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Eine Hand an der Schale

29.01.2013 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Tischtennis-Zweitligist Post SV Mühlhausen gewinnt Spitzenspiel bei der Reserve des TTC Frickenhausen mit 9:5. Erik Schreyer lässt erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte nur eine Frage der Zeit werden.

Frickenhausen. Der Liveticker zeigte der kleinen Fanschar in der Halle am Kristanplatz schon einige Minuten lang, dass die erste Mannschaft des Post SV Mühlhausen das Spitzenspiel der 2. Tischtennis-Bundesliga bei der zweiten Vertretung des TTC Frickenhausen 9:5 gewonnen hatte. Doch es dauerte noch eine gute Viertelstunde, bis via Handy ein erster Kontakt nach Württemberg stand. Diese Verzögerung hatte einen guten Grund. Die mitgereisten Anhänger gönnten sich die Minuten nach dem Spiel, um den Spieler des Tages zu feiern. "Erik hat uns der Meisterschaft ganz nah gebracht", ließ Uwe Bode, seit über 20 Jahren treuer Post-Fan, wissen. Tatsächlich war Erik Schreyer mit zwei Punkten wesentlich an dem Auswärtssieg beteiligt, der die Postler den vielleicht entscheidenden Schritt in Richtung der ersten Zweitliga-Meisterschaft gehen ließ. Sechs Spiele haben die Mühlhäuser noch zu absolvieren, sechs Punkte Vorsprung auf den TTC Weinheim und auf Grünwettersbach, sogar sieben auf Frickenhausen und Fürstenfeldbruck. Es müsste wirklich mit dem Leibhaftigen zugehen, wenn sich die Postler die Meisterschaft noch nehmen lassen, zumal die gesamte Verfolgergruppe selbst noch gegeneinander spielen muss.

Doch die Sechs von Trainer Alexander Schieke braucht sich gar nicht so sehr an der Konkurrenz zu orientieren. Zumindest nicht, so lange sie ihre eigenen Hausaufgaben mit der bisherigen Sorgfalt erledigt. Das 8:8 gegen Fortuna Passau vor zwei Wochen, schien für diese akribische Arbeit noch einmal sensibilisiert zu haben. Denn in Frickenhausen zeigten die Thüringer von Beginn an, wer ungeschlagener Tabellenführer und wer nur Verfolger ist. Keinen unerwarteten Punkt ergatterten die Gastgeber. Die beiden Spitzendoppel egalisierten ihre Wirkungsgrade. Während Petr David und Matiss Burgis gegen Qiu Liang und Jaka Golavsek nur wenig Mühe hatten, mussten sich Michal Bardon und Erik Schreyer der Kombination Masaki Yoshida und Zolt Sel ebenso klar beugen. Den erhofften ersten Wirkungstreffer landeten Routinier Jindrich Pansky und Bohumil Vozicky im dritten Doppel. Gegen das keineswegs schlechte Duo Qiu Dang und Alfredas Udra setzten sich die beiden Tschechen ganz souverän durch.

Auch die vier Auftaktspiele der ersten Einzelrunde liefen planmäßig. Michal Bardon wehrte sich gegen den starken Masaki Yoshida, mit einer 19:1-Bilanz der überragende Akteur der Südstaffel, tapfer, konnte aber nur zwei Sätze knapp gestalten. Matiss Burgis erfüllte gegen den talentierten Qiu Liang seine Pflichtaufgabe mit viel Souveränität und Bohumil Vozicky besiegte den jüngeren Qiu Dang im Expresstempo. Petr David musste seinem Angstgegner Zolt Sel erneut den Vortritt lassen, verpasste eine Überraschung in der ersten beiden Durchgängen, als er einige Satzbälle ungenutzt ließ. Im unteren Paarkreuz fiel dann die Vorentscheidung. Erik Schreyer überzeugte gegen Jaka Golavsek nach einem 0:1-Rückstand vorbehaltlos, während Jindrich Pansky seine zentrale Rolle für das Team erneut eindrucksvoll unterstrich. Gegen den unbequem agierenden Alfredas Udra lag der tschechische Altmeister scheinbar aussichtslos 0:2 zurück, bevor er gehörig aufdrehte, in den Sätzen egalisierte und schließlich die Gäste mit großer Nervenstärke 6:3 in Führung brachte.

Diese Lücke sollte sich in der zweiten Einzelrunde als zu hohe Hypothek für die Frickenhäuser erweisen. Zwar musste sich Matiss Burgis gegen Masaki Yoshida, der Lette hatte ihm in der Hinrunde die bisher einzige Niederlage beigebracht, beugen, doch Michal Bardon stellte sein gewachsenes Selbstvertrauen unter Beweis. Der slowakische Nationalspieler schraube seine Einzelbilanz 2013 gegen Qiu Liang auf 5:1 und verhinderte ein Aufbegehren der Hausherren. Denn die gaben sich noch nicht geschlagen. Bohumil Vozicky musste die Stärke von Zolt Sel anerkennen und Petr David hatte größte Mühe, Qiu Dang in fünf Sätzen in Schach zu halten. Erik Schreyer blieb es dann verdientermaßen vorbehalten, den Sack zu zubinden. Der Linkshänder glänzte gegen Alfredas Udra, den er aus seiner ehemaligen Trainingsgruppe in Eilenburg bestens kennt, und versetzte die Mühlhäuser in absolute Hochstimmung.

Die Meisterschaft dürfte nun nur noch eine Frage der Zeit sein. Gewinnt man das Heimspiel gegen Weinheim am 17. Februar, sollte die rasante Fahrt des Post-Express in Richtung Tischtennis-Bundesliga nicht mehr aufzuhalten sein.

TTC matec Frickenhausen II - Post SV Mühlhausen 5:9

Die aktuelle Tabelle

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