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Umbau für die Bundesliga

26.01.2013 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: Verein, 1. Mannschaft Herren

Tischtennis-Zweitligist Post Mühlhausen will seine Halle am Kristanplatz für den Aufstieg ins Oberhaus sanieren. Verantwortliche der TTBL signalisieren Bereitschaft für eine Spielgenehmigung. Startschuss soll im April fallen.

Mühlhausen.  Es hätte das perfekte Wochenende für Tischtennis-Zweitligist Post Mühlhausen werden können – hätte. Rückblende: Der Tabellenerste führte am heimischen Kristanplatz nach den Doppel 3:0 gegen den Dauerrivalen von Fortuna Passau und Verfolger Frickenhausen geriet in Fürstenfeldbruck zeitig auf die Verliererstraße. Es mussten keine Rechenexempel statuiert werden. Bei einer Niederlage des Zweiten und einem gleichzeitigen Erfolg der Postler hätte die Mühlhäuser Sechs von Chef-Trainer Alexander Schieke sechs Punkte Vorsprung auf den Hauptkonkurrenten gehabt, weit mehr als eine Vorentscheidung in Richtung Meisterschaft.

Doch es kam alles ein wenig anders. Waren die Frickenhäuser in der Tat so freigiebig, sich einen Ausrutscher zu gönnen, strauchelte der bis dato verlustpunktfreie Primus ebenfalls. 8:8 hieß es am Ende einer spannenden, fast fünfstündigen Partie.

Die "weiße Weste" war mit einem Minuspunkt befleckt, der Sekt wurde vorerst in den Kühlschrank zurückgestellt – jedoch nicht ganz so weit nach hinten. "Das war für uns nur ein kleiner Rückschlag, wir können gut damit leben", sagte Thomas Baier, Abteilungsgleiter des Post SV, mit einer knappen Woche Abstand. Denn am straff gesteckten Fahrplan der Mühlhäuser hat das Remis gegen starke Fortunen nichts geändert. Am Ende dieser Saison soll neben der Meisterschaft auch der Aufstieg in die Tischtennis Bundesliga (TTBL) gelingen. Die Thüringer wären das erste Team aus den neuen Bundesländern, dem dieses Husarenstück, zumindest im Herrenbereich, gelingen würde.

Als müsste dieses große Ziel noch einmal untermauert werden, waren die Verantwortlichen des Vereins unter der Woche nicht untätig. "Wir haben in dieser Wochen die Unterlagen zur Einleitung des Lizenzierungsverfahrens zur TTBL geschickt", erklärt Baier. Und das gut zwei Wochen vor Ablauf der ersten Meldefrist am 31. Januar – ein klares Zeichen, auch an das in dieser Serie so marode, krisengeschüttelte Oberhaus.

Parallel dazu wurden vor Ort, am Kristanplatz in Mühlhausen, sondierende Gespräche mit Nico Stehle, dem Geschäftsführer der TTBL, geführt. "In erster Linie ging es darum, ob wir in unserer heimischen Halle am Kristanplatz auch in der 1. Bundesliga spielen dürfen", erklärt Baier. Denn das ehrgeizige Projekt, einen neuen "Tischtennis-Tempel" in Mühlhausen zu errichten, ist nicht nur auf Eis, sondern ad acta gelegt. "Für einen Neubau wären die finanziellen Eigenleistungen nicht bei den avisierten 700 000 Euro geblieben. Da wäre fast noch ein Drittel Mehrkosten hinzugekommen. Für die Folgejahre war unserem Vorstand dieses Risiko einfach viel zu hoch. Wir haushalten solide, und das soll natürlich bei einem Aufstieg so bleiben", stellt Baier unmissverständlich klar.

Daher wurde ein anderer, viel nahe liegender Schlacht- beziehungsweise Bauplan entworfen. "Mitte April soll der Umbau der Halle am Kristanplatz beginnen. Es soll die gesamte Infrastruktur auf Bundesliganiveau gehoben werden. Neue Tribünen, neuer Boden, neue Nassbereiche. Es soll einfach unser eigenes kleines Schmückkästchen werden", stellt Baier das Konzept vor.

Ein Konzept, das überraschte. Nico Stehle signalisierte bereits zu Wochenbeginn, dass die TTBL absolut gewillt ist, eine positive Entscheidung zu fällen – falls der sportliche Erfolg am Kristanplatz anhält und der Aufstieg wirklich gelingen sollte.

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