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Angeführt vom starken Lars Hielscher will der Post SV in der Tischtennis-Bundesliga die TTF Ochsenhausen ärgern

24.01.2015 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Dem TTC Frickenhausen ist im Nachholspiel des 12. Spieltages in der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) das gelungen, was dem Post SV Mühlhausen bisher in dieser Saison leidlich verwehrt geblieben ist: ein Sieg gegen einen haushohen Favoriten. Der bisherige Tabellenletzte gewann knapp 3:2 beim Zweiten, TTC Grenzau, und schickte die Rote Laterne per Expresssendung zum TTC Hagen. Beide Mannschaften haben nunmehr vier Punkte auf der Habenseite. Zwar nehmen sich die zwei Abstiegsbedrohten im Spielverhältnis nichts (jeweils -17), die Frickenhäuser haben jedoch ein Einzel mehr gewonnen und freuen sich vorerst über Rang neun.

Kurios ist dabei nicht einmal unbedingt, dass die Württemberger in Grenzau ihren zweiten Saisonsieg feiern konnten. Viel mehr überrascht der Zeitpunkt. Vor Wochenfrist hatte der Vorstand des TTC Frickenhausen proklamiert, dass der Verein seine erste Vertretung zum Saisonende aus dem Spielbetrieb der TTBL zurückziehen und in der 2. Bundesliga einen Neuanfang wagen würde. Finanzielle Schwierigkeiten hätten den einstigen deutschen Meister und Europapokalsieger dazu bewogen. „Die Nachricht vom Abschied aus der TTBL scheint wie eine Befreiung für die junge Frickenhäuser Mannschaft gewesen zu sein“, vermutet Alexander Schieke. Doch auch dem Post Trainer dürfte zu Ohren gekommen sein, dass sich nun die Gerüchte verdichten, dass es einen Rückzug vom Rückzug geben könnte. In diesem Fall würden wieder zwei Teams regulär den Gang in Liga 2 antreten müssen – es käme also noch mehr Leben in den Abstiegskampf. Zumindest bis zum 28. Februar. Dann müssen alle Clubs, die in der TTBL spielen wollen, ihre Lizenzbekundungen abgegeben haben. Der achte Platz, den die Mühlhäuser im Moment innehaben, bleibt nach wie vor das Maß aller Abstiegskämpfer.

Deshalb schaut Alexander Schieke auch weniger auf die Nebenschauplätze: „Wir haben alles in eigenen Händen. Deshalb ist es unser Ziel, in den kommenden Spielen Zählbares einzufahren. Gelingt uns das, brauchen wir im Normalfall weder nach Hagen noch nach Frickenhausen schauen.“

Die Gelegenheit zu punkten, die hat der Post SV Mühlhausen schon am Sonntag. Ab 15 Uhr sind die TTF Ochsenhausen zu Gast in der Halle am Kristanplatz. Und obwohl der Play-off-Kandidat (aktuell auf Platz 4) die Bürde des klaren Favoriten trägt, ist Trainer Schieke optimistisch: „Lars Hielscher ist in Topform. Er hat eindeutig die Rolle des Anführers eingenommen und kann dem Team hoffentlich die nötige Sicherheit geben, auch einen der Großen schlagen zu können.“

Neben Hielscher dürfte der Tscheche Bohumil Vozicky gesetzt sein. Für Michal Bardon, der sich ob seiner vielen Einsätze zuletzt eher wie ein Marathonläufer gefühlt haben muss, rückt gegen Ochsenhausen der Lette Matiss Burgis zurück in die Startaufstellung. Er hatte die letzten Spiele, so auch beim 2:3 in Saarbrücken, pausiert und sich an der Werner-Schlager-Akademie in Wien intensiv auf den Kampf um den Klassenerhalt vorbereitet. „Ich hoffe, dass bei Matiss der Knoten endlich platzt. Denn dann kann er uns richtig helfen“, sagt Schieke.

An der Außenseiterrolle des Post SV gegen Ochsenhausen ändert das freilich nichts. Aber die Tischtennisfreunde aus Oberschwaben wären nicht die erste Spitzenmannschaft, die im „Hexenkessel“ am Kristanplatz in Mühlhausen ins Stolpern geraten ist.

Die aktuelle Tabelle

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