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Übermächtige Württemberger

04.12.2013 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Tischtennis-Erstligist Post Mühlhausen kommt beim starken TTC Frickenhausen mit 0:3 buchstäblich unter die Räder. Trainer Alexander Schieke mit kämpferischer Einstellung dennoch zufrieden. Plüderhausen im Hinterkopf

Frickenhausen. "Auf ihn hat die Schwerkraft ganz offensichtlich keinen Einfluss", mutmaßten einige von den nach Baden-Württemberg mitgereisten Post-Fans. Sie hatten den weiten Fahrtweg auf sich genommen, um die Postler bei ihrer schweren Auswärtsaufgabe gegen den TTC Frickenhausen und seinen übermächtigen Spitzenmann Koki Niwa zu unterstützen.

Der kleine, aber doch lautstarke Tross aus Thüringer sah dann eine Tischtennis-Gala, die mehr als das Gütesiegel der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) verdiente. Für diese zeichnete aber in erster Linie eben jener japanische Ausnahmespieler im Trikot der Gastgeber verantwortlich.

Im ersten Duell des 8. Spieltages beim Tabellenvierten hatte Bohumil Vozicky das Vergnügen, für den Post SV gegen Koki Niwa in den Ring zu steigen.

Bescheidene 217 Plätze trennen beide Spieler in der November-Weltrangliste, und Vozicky spielte keineswegs schlecht. Das letztendlich deutliche 4:11, 3:11 sowie 6:11 gegen den Tschechen zeigt nur bedingt die Klasse der Leistung auf. Eine Vielzahl langer und sehenswerter Ballwechsel kennzeichnete das ungleiche Duell der Generationen. Der 19-jährige Linkshänder aus Tomakomai auf Hokkaido hatte aber so gut wie immer das bessere Ende für sich reserviert.

Heimspiel gegen Letzten kann trotzdem kommen

"Ich habe gehört, dass es sein Ziel ist, Einzelgold bei Olympia zu holen. Das kann er schaffen. Er ist unglaublich leichtfüßig, im Wechsel vom passiven ins aktive Spiel macht er kaum Fehler", geriet selbst Mühlhausens Trainer Alexander Schieke über Koki Niwa ins Schwärmen, obwohl er sicher das 1:0 für die Hausherren einfuhr und das schnelle Ende der Partie einläutete.

Im zweiten Einzel biss sich die Mühlhäuser Nummer 1, Matiss Burgis, gegen die giftige Abwehr des für die Slowakei spielenden Chinesen Wang Yang buchstäblich die Zähne aus. "Wang spielte sehr konzentriert. Sein sonstiges Phlegma war gegen uns nicht zu spüren, seine Schnittwechsel aber ebenfalls nicht. Er hat Matiss nie zur Entfaltung kommen lassen", sagte Schieke.

Bei 0:2 durfte der zuletzt nervenstarke Slowake Michal Bardon den amtierenden deutschen Einzelmeister der Herren, Steffen Mengel, fordern. "An einem besseren Tag kann Michal auch Mengel besiegen. Zumindest hat er uns die Höchststrafe erspart", quittierte Schieke das 1:3 seines Schützlings. Er konnte zwar das 0:3 nicht verhindern, wenigsten aber das 0:9 nach Sätzen.

"Wenn du als Außenseiter in eine Saison gehst, kann eine deftige Niederlage durchaus passieren. Bisher ist uns das erspart geblieben. Mir ist es jedoch lieber, man gerät gegen einen Favoriten unter die Räder, als gegen direkte Konkurrenz", so Schieke mit Blick auf das Spiel gegen Plüderhausen am nächsten Sonntag.

TTC matec Frickenhausen - Post SV Mühlhausen 3:0

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