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Ausgebremste Euphorie

28.02.2013 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Tischtennis-Zweitligist Post SV Mühlhausen gewinnt "Geisterspiel" gegen Saarbrückens zweite Mannschaft mit 9:3. Spitzenspieler Matiss Burgis verletzt sich am Fuß und muss aufgeben. Am Wochenende kommt Mainz.

Saarbrücken. Rechnet man Aufwand und Nutzen der Auswärtspartie bei der Erstliga-Reserve des 1. FC Saarbrücken gegeneinander auf, bleibt für Tischtennis-Zweitligist Post SV Mühlhausen wirklich nur noch der 9:3-Erfolg und die zwei Punkte als nacktes Gerüst stehen.

Als wäre die vom Schneechaos erheblich verlängerte und erschwerte Anreise ins Saarland im Vorfeld bereits Aufgabe genug gewesen, so wurde der Spitzenreiter mit einem fragwürdigen Gastgeschenk empfangen. Saarbrücken, der Verein ist immerhin amtierender deutscher Pokalsieger und wirkte vor kurzem noch in der europäischen Königsklasse mit, bot den Mühlhäusern den Sieg quasi auf dem Silbertablett feil. Als Letzter des Klassements von der reinen Papierform wohl ohnehin chancenlos, doch zudem mit einer Aufstellung antretend, die mit semiprofessionellem Zweitliga-Tischtennis wenig zu tun hatte.

Nicht allein wegen den zwei kampflosen Punkten ist die Geschichte dieses Spiels rasch erzählt. Die verbliebenen Stammspieler der Hausherren, allesamt sehr talentiert, wehrten sich zumindest nach Kräften. Das Spitzenduo, Nuytinck/Vanrosomme, besiegte die Kombination Bardon/Schreyer und sorgte für die einzige Führung des FC. Burgis/David egalisierten im Duell mit Indeherberg/Naumann aber umgehend, Vozicky/Pansky als drittes Doppel musste nur den Proforma-Aufschlag tätigen, bevor ihnen der Punkt ohne weiteren Aufwand zugesprochen wurde.

Einen Lichtblick für die immerhin 15 einheimischen Zuschauer – die Post-Fans hatte sich aufgrund der Witterung die weite Fahrt glücklicher Weise gespart – bot Cedric Nuytinck. Der junge Belgier hatte bereits auf der Pro-Tour mit guten Ergebnissen aufgewartet und bestätigte diesen Eindruck mit einem Fünfsatzsieg über Michal Bardon – das 2:2 war dann aber der letzte Gleichstand dieser Partie.

Matiss Burgis, Bohumil Vozicky, Petr David und Post-Routinier Jindrich Pansky meisterten die gestellten Aufgaben mit dem im Vorfeld von Trainer Alexander Schieke geforderten Maß an Konzentration. Den 7:2-Pausenstand bekam der sicherlich wenig zufriedene Erik Schreyer von Saarbrückens sympathischem Manager Klaus Bastian per Handschlag, bevor der Nachmittag für die Postler doch noch ungemütlich wurde. Spitzenspieler Matiss Burgis, gerade aus einem kleinen Formtief heraus, verletzte sich derart am Fuß, dass er in der Partie gegen Nuytinck aufgeben musste. Der Schluss, denn Michal Bardon und Bohumil Vozicky hatten diesen traurigen Vergleich dann umgehend beendet.

Neben den Widrigkeiten, die die Spieler zu meistern hatten, wurde den Fans in Mühlhausen auch noch ein mittlerweile fest in den Liga-Regularien verankerter technischer Luxus verwehrt – der Live-Ticker via Internet. Ohne diesen blieben die Anhänger ungewöhnlich lange im Unklaren, wie sich der Staffelprimus überhaupt schlagen würde.

Keine dramatische Geschichte – für einen Erstliga-Verein jedoch sehr peinlich. Zumal dieses Problem schon Tage vor der Begegnung im Raum stand. Um eine ordentliche Geldstrafe werden die Saarländer wohl nicht herumkommen.

Den Mühlhäusern steht indes nur eine kurze Verschnaufpause zu. Am übernächsten Sonntag, 14 Uhr, empfängt die Schieke-Sechs den FSV Mainz 05 in der heimischen Halle am Kristanplatz. Und erneut ist Konzentration gefordert, denn die Verfolger aus Frickenhausen und aus Weinheim haben am abgelaufenen Spieltag zwar gehörig gewackelt, doch gepatzt haben sie nicht. Außerdem liegt Grünwettersbach, etwas im Mittelfeld versteckt, weiterhin auf der Lauer.

1. FC Saarbrücken TT II - Post SV Mühlhausen 3:9

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