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Lichtblick bei Heimniederlage gegen Spitzenteam Saarbrücken

18.09.2014 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Tischtennis-Erstligist Post Mühlhausen muss sich dem Tabellenzweiten 1:3 beugen. Lars Hielscher holt Ehrenpunkt

Mühlhausen. Der Post SV bleibt auch nach dem 3. Spieltag in der Tischtennis-Bundesliga der Herren (TTBL) Tabellenletzter hinter Schwalbe Bergneustadt. Der einzige Neuling in Deutschlands Elite-Klasse hat zwar auch noch keinen Punkt auf der Habenseite, dafür allerdings das um zwei kleine Zähler bessere Spielverhältnis als die Mühlhäuser. Das liegt daran, dass sich die Mannschaft aus Nordrhein-Westfalen bisher teuer verkaufte, gegen die Tischtennisfreunde Ochsenhausen sogar nur 2:3 verlor. Und das eine Woche vor dem großen Kellerduell am Kristanplatz.

Eben dort lieferten die Thüringer, die in ihrem zweiten Jahr in der TTBL nicht so richtig in die Gänge zu kommen scheinen, im Spiel mit dem nicht nur von der Papierform her in jeder Hinsicht zu guten Tabellenzweiten, dem 1. FC Saarbrücken, in der Tat die bisher beste Saisonleistung ab.

Zumindest darf man das von Lars Hielscher ganz getrost behaupten. Der Spitzenspieler der Postler gestaltete den sonst sehr einseitigen Vergleich mit einem bestens gestarteten ETTU-Cup-Sieger 2014 für die nur 170 Zuschauer doch erträglich.

Kurz und schmerzlos war zunächst das erste Kräftemessen – Mühlhausens Matiss Burgis hatte gegen den Portugiesen Tiago Apolonia, Nummer 20 der September-Weltrangliste, nicht den Hauch einer Chance. Bei all der Wertschätzung für die Güteklasse Apolonias: Bei Matiss Burgis vermisste man das dringend notwendige Zerreißen, mit dem ein motivierter Außenseiter den Favoriten fordern sollte (0:3).

Reichlich Biss und Willen legte dafür der zuletzt unglücklich agierende Lars Hielscher in die Waagschale. Gegen den Slowenen Bojan Tokic, ganz bescheidene 105 Plätze besser gelistet in der Weltrangliste als der Postler, zeigte er die wohl beste Leistung im Trikot des Post SV. Entsprechend groß war seine Freude, als das 3:1 nach Sätzen unter Dach und Fach war. Sein Gesichtsausdruck ließ einigen Spielraum zur Interpretation, doch die geballte Jubel-Faust schien signalisieren zu wollen, dass die Serie für ihn nun wirklich beginnen könne.

Das dritte Spiel stand exemplarisch dafür, wie sich Tischtennis in den letzten 20 Jahren entwickelt hat. Der junge Franzose Adrien Mattenet diktierte gegen Post Mühlhausens tapfer kämpfenden Publikumsliebling Bohumil Vozicky vor allem über eine "brutal schnelle" Rückhand das Geschehen. Als sich der Postler im dritten Satz endlich auf seine Tugenden besinnen und zumindest ein wenig ausrichten konnte, ließ sich Mattenet von einer durch seine eigenen Teamkameraden angefachten Debatte mit dem Stuhlschiedsrichter derart befeuern, dass er seinen Gegner in Satz vier deklassierte.

Dass der junge Franzose dabei für viele der Zuschauer einen erschreckend überheblichen Eindruck hinterlassen haben dürfte, mag ihm egal gewesen sein.

Zumal diese Begegnung keine lange Halbwertszeit mehr hatte. Matiss Burgis blieb auch im Vergleich mit Bojan Tokic bloß die Rolle als zweiter Sieger, was der impulsive Lette – nicht zum ersten Mal – unsanft an der Umrandung der Spielbox ausließ.

Dennoch bleibt der Erfolg von Hielscher der große Lichtblick, an dem sich die Postler aufrichten sollten. Zumal am Freitag in Hilpoltstein erst das Achtelfinale des nationalen Pokals wartet. Mühlhausen ist, wohl ohne Burgis, in der Favoritenrolle.

Am Sonntag, am 21. September, erwartet der Post SV dann den TTC Bergneustadt (15 Uhr).

Post SV Mühlhausen - 1. FC Saarbrücken-TT 1:3

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