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Lars Hielscher holt deutschen Meistertitel nach Mühlhausen

04.03.2014 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren, Lars Hielscher, Erik Schreyer, Turniere

Tischtennisspieler des Post SV gewinnt an der Seite von Bastian Steger Gold in der Doppel-Konkurrenz der Herren

Wetzlar. Genau eine Woche zuvor hatten sich Lars Hielscher und Bastian Steger in der Halle am Kristanplatz beim Tischtennis-Erstligaspiel Post SV Mühlhausen gegen Saarbrücken (0:3) als Kontrahenten gegenüber gestanden. In der Rittal-Arena zu Wetzlar sanken sich die Freunde jedoch wieder in die Arme. Es war vollbracht – das 4:1 im Endspiel über Benedikt Duda und Steffen Mengel (Bergneustadt/TTC Frickenhausen) ließ ihren Traum vom erneuten nationalen Meistertitel im Herren-Doppel wahrwerden. Es war die vierte Goldene für Lars Hielscher und Bastian Steger im Verbund – sie hatten in Minden (2006) und Bamberg (2011) sowie in Berlin (2012) gewonnen. Für Hielscher war es sogar schon der sechste DM-Doppeltitel – allerdings der erste im Trikot der Mühlhäuser.

Der Weg zu diesem Triumph war aber nicht ohne Hindernisse. Der klar favorisierten, topgesetzten Paarung wollten vor allem die Jüngeren gerne die Suppe versalzen. Den ersten Widerstand gab es im Viertelfinale zu brechen, der starke Fuldaer Ruwen Filus von Erstliga-Spitzenreiter TTC Fulda und der zuletzt wiedererstarkte Ricardo Walter von der Borussia aus Düsseldorf wollten sich nicht so einfach aus dem Wettbewerb werfen lassen – Hielscher/Steger hatten einen 0:2 Rückstand zu drehen (4:2).

Auch in der Vorschlussrunde erwiesen sich Lennart Wehking (Köln) und Nico Christ (TV Hilpoltstein) als äußerst harte Nuss (4:2), ehe dann im Endspiel drei sehr knappe Satzausgänge eine Vorentscheidung zugunsten der neuen Titelträger fällten.

Für Lars Hielscher hatte diese Goldmedaille im Doppel sicherlich auch eine doppelt heilsame Funktion. Nicht nur als Beweis für sich und seinen Mühlhäuser Verein, dass er nach einer mehrmonatiger Verletzungspause zu alter Stärke zurückfinden kann. Nein, vielmehr war der Titel ein großes Trostpflaster für das zeitige Aus mit Herren-Einzel.

In der 1. Hauptrunde war bereits Endstation für den 34-Jährigen: 3:4 hieß es gegen Erik Bottroff von Borussia Dortmund, einen stets gefährlichen, weil talentierten, aber sicher schlagbaren Zweitligaspieler. Die fehlende Wettkampfpraxis und Ballsicherheit trugen dazu wohl bei.

Ebenfalls in Runde eins musste der zweite Postler bei den 82. deutschen Titelkämpfen, Regionalligaakteur Erik Schreyer, die Segel streichen – gegen den alles überragenden neuen Meister im Einzel, Dimitrij Ovtcharov.

Einerseits großes Lospech, jedoch andererseits auch vermeidbar: In der Qualifikation – je 32 nicht gesetzte Damen und Herren musste sich dieser stellen – begann Schreyer furios und besiegte Christoph Schüller (Bad Königshofen) 3:1. Gegen Frederick Jost (Weinheim) hatte er alle Möglichkeiten auf den Gruppensieg, unterlag aber mit 2:3.

Das klare 3:0 über den Berliner Marcus Hilker nutzte nichts, als Zweiter der Vorrunde würde der Mühlhäuser auf einen absoluten Topfavoriten treffen. Dass es das Duell gegen Deutschlands Nummer eins sein würde, hatte schon etwas Positives. Schließlich trifft man nicht jeden Tag im vor auf einen Ovtcharov (0:4).

Im Doppel – mit dem Jülicher Hermann Mühlbach – war auch nach dem ersten Spiel Schluss.

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