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Mühlhausen gelingt die Sensation

01.10.2013 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Neuling zwingt in der Tischtennis-Bundesliga mit Werder Bremen den deutschen Meister mit 3:2 in die Knie.

Mühlhausen. An Wunder darf man vor allem im Sport immer wieder glauben. Doch wenn sie dann tatsächlich eintreten, ist es umso schöner. Von der Papierform her weit mehr als nur krasser Außenseiter, hat der Post SV Mühlhausen am 4. Spieltag der Tischtennis-Bundesliga eben ein solches Wunder realisiert.

Unter frenetischem Jubel setzten sich die Thüringer in heimischer Halle 3:2 gegen den amtierenden deutschen Meister Werder Bremen durch. Und das ohne die verletzte Nummer 1, Lars Hielscher. "Wenn es so sensationell läuft, dann kann ich noch Monate pausieren", sagte Hielscher kurz nach der faustdicken Überraschung augenzwinkernd. Er hatte das Spiel der Spiele von der Mühlhäuser Bank aus beobachtet, ihn hielt es in den letzten Minuten genau wie den Rest der knapp 350 Fans nicht mehr auf den Sitzen.

Der Tscheche Bohumil Vozicky, beim 1:3 bei Rekordmeister Borussia Düsseldorf mit seinem Punkt schon der Ehrenretter der Mühlhäuser, kämpfte im letzten Duell den nervlich labilen rumänischen Ausnahmekönner Adrian Crisan mit 3:1 nach Sätzen nieder. Das so häufig beschworene Wunder von der Weser fand in diesem Fall an der Unstrut statt.

Denn nicht nur Vozicky gelang es, wider, jede Weltranglistenposition, für Furore zu sorgen. Am Anfang dieser vermeintlich ungleichen Begegnung – alle, auch die Bremer, hatten wohl mit einem schnellen Ausgang gerechnet – spielte der zuletzt sehr unsicher wirkende Michal Bardon lehrbuchreifes Tischtennis und entzauberte eben jenen Crisan deutlich mit 3:0.

Die passende Antwort gaben die Gäste aus dem hohen Norden in Person des Weltmeisters im Doppel, Chuang Chih-Yuan. Vozicky im zweiten, Bardon im vierten Einzel hielten stark dagegen, im Endeffekt hatte Werders Topspieler aber immer die bessere Antwort parat und siegte jeweils 3:0 in den Sätzen.

Dem zuletzt so guten, jedoch glücklosen Matiss Burgis – aus taktischen Gründen von Trainer Alexander Schieke an Position 3 aufgeboten – blieb es vorbehalten, das oft zitierte Zünglein an der Waage zu sein. Im engsten Vergleich hielt der Postler den guten Rumänen Constantin Cioti 13:11 im fünften Satz nieder.

Post SV Mühlhausen - SV Werder Bremen 3:2

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