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Wahrscheinlichkeitsrechnung vor dem wichtigsten Spiel des Jahres

15.03.2014 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Tischtennis-Erstligist Post SV Mühlhausen empfängt Mitaufsteiger TTC Hagen am Sonntag zum großen Abstiegs-Krimi

Mühlhausen. Tauschen möchte dieser Tage mit Post-Trainer Alexander Schieke wohl niemand. Wer spielt, wer setzt aus, welche Position besetzt man wie richtig, welches System passt am besten, oder wechselt man gar nach der Pause noch auf einer der ersten beiden Positionen? Fragen über Fragen vor dem Heimspiel des Jahres für Tischtennis-Erstligist Post SV Mühlhausen.

Duell der Aufsteiger, Abstiegs-Krimi, großes Endspiel um den Verbleib in der nationalen Elite-Klasse – klangvolle Namen lassen sich viele finden für die Partie Mühlhausen gegen Hagen. In nüchterner Betrachtung nur ein TTBL-Spiel, doch für beide Vereine schon zukunftsweisend.

Diesen Fakt würde ein neutraler oder gar kenntnisloser Blick auf die Tabelle schonungslos offenlegen: Der TTC Hagen ist mit 8:22 Zählern sowie einem Spielverhältnis von -18 Achter und in einer durchaus positiv stimmenden Grundsituation. Post hat indes 6:24 Punkte und -26 vorzuweisen, ist – auch im gegebenen Fall, lediglich der Zehnte würde absteigen – als Neunter noch in einer gewissen Heimsieg-Pflicht.

Doch einer bleibt relativ gelassen: Alexander Schieke. Besonderen Druck verspüre er keinen, auch wenn es um sehr viel geht – die Hauptlast tragen offensichtlich seine Spieler. Zumindest jene, denen er am morgigen Sonntag, ab 15 Uhr das volle Vertrauen schenken wird.

"Natürlich gibt es für mich ein paar zentrale Sachen zu beachten. Obwohl die Aufstellungen immer eine Art Wahrscheinlichkeitsrechnung ist. Der Unsicherheitsfaktor ist die Frage, wie der Gegner aufstellen wird", erklärt Schieke das Dilemma.

Weiter in die Karten schauen lässt sich Schieke jedoch nicht – wohl aber hat das Trio, das beim TTC Grenzau ebenso knapp wie unglücklich mit 1:3 unterlag, die besten Chancen. Also: Bohumil Vozicky, Lars Hielscher und Michal Bardon sollen, mit dem heimischen Publikum im Rücken, die schwere Aufgabe angehen.

Doch was ist mit Matiss Burgis? "Er ist aus Gästesicht ganz eindeutig der gefährlichste Spieler. Es birgt in seiner momentanen mentalen Verfassung aber auch ein gewisses Risiko", wägt Schieke nach wie vor ab.

Bahnbrechende Erkenntnisse aus dem heutigen Duell im Achtelfinale des Intercups mit Hasselt – ab 18 Uhr am Kristanplatz – verspricht sich der Coach nicht. "Das Leistungsgefälle dürfte zu groß sein. Hagen ist ein anderes Kaliber", meint Schieke.

Stimmt, da war ja auch noch ein Gast, der auf die Postler wartet. Ein hoch motivierter, der am heutigen Samstagnachmittag in Mühlhausen bereits zur Eingewöhnung trainieren wird. Jonathan Groth, Ovidiu Ionescu und Maharu Yoshimura heißen die Akteure, die Gäste-Trainer Andreas Fejer-Konnert wird aufbieten. Und sie haben ein ähnliches Talent wie die Postler: Favoriten ärgern. Ob das gegen eine gleichstarke Mannschaft reichen wird, das muss sich aber erst zeigen.

Die aktuelle Tabelle

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