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Mühlhäuser haben Finalrunde im Blick

09.05.2014 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren, Lars Hielscher

Tischtennisspieler des Post SV sind am Samstag im Inter-Cup in Seligenstadt gefordert. Hielscher macht sich über WM-Abschneiden Gedanken

Mühlhausen. Mit Interesse verfolgte Lars Hielscher das Mannschafts-WM-Finale der Deutschen gegen China (1:3) vor dem Bildschirm. Die Nummer eins des Post SV Mühlhausen flog diesmal nicht mit nach Japan, sondern blieb in Deutschland.

Hier bereitet sich Hielscher, der am heutigen Freitag seinen 35. Geburtstag feiert, auf das Inter-Cup-Duell der Mühlhäuser in Seligenstadt vor. Beim Meister der Regionalliga West müssen die Thüringer am Samstag (19 Uhr) bestehen, um ins Final-4-Turnier einzuziehen und sich so die Möglichkeit offenzuhalten, den Titel zu verteidigen.

Bevor die Deutschen nach Japan flogen, agierte Hielscher – der beim Deutschen Tischtennis-Bund als Assistenztrainer fungiert – unter anderem als Trainingspartner für Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov. "Beide haben sehr stark gespielt, aber die Chinesen können immer noch einmal ein wenig zulegen. Ihre Schlaghärte ist einzigartig", sagt Hielscher über das Finale, in dem die Deutschen gegen die Übermacht gut mithielten, letztlich aber keine Chance hatten.

So gut Silber auch ist – Gold wird für Chinas Herausforderer Nummer eins wohl auch in Zukunft kaum möglich sein. "Wenn man das Finale gesehen hat, weiß man, dass wir nur gewinnen können, wenn Timo und Dimitrij am obersten Level spielen und bei den Chinesen nicht alles passt", so der amtierende deutsche Meister im Doppel. Zumal bei dieser Dreierkonstellation einer Team-WM der dritte Spieler – in dem Fall Patrick Franziska – ohne Siegchance antrat. Hier konnten es sich die Chinesen sogar leisten, ihr Team so umzubauen, dass die Nummer eins der Welt Gegner von Franziska wurde. Wie die Konstellation dann aussieht, dürfte klar sein.

Neben der spielerischen Klasse sieht Hielscher aber auch andere Vorteile im Reich der Mitte. "Sie haben ganz andere Möglichkeiten als wir. Dort werden zwei Monate vor wichtigen Wettkämpfen alle Athleten zusammengebracht, um sich ideal vorzubereiten. In Europa wird zu dieser Zeit noch Bundesliga oder andere Wettkämpfe gespielt", weiß Hielscher. Zudem seien die Trainingsumfänge deutlich größer als im Rest der Welt. Hielscher konnte sich davon selbst ein Bild machen, als er 1998 mit der Nationalmannschaft in Peking weilte.

Da zudem immer wieder tolle Talente nachrücken, scheint die Goldmedaille auch auf die nächsten Jahre verplant. Oder doch nicht? "Dimitrij hat es mit unglaublich viel Fleiß und Ehrgeiz geschafft, in die Weltspitze vorzurücken. Vielleicht kann er bei Olympia ganz oben stehen", hofft Hielscher. Dort nämlich dürfen „nur“ drei Chinesen starten – und Ovtcharov zeigte unlängst, dass er mithalten kann. Ob es aber zum ganz großen Wurf reichen könnte, bleibt abzuwarten. "Er müsste mindestens zwei Mal eine absolute Weltklasseleistung zeigen, um sich durchzusetzen", so Posts Nummer eins.

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