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Mühlhausen fordert den amtierenden Meister

16.11.2012 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Am Sonntag empfängt der Post SV als Tabellenführer der 2. Tischtennis-Bundesliga Grünwettersbach in der Halle am Kristanplatz

Mühlhausen. Der Titelanwärter Nummer eins gegen den amtierenden Titelträger, der Tabellenerste gegen den Dritten im Tableau, oder Post SV Mühlhausen gegen ASV Grünwettersbach – besser hätte der Spielplan der 2. Tischtennis-Bundesliga für die Müntzerstädter gar nicht gestaltet sein können. Nicht nur, dass die letzte Partie dieser Hinrunde für die Postler ein Heimspiel ist, es ist auch echte Tischtennis-Feinkost, die die Fans am morgigen Sonntag, ab 13.45 Uhr, in der Mühlhäuser Halle am Kristanplatz erwarten wird.

Und pünktlich zum Duell der Duelle, zum finalen Kampf um den inoffiziellen, jedoch mental keinesfalls bedeutungslosen Titel des Herbstmeisters der Südstaffel, haben die Gastgeber am vergangenen Wochenende ihre Feuertaufe bestens bestanden.

9:7 hieß es am Ende gegen den Vorjahreszweiten Weinheim an dessen Tischen. Erwartet knapp war es zwar, aber einige wichtige Fakten vielen dabei sofort ins Blickfeld. Die Doppel der Postler, zu Beginn der Saison noch auf wackeligen Beinen, funktionieren zurzeit vorzüglich. Vor allem die Topkombination Matiss Burgis/Petr David verdient sich inzwischen diese Bezeichnung wirklich redlich. Will man gegen Grünwettersbach siegen, kann der Start in den Doppeln schon vorentscheidenden Charakter haben – unabhängig von der 3:0-Führung in der letzten Serie, die nur zum 8:8 reichte.

Noch zentraler als die verbesserten Doppel ist die tolle Stimmung, die im Team vorherrscht. Alle verblieben Akteure, Matiss Burgis, Petr David, Erik Schreyer und Jindrich Pansky, reagieren in Drucksituationen wesentlich entspannter und stehen füreinander ein. Diesen wiederentdeckten Mannschaftscharakter rahmen die beiden Neuzugänge, Michal Bardon und Bohumil Vozicky, perfekt ein – beide sind Vorbilder an Entschlossenheit und Siegeswillen.

Beide Tugenden stellte Mühlhausen in Weinheim unter Beweis, der mögliche erste Punktverlust konnte abgebogen werden. So konnte auch die "Nullnummer" von Matiss Burgis gut kompensiert werden, Schwächen eines Einzelnen glich man in Geschlossenheit aus.

Dennoch sollte gegen Grünwettersbach ein einzelner Totalausfall in den Einzeln bestenfalls vermieden werden, der Gast ist noch einmal aus einem anderen Holz geschnitzt als die bisherigen Gegner. Zumal der Meister vor dieser Saison die Bürde des Top-Favoriten trug und nun bereits vier Minuspunkte auf dem Konto hat. Personell nur auf einer Position verändert, wird im Titelrennen dennoch kein Weg am ASV vorbeiführen. Der Waliser Adam Robertson und der Deutsch-Chinese Lei Yang, 2008 holte er Silber im Einzel bei den deutschen Meisterschaften, gehören im oberen Paarkreuz immer noch zum Besten, was die 2. Bundesliga zu bieten hat. In der vergangenen Serie belegten Robertson (28:8) und Lei (25:6) in der Einzelbilanzauswertung der Südstaffel die Plätze eins und zwei. Ebenfalls viel Qualität suggeriert die Mitte mit dem norwegischen Internationalen Geir Erlandsen und dem ebenso erfahrenen Rade Markovic. Sie erzielten die beiden Top-Bilanzen der Spieler an Position drei und vier.  Eine positive Gesamtbilanz verbuchte außerdem der sehr offensiv spielende Pole Marcin Miszewski. Neu im Team ist indes der talentierte Marlon Spieß. Er wechselte aus Bietigheim-Bissingen nach Grünwettersbach und ersetzte die bisherige Nummer sechs, Joachim Sekinger.

Doch in dieser Saison zeigten die Wettersbacher immer wieder kleinere Schwächen, in der Mitte sollten die Hausherren mit Bohumil Vozicky und Petr David klare Vorteile verbuchen können. Zudem wähnt der Post-Express die einheimischen Fans – den „siebenten Mann“ – im Rücken und ist leicht favorisiert.

Bereits am heutigen Samstag wird dem Post SV, genauer gesagt den Spielern Matiss Burgis, Petr David und Erik Schreyer, der Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Mühlhausen gewährt. Damit wird ihre Leistung im Intercup gewürdigt. Im Frühjahr gewann das Trio den ersten Europapokal der Vereinsgeschichte.

Die aktuelle Tabelle

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