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Mühlhausen ohne Neuzugänge, aber mit gleichem Ziel: Klassenerhalt

21.08.2014 | Von: Thomas Rudolph (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Tischtennis-Bundesligist empfängt am Sonntag zum Auftakt in der Eliteklasse Werder Bremen am Kristanplatz

Mühlhausen. Bei allen Bundesligisten gab es im Sommer ein kräftiges Stühlerücken. Spieler gingen, Spieler kamen – das Gesicht vieler Mannschaften hat sich im Vergleich zur letzten Saison deutlich verändert. Einzig in Mühlhausen beteiligte man sich nicht am großen Wechselgebaren. Auch in der neuen Spielzeit gehen die Postler in der 1. Tischtennis-Bundesliga mit den bekannten Gesichtern Lars Hielscher, Bohumil Vozicky, Matiss Burgis und Michal Bardon an den Start.

Genaugenommen sogar pro forma nur zu dritt, da der Slowake Bardon als neue Nummer eins in der Zweiten gemeldet wurde, die in der 3. Liga startet. Als Degradierung will Cheftrainer Alexander Schieke die Ummeldung aber nicht verstehen. "Michal hatte gegen Ende der Saison eine kleine Schwächephase. Aber er ist auf jeden Fall Bestandteil des Teams und wird auf seine Einsätze kommen. Durch seine Spiele in der Zweiten kann er sich zudem Selbstvertrauen holen", sagt Schieke. Dabei scheint sogar ein Einsatz am kommenden Sonntag zum Eröffnungsspiel gegen Werder Bremen möglich (15 Uhr).

Die Bescheidenheit und Lockerheit haben sich die Postler auch nach der anstrengenden abgelaufenen Spielzeit bewahrt. Der Klassenerhalt, der durch einen Sieg in Plüderhausen am letzten Spieltag perfekt gemacht wurde, hat an der Grundhaltung nicht viel geändert. Dass die Thüringer nun ein weiteres Jahr erstklassig spielen können, war so nicht unbedingt zu erwarten. Als der Klassenerhalt dann doch erreicht wurde, machten die Verantwortlichen um Manager Thomas Baier schnell Nägel mit Köpfen. Die Verträge mit den Spielern, deren Papiere ausliefen, wurden verlängert. Einerseits, "weil sich die Jungs das verdient haben", wie Baier sagt. Andererseits bleibt die realistische Erkenntnis, dass sich der Klub namhafte Akteure schlichtweg nicht leisten kann. "Das gibt unsere arme Region nicht her", stellte Baier unlängst fest.

Betrübt ist man über diese Situation aber nicht. Denn das angestrebte Ziel Klassenerhalt muss trotz aufgerüsteter Konkurrenz keine Utopie sein. "Es wird sehr schwer für uns, aber nicht unmöglich. Ich hoffe nur, dass wir diesmal vom Verletzungspech verschont bleiben", sagte Schieke und spricht damit vor allem auf die Misere von Hielscher an, der lange wegen Schulterproblemen fehlte und den Postlern erst gegen Ende der Saison helfen konnte. "Bleibt er gesund, sind wir stärker als in der Vorsaison", sagt Schieke.

Diese sind aber überwunden, und im Trainingslager im lettischen Liepaja holten sich die Postler den Feinschliff. "Zuletzt haben wir schon wettkampfspezifisch trainiert", sagt Schieke, nachdem seine Schützlinge zuvor unter anderem auch ihre ersten Erfahrungen mit dem neuen Plastikball machen konnten. "Er ist ein wenig größer, man kann nicht mit so viel Rotation spielen", so Schieke, der am heutigen Donnerstag die Akteure in Mühlhausen erwartet. Im Training wird noch einmal drei Tage geschwitzt, ehe am Sonntag der Ligabetrieb startet.

Bremen konnte letztes Jahr als Meister überraschend bezwungen werden, und auch wenn die Gäste diesmal wieder als klarer Favorit gelten, bleibt Schieke locker. "Zum Saisonstart sind alle nervös. Das könnte unsere Chance sein." Nach dem Heimspiel müssen die Mühlhäuser auf Reisen gehen, sind am 10. September (Mittwoch) um 19 Uhr in Hagen gefordert. "Auch wenn Hagen von der Papierform her besser ist, könnte das schon ein Vier-Punkte-Spiel für uns sein", sagt Schieke. Hagen, welches sich letzte Saison ebenfalls lange im Abstiegskampf befand, gilt als möglicher schlagbarer Konkurrent.

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