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Lars Hielscher lässt Postler weiter vom Klassenerhalt träumen

06.01.2015 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Mühlhausens Nummer eins beweist unglaubliche Nervenstärke und führt sein Team zu einem wichtigen 3:1 über Hagen

Mühlhausen. Dem großen Jubel folgte die noch größere Erleichterung – und diese war förmlich greifbar. In einer Nervenschlacht mit dem starken deutschen Nationalspieler Ricardo Walther – nach Abwehr von fünf Matchbällen – hatte sich Lars Hielscher nicht nur knapp 3:2 nach Sätzen behauptet. Er hatte den Post SV Mühlhausen auch zu einem eminent wichtigen 3:1 über den TTC Hagen geführt. Es war der dritte Saisonsieg für die Thüringer in der Tischtennis-Bundesliga, der TTBL. Doch es waren nicht nur die Punkte fünf und sechs für die Mühlhäuser, welche den Abend in der Halle am Kristanplatz zu einem besonderen machten. Es war der wichtige Schritt in Richtung Klassenerhalt, der die Postler samt ihrem enthusiastischen Anhang in eine Art ekstatischen Rausch versetzte.

„Das war einfach unglaublich. Unsere Mannschaft hat bis zum Umfallen gekämpft, die Fans haben uns sensationell unterstützt und wir sind auf einen Nichtabstiegsplatz geklettert“, versuchte Lars Hielscher das Geschehene in Worte zu fassen.

Erster Erfolg der Serie im fünften Durchgang

Dabei fiel Hielscher selbst ein großer Stein vom Herzen: „Endlich habe ich mal ein enges Spiel gewonnen. Und dann auch noch ein derart wichtiges.“ Das 3:2 im Duell mit Walther war der erste Sieg dieser Saison für Hielscher, wenn es über die komplette Distanz ging. Fünf Spiele hatte der deutsche Meister im Doppel bereits 2:3 verloren. Unter anderem gegen Liga-Größen wie Bremens Bastian Steger, Grenzaus Andrej Gacina oder – wie bei der bitteren Hinspielniederlage in Hagen – gegen eben jenen Ricardo Walther (Post verlor mit 1:3).

Doch in den Fokus rücken wollte sich Hielscher nicht: „Das gesamte Team hat einfach wunderbar funktioniert. Wir hatten die nervliche Anspannung besser im Griff als die Hagener Spieler.“

Dies bestätigten auch die hervorragenden Auftritte von Michal Bardon und von Bohumil Vozicky. Der Slowake Bardon – seit Wochen in bestechender Form – lieferte Ricardo Walther einen Großkampf und musste sich mit Pech 1:3 beugen. Eine Gala bot derweil der scheinbar unverwüstliche Vozicky ab. Der Routinier aus Prag zeigte gegen den extra eingeflogenen Taiwanesen Chiang Hung-Chieh ungeheure Flexibilität und lange vermissten Mut zur Offensive. Untrügliche Indikatoren für die wiedererlangte Fitness, die durch einen lange währenden Infekt doch gelitten hatte. Letztlich legte er mit seinem 3:1 über den sichtlich konsternierten Asiaten die Basis für den Sieg, den Lars Hielscher mit seinem 3:1 gegen den Rumänen Ovidiu Ionescu eingeleitet hatte.

„In diesen Spielen hat man gesehen, warum wir mit allen drei Akteuren schon so zeitig in der Saison verlängert haben. Es hat ihnen Selbstvertrauen gegeben“, erklärte Post-Präsident Thomas Baier zufrieden.

In den kommenden Wochen steht für die Postler nun klar auf der Agenda, den achten, den ersten Nichtabstiegsplatz, mit aller Macht zu verteidigen. „Wir können den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen. Vielleicht sogar schon an den nächsten Spieltagen. Insofern uns endlich eine Überraschung gelingt, wir die etwas stärkeren Teams mehr als nur ärgern können“, sagte Baier.

Am 18. Januar ist der Post SV bei Play-off-Kandidat 1. FC Saarbrücken zu Gast, am 25. Januar empfängt man die TTF Ochsenhausen. Dann geht es Schlag auf Schlag. Am 30. Januar reist man nach Bergneustadt, am 3. Februar gastiert man in Fulda.

Bis dahin soll auch die Kaderplanung endgültig abgeschlossen sein. Ein neuer Spieler wird Post – egal ob für Liga eins oder zwei – für die neue Serie verstärken.

Post SV Mühlhausen - TTC Hagen 3:1

Die aktuelle Tabelle

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