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Zwei Punkte trennen Postler vom zweiten Heimerfolg

06.11.2013 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Mühlhäuser Tischtennis-Erstligist unterliegt Grenzau unglücklich 2:3. Auftritt bei Mitaufsteiger Hagen erstes Endspiel

Mühlhausen. Nicht wenige der Tischtennis-Fans in der erstmals in dieser Bundesliga-Saison restlos ausverkauften Post-Halle am Mühlhäuser Kristanplatz sahen vor dem inneren Auge schon die Jubelszenen. Stellten sich – wie schon beim 3:2-Coup über Werder Bremen – vor, wie die Spieler von Erstligist Post Mühlhausen Arm in Arm und laut jubelnd um den Tisch tanzen würden.

Nach 2 Stunden und ziemlich genau 20 Minuten Spielzeit war der zweite Saisonerfolg der Thüringer auch zum Greifen nah. In den ersten beiden Einzeln war es den kampf- und nervenstarken Matiss Burgis und Michal Bardon gelungen, die Postler 2:0 in Führung zu bringen. Burgis rang den zunächst sichtlich nervösen Japaner Masaki Yoshida in fünf Sätzen nieder, Bardon stand im Duell mit dem kroatischen Nationalspieler Andrej Gacina mitnichten zurück. Die 170 Plätze, welche die zwei in der Oktober-Weltrangliste trennen, kratzten den phasenweise so introvertiert wirkenden Slowaken im Trikot der Gastgeber ebenso wenig wie die Höchststrafe im Vierten.

11:0 hatte Gacina, die Nummer 35 der Welt, den gewonnen und zum 2:2 ausgeglichen. Doch Bardon schlug zurück. "Ich hatte in der Satzpause vor dem letzten Durchgang keine gesonderte Aufbauarbeit zu leisten. Michal wusste genau, dass er über genügende Reserven verfügt, uns mit 2:0 in Führung zu bringen", sagte Post-Trainer Alexander Schieke. Tatsächlich behielt Baron in fünf Sätzen die Oberhand. Nach der gut 15-minütigen Pause sollte der Tscheche Bohumil Vozicky gegen Landsmann Lubomir Jancarik den "Sack zubinden" – er avancierte jedoch zum tragischen Helden dieser Partie.

Sonst als Spezialist für die großen Aufholjagden berühmt und gefürchtet, führte Vozicky rasch 2:0 nach Sätzen. Der Post SV lag dicht vor dem zweiten Sieg. Jancarik stellte sich aber immer besser auf die ungewohnten Bedingungen in Mühlhausen ein und gewann Durchgang 3. Im vierten Satz – beim Stand von 10:10 – fehlten Vozicky nur zwei Zähler zur kollektiven Glückseligkeit. Sein Kontrahent behielt die Nerven, egalisierte nach Sätzen, siegte letztlich mit 3:2.

"Man kann Bohumil im Nachhinein keinen Vorwurf machen, er hat alles versucht", so Schieke – obwohl das gesamte Duell gekippt war, nun alles sehr schnell ging. Grenzau hatte Oberwasser und in der 2. Runde die viel günstigere Konstellation. Andrej Gacina, Grenzaus Nummer 1, ließ sich kein zweites Mal düpieren, besiegte Burgis letztlich souverän. Bardon fand gegen Yoshida kein probates Mittel – die Gäste aus dem Westerwald siegten mit 3:2, die Postler waren verständlicher Weise untröstlich.

"Im Vorfeld hätten wir uns sicherlich über ein derart offenes Spiell gefreut. Nach diesem Verlauf ist es aber sehr ärgerlich, die Punkte nicht auf der Habenseite verbuchen zu können", erklärte Schieke, der mit seinem Team in der Tabelle der 1. Bundesliga auf dem letzten Platz bleibt. Am 24. November – sonntags zur ungewöhnlich späten Stunde – stehen die Postler bei Mitaufsteiger TTC Hagen nun vor dem ersten kleinen Endspiel der Saison. Ab 18 Uhr heißt es hellwach zu sein.

Eine gute Nachricht erreichte den Post SV aber doch. Bohumil Vozicky bleibt trotz seiner vier Erstliga-Einsätze, zumindest für die Hinrunde, für die Mühlhäuser Reserve in der Regionalliga spielberechtigt. Eine Lücke des Regelwerks ermöglicht dies.

Post SV Mühlhausen - TTC Zugbrücke Grenzau 2:3

Die aktuelle Tabelle

Fotostrecke Post SV Mühlhausen - TTC Zugbrücke Grenzau

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