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Michal Bardon avanciert in aller Stille zum Helden von Hagen

27.11.2013 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Tischtennis-Erstligist Post Mühlhausen darf nach dem 3:2 beim Mitaufsteiger weiter vom Verbleib in der TTBL träumen

Hagen. "Ich habe ihm vor dem dritten Satz gesagt, dass ich fest an ihn glaube. Dass alle auf der Bank der Mühlhäuser fest daran glauben, dass er noch gewinnen kann. Mehr war gar nicht nötig. Die taktische Marschroute war vorher schon besprochen", lüftete Trainer Alexander Schieke das banal klingende Geheimnis eines enorm wichtigen Erfolges für Tischtennis-Erstliga-Neuling Post SV Mühlhausen.

Über drei Stunden hatte es gedauert, ehe das 3:2 über Mitaufsteiger TTC Hagen unter Dach und Fach war. Ein sehr außergewöhnliches Wechselbad der Gefühle und Leistungen war zu überstehen, bevor die zwei existenziell wichtigen Zähler auf dem Konto verbucht waren und mit dem zweiten Saisonsieg der Sprung auf einen der Nichtabstiegsplätze realisiert wurde.

Begonnen hatte das Schlüsselspiel der Hinserie aus Gästesicht mit einer ausgemachten Katastrophe. Der Schläger Michal Bardons hielt der strengen Prüfung der Schiedsrichter nicht stand – die aufgezogenen Beläge waren minimal dicker als erlaubt. Bardon musste sich bei seinem verletzten Mannschaftskameraden Lars Hielscher regelkonformes Material "ausborgen" und kam überhaupt nicht ins Spiel. Jonathan Groth, ein talentierter jedoch nicht unschlagbarer Däne, düpierte den Postler 3:0.

Der Druck lastete nun auf den Schultern der Mühlhäuser, Hagen schien leicht im Vorteil. Matiss Burgis fand gegen den Japaner Maharu Yoshimura den passenden Mittelweg zwischen aktiven und passiven Schlägen; er hielt 3:1 die Oberhand.

Was nach der etwa 15-minütigen Pause folgte, war wohl eines der besten Einzel der bisherigen Serie in der Tischtennisbundesliga (TTBL). Der Tscheche Bohumil Vozicky für Mühlhausen und der Rumäne Ovidiu Ionescu brannten ein atemberaubendes Offensivfeuerwerk ab.

"Er hat stabil auf einem hohen Niveau gespielt. Ionesu traf teilweise zwar die besseren Bälle, jedoch fehlte ihm diese Grundsicherheit, die Bohumil eben auszeichnet", lobte Schieke. 3:1 behauptete sich der Mann aus Prag – 2:1 lagen die Postler in Front.

"Ich war mir in dieser Phase sicher, dass Matiss in seinem zweiten Einzel alles klar macht", so Schieke. Doch der lettische Nationalspieler im Post-Trikot setzte sich vor allem selbst spürbar unter Druck, und er zerbrach im Vergleich mit dem für ihn absolut schlagbaren Jonathan Groth an dieser auferlegten Bürde. Ein 2:1 in den Sätzen reichte (noch) nicht zum Erfolg und zum erlösenden 3:1 für die Thüringer.

Im fünften und letzten Einzel des Tages sah es dann lange Zeit so aus, als würden die Postler erneut und trotz bester Chancen mit leeren Händen dastehen. Erinnerungen an das Spiel gegen den TTC Grenzau wurden wach – man hatte 2:0 geführt und war beim 2:3 noch abgefangen worden. Beinah aussichtslos lag Michal Bardon gegen Maharu Yoshimura zurück – 0:2 nach Sätzen, 3:7 im dritten Durchgang.

Doch der Slowake schien sich nun an die positiven Worte seines Trainers zu erinnern, nutzte kleine Fehler des Japaners und "klaute" sich diesen und auch den folgenden Satz noch – 2:2.

5:1 führte der nach einer Grippe konditionell abbauende Japaner im Fünften noch, dann zog Bardon unwiderstehlich davon.

TTC Hagen - Post SV Mühlhausen 2:3

Die aktuelle Tabelle

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