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Post SV schnuppert mit Mannschaft und Fans ein weiteres Jahr Erstligaluft

09.04.2014 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Aufsteiger aus Mühlhausen erntet nach dem 3:0 in Plüderhausen reichlich Lob aus der Tischtennis-Szene und lässt Kritiker vorerst verstummen

Mühlhausen. Die vielen Gratulationen kamen aus ganz Tischtennis-Deutschland: via Mobiltelefon, über die vereinseigene Homepage, in den einschlägigen sozialen Netzwerken sowie mittels Kurznachrichten. Während die Fans des Post SV Mühlhausen vor der Hohberg-Sporthalle zu Plüderhausen stimmgewaltig das "Wunder Klassenerhalt" feierten, ihre Mannschaft hochleben ließen und das eine oder andere Gläschen Sekt geleert wurde, freuten sich Sympathisanten des Aufsteigers aus Mühlhausen von Schlotheim im heimischen Unstrut-Hainich-Kreis bis Grünwettersbach bei Karlsruhe.

"Wir haben euch fest die Daumen gedrückt. Das war eine tolle Leistung", zollte Armin Freiburger vom langjährigen Zweitliga-Gegner der Postler, ASV Grünwettersbach, seinen Respekt.

Grund für eine kleine Doppelfeier gab es indes in Schlotheim. Der Zweite der Seilerstädter war auf der Zielgerade der Klassenerhalt in der 1. Bezirksliga gelungen, dann wurde per Live-Übertragung der Nachbar aus Mühlhausen unterstützt. "Wir haben wirklich sehr gestaunt. In dieser Drucksituation eine solche Vorstellung abzuliefern, das ist aller Ehren wert. Wir haben uns auf jeden Fall sehr für Post gefreut", verriet Schlotheims Tischtennis-Chef Norwin Koch.

Doch mit einer Aussage sollte der Schlotheimer, dessen Team als Oberligameister den Aufstieg in die Regionalliga wagen wird, noch mehr Recht behalten. "Die bisher größten Kritiker und Unzufriedenen sind jetzt die ersten Schulterklopfer. Sie haben doch schließlich immer gewusst, dass die Mannschaft die Qualität hat, die Klasse zu halten."

Norwin Koch spricht da wohl allen Verantwortlichen des Post SV aus dem Herzen. Die Kritik, teilweise reichlich unverschämte, hatte sich vor diesem historischen 3:0 beim Tabellenschlusslicht Plüderhausen gehäuft. Lars Hielscher – trotz der deutschen Meisterschaft im Doppel – wurde von einigen wahren "Experten" einfach die Güteklasse abgesprochen. Alexander Schieke sollte als Trainer abgelöst werden – als wäre Tischtennis etwa mit Fußball zu vergleichen.

"Wir haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Die Spieler hatten in der schwierigsten Situation am Tisch die richtige Antwort für alle Kritiker parat", sagte Abteilungsleiter Thomas Baier noch in Plüderhausen.

Dass es in der Rückrunde unruhiger wurde, lag nicht alleine an der langen Negativserie. "Die gute Hinrunde hat zwar für viel Euphorie gesorgt, doch dadurch wurde auch die Erwartungshaltung plötzlich eine andere. Siege wie gegen Bremen lassen sich jedoch nicht x-beliebig wiederholen", erklärte Thomas Baier.

Umso erstaunlicher waren im Duell mit Plüderhausen deshalb zwei Dinge: Die Lockerheit der drei Spieler und der unermüdliche Einsatz der 30 mitgereisten Post-Fans. "Die Mühlhäuser haben sich diesen Sieg absolut verdient, denn der Kopf war ganz entscheidend. Sie sind mit dieser Situation besser klargekommen, haben freier aufgespielt. Wir waren eher gelähmt", lobte Matthias Landfried, Trainer der Plüder-häuser, die Postler, die über die volle Distanz – fast drei Stunden für drei Einzel – in sensationeller Manier angefeuert wurden.

"Das habe ich auswärts noch nie erlebt. Einfach unbeschreiblich", zeigte sich Lars Hielscher überwältigt. Er, der so lange Verletzte, hatte gegen den stark einzuschätzenden Kim Jung Hoon den ersten Liga-Sieg im Post-Trikot gefeiert und war "zehn Kilogramm" leichter. Für Hielscher, Matiss Burgis, Michal Bardon, Bohumil Vozicky, Michal Bardon, Petr David und Trainer Alexander Schieke ist die Saison jedoch noch nicht beendet. Wohl am 10. Mai geht es im Viertelfinale des TT-Intercups in Seligenstadt um das "Final Four".

Und, nach einem Atemholen, geht es im Hintergrund rasch an die Planung der neuen Saison.

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Kommentare

  • Volker Fritzlar, 11.04.2014
    Herzlichen Glückwunsch an die Mannschaft und den Trainer aus Thailand von einem ehemaligen Schlotheimer.
    Super, dass komplette Spiele auf der Webseite anzuschauen sind.
    Weiter so im nächsten Jahr

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