Aktuelles

Tischtennis-Erstligist kann positives Halbzeitfazit ziehen

12.12.2013 | Von: Thomas Stecher (Quelle:Thüringer Allgemine))
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Post SV Mühlhausen steht nach dem Heimsieg über Plüderhausen mit sechs Punkten auf einem Nichtabstiegsplatz

Mühlhausen. "Ich glaube, unsere Zuschauer haben es sehr viel schneller realisiert als die Spieler. Unsere Mannschaft, das Umfeld, der gesamte Verein und die tollen Fans, alle haben die letzten Monate Außergewöhnliches geleistet", zog Post-Trainer Alexander Schieke über die ersten 1574 Minuten in der Tischtennis-Bundesliga Bilanz.

Nach neun Spielen der Hinserie steht der Aufsteiger aus Thüringen mit bereits sechs Punkten auf dem achten Rang – Nichtabstiegsplatz. Mit Hagen (3:2) und vorgestern in eigener Halle am Kristanplatz mit dem SV Plüderhausen (3:2) wurden die beiden ärgsten Widersacher im Kampf um den Klassenerhalt in den direkten Duellen distanziert.

Der dritte Erfolg wurde – von der Papierform quasi unmöglich – gegen den amtierenden deutschen Meister, Werder Bremen, eingefahren. Und das, wie leidlich oft, ohne Neuverpflichtung und Topspieler Lars Hielscher. Er laboriert an einer langwierigen Schulterverletzung – normal der Genickbruch für einen Aufsteiger ohne die ganz großen Namen im Kader.

Doch wider die Unkenrufe im Vorfeld, mit Akteuren wie Matiss Burgis, Michal Bardon und vor allem dem in der Weltrangliste lange Zeit nicht mehr geführten Bohumil Vozicky könnte die Mühlhäuser nicht einmal den kleinsten "Blumentopf" gewinnen, begeisterten gerade diese Drei mit Spitzenleistungen – die Bilanzen können sich sehen lassen. Burgis steht 4:8, Bardon, der als erster Postler der Saison gegen Plüderhausen beide Einzel gewann 5:6 und Vozicky mit 4:4 sogar ausgeglichen.

"Was die Jungs da leisten, das ist einfach nur einmalig, absolut fantastisch", gerät Thomas Baier, Abteilungsleiter des Post SV, ins Schwärmen. Obgleich er genau weiß: Das dürfte erst die halbe Miete zum Ligaverbleib sein.

Die Rückrunde ist noch exakt neun Spieltage lang; es kann viel passieren. Zurücklehnen ist also nicht nur verboten, sondern gar nicht möglich. Am kommenden Sonntag ab 15 Uhr ist mit Fulda der aktuelle Tabellenführer Gast in der Halle Kristanplatz.

"Wir waren im Hinspiel nicht chancenlos, wir werden auch im Rückspiel Chancen haben", sagt Erfolgstrainer Schieke selbstbewusst. Wohl wissend, dass Fulda mit zwei Abwehrspielern anreisen wird. Wang Xi und Ruwen Filus dürfte die kleine Post-Halle nicht entgegenkommen.

Und die im Schnitt 377 Fans (Platz 5 der Liga) dürften auf die nächste Überraschung lauern.

Kommentar:

Kaum Spiele im Schnelldurchgang

Durchschnittlich 174,8 Minuten dauert eine Partie der Mühlhäuser in der Tischtennis-Bundesliga (TTBL). Die Befürchtungen, das Spielsystem zu dritt statt wie in den letzten Jahre in 2. Liga und Regionalliga zu sechst würde die Genusszeit des reinen Tischtennis erheblich verringern, erweisen sich als voreilig. Wenigstens beim ersten Fazit nach gut überstandener Hinserie. Dass ein Tischtennis-Spiel mit den Postlern auch in einen Vier-Stunden-Krimi ausufern kann, davon durfte sich am Sonntag gegen Plüderhausen auch Thüringens Justizminister Holger Poppenhäger überzeugen. Der Ehrengast blieb bis zum letzten Ball und war von der Stimmung schwer angetan.

Jetzt bookmarken:del.icio.usgoogle.comLinkaARENAMister WongFacebook TeilenTwitter

Kommentare

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Verfassen Sie einen Kommentar

  • CAPTCHA Bild zum Spamschutz
    Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
  • * ... Pflichtfelder

Kalender

« März 2021 »
MoDiMiDoFrSaSo
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031