russen Mikhail Paykov – dem Letzten bei der Spielerbilanz. Dennoch versprechen sich die Postler viel vom Rumänen, der in Bremen mit vielen anderen Landsleuten in einer starken Trainingsgruppe übt. „Er gibt kein Spiel verloren, kämpft immer bis zum Schluss“, so Schieke, der hofft, dass Ionescu zum regelmäßigen Punktesammler avanciert.

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