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Gala des Herbstmeisters

21.11.2012 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Vor großer Kulisse am Kristanplatz entzaubert Tischtennis-Zweitligist Post Mühlhausen den amtierenden Champion. Gäste aus Grünwettersbach waren nach fast vier Stunden mit dem 9:2 allerdings unter Wert geschlagen.

Mühlhausen. Jedes Tischtennisspiel schreibt seine eigene Geschichte, entwickelt im Verlauf eine spezielle Dynamik. Das gilt für Einzel oder Doppel – aber noch viel mehr für Teamvergleiche. In nur wenigen Ballwechseln, lediglich durch eine Handvoll Punkte kann eine Begegnung in die eine oder eben auch in die andere Richtung kippen.

Dass diesem Allgemeinplatz eine tiefe, manchmal auch dramatische Bedeutung innewohnt, musste der ASV Grünwettersbach, der amtierende Meister in der Südstaffel der 2. Tischtennis-Bundesliga, in Mühlhausen am eigenen Leib erfahren.

Zwar konnten die Gäste, mit großen Erwartungen und einer kleinen Schar Fans angereist, einen bösen Fehlstart in den Doppeln nicht vermeiden. Doch der eigentliche Knackpunkt der Partie sollte erst etwas später folgen. Die Hausherren, knapp 300 Zuschauer hinter sich wissend, begannen furios. Alle drei Paarvergleiche gingen an Mühlhausen – vor allem der 3:2-Sieg von Erik Schreyer und Michal Bardon gegen Lei Yang/Adam Robertson war keinesfalls fest eingeplant.

Doch Wettersbach hatte umgehend die passende Antwort in petto. Lei Yang, deutscher Vizemeister im Einzel vergangener Tage, hatte gegen einen mit sich selbst ständig hadernden Matiss Burgis keinerlei Mühe, während der Waliser Adam Robertson nur bedingt verdient einer Niederlage gegen Michal Bardon entging. Der Slowake im Trikot des Post SV wurde in den ersten beiden Sätzen zwar stellenweise vorgeführt, doch aufgeben kam nicht in Frage – ganz im Gegenteil. Der eher introvertierte Bardon steigerte sich ganz erheblich, egalisierte zum 2:2 und führte sogar im fünften Durchgang mit 10:5. Nun war es aber Robertson, der kühlen Kopf bewahrte, sämtliche Matchbälle in großem Stil abwehrte und die Grünwettersbacher auf 3:2 heranbrachte.

Der ASV hatte nun Morgenluft gewittert und hoffte, gegen die Mühlhäuser Mitte zu punkten. Doch der wieder bärenstarke Bohumil Vozicky stellte sich den keineswegs schlechten Rade Markovic einen Durchgang lang zurecht, um ihn dann deutlich auf Distanz zu halten. Nach diesem 4:2 fiel die Vorentscheidung – der hier noch Dritte im Klassement verpasste den greifbaren Ausgleich. Petr David behielt gegen Geir André Erlandsen seine Nerven bis in die Verlängerung des fünften Satzes im Griff, und Erik Schreyer gelang genau das Kunststück, das Michal Bardon zuvor verwehrt geblieben war. Im Duell mit dem entfesselt beginnenden Marlon Spieß lag der Mühlhäuser bereits 0:2 zurück, ehe er sich auf seine wohl wichtigste Tugend besann – Kampfgeist. Mit sehenswerten Aktionen und unter dem lautstarken Jubel der Fans rang er seinen letztlich völlig erschöpften Gegenüber mit 3:2 nieder. Der fünfte Durchgang war mit 11:1 eine echte Demontage.

Die zwei knappen Siege verfehlten ihre Wirkung nicht. Als dann auch noch Altmeister Jindrich Pansky den sehr risikofreudig agierenden Marcin Miszewski hauchdünn in Schach hielt, war der Widerstand Grünwettersbachs endgültig gebrochen, von dem 2:7 aus ihrer Sicht sollten sie sich nicht mehr erholen.

Matiss Burgis zeigte zu Beginn der zweiten Einzelrunde endlich eine taktisch clevere, mental gefestigte Leistung und gewann gegen Adam Robertson sicher. Michal Bardon entzauberte Yang überraschend klar – 9:2.

"Es war ganz einfach ein richtig geiles Spiel", so Erik Schreyer nach dem Sieg, der die 18:0-Punkte-Herbstmeisterschaft der Mühlhäuser untermauerte.

Post SV Mühlhausen - ASV Grünwettersbach 9:2

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Kommentare

  • Thorsten Graf, 11.12.2012
    Sehr schön!!! Und was würde "Deichkind" davon halten? "Leider geil"...!!!

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