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Europas neue Helden

05.07.2012 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: Verein, 1. Mannschaft Herren

Tischtennis-Zweitligist Post Mühlhausen feierte in der letzten Saison den Sieg im Intercup. Finale in Geseke wurde zum Meilenstein in der Vereinsgeschichte und tröstete über die schwache Serie in der Liga.

Mühlhausen. "Die Jungs haben einfach etwas Unglaubliches geschafft!" Dieser Satz kam Thomas Baier, Abteilungsleiter von Tischtennis-Zweitligist Post SV Mühlhausen, äußerst leicht über die Lippen – auch Tage und Wochen nach dem historischen Erfolg der Mühlhäuser beim Finale um den TT-Intercup 2012.

Nach dem Freilos in der ersten Runde hatten sich die Postler ohne Spielverlust erstmalig in der über 60-jährigen Vereinsgeschichte für eine Final-Runde des "kleinen" Europapokals qualifiziert, um in der Nähe von Paderborn in einem wahren Husarenritt den "Pott" nach Thüringen zu holen. In einem "Final Four" besiegte man Oberwart aus Österreich sowie die beiden italienischen Vertreter Verzuolo und Bologna jeweils 4:0 und feierte den größten Triumph seit dem Aufstieg in die Südstaffel der 2. Bundesliga 2007. Federführend waren dabei, nicht nur in Geseke, Olympiastarter Matiss Burgis, Erik Schreyer, der mitteldeutsche Herren-Meister 2012, Petr David und Post-Trainer Alexander Schieke – immer begleitet von einem Tross treuer, sangesfreudiger Fans.

"Dieser Pokalsieg ist mehr als ein Trostpflaster", meint Baier, der genau wie die übrigen Verantwortlichen des Post SV mit dem Verlauf der regulären Saison in der 2. Liga alles andere als zufrieden sein durfte. Am Ende Platz vier – in der Meisterschaft, die im Vorfeld das definierte Ziel war, aber frühzeitig abgeschlagen. Sehr untypisch im Tischtennis, fiel die Negativ-Entscheidung bereits am ersten Spieltag der Hinrunde. Das 8:8 gegen Hauptkonkurrent Grünwettersbach war zu wenig und ein Menetekel für den gesamten Saisonverlauf. Verletzungs- und Ansetzungspech gaben sich mit steigender Unzufriedenheit innerhalb der Mannschaft die berühmte Klinke in die Hand.

So erklärten sich letztendlich auch die fünf Niederlagen und die zwei Unentschieden – zwölf niemals erwartete Minuspunkte. Und das trotz der Verpflichtungen von Matiss Burgis und Erik Schreyer. "Wir sind natürlich noch nicht am Ende unserer Entwicklung, lernen auch nach fünf Jahren in der 2. Liga immer wieder dazu", sagt Baier, der die Saison 11/12 dennoch in bester Erinnerung behalten wird – dem Intercup sei Dank.

Und Mühlhausen scheinen der Pokal und das Dreier-System zu liegen. Denn was im Strudel der langen Serie fast unterging: Der Post-Express stand auch bei der deutschen Pokalmeisterschaft zum ersten Mal in der Hauptrunde. Der Fluch des frühen Ausscheidens wurde gebrochen, im Heimspiel gegen Erstligist Fulda-Maberzell lag in der heimischen Halle am Kristanplatz sogar eine Sensation in der Luft. Burgis punktete, David führte gegen Wang Xi, Abwehrer von Weltformat 2:0 in den Sätzen. Dass es im Endeffekt nicht reichte, lag an der Abgeklärtheit der Hessen, die sich auch noch als ganz schlechte Gewinner erwiesen. Der Protest über vermeintlich schlechte Lichtverhältnisse ist jedoch, genau wie der vierte Platz in der Liga, nun nur noch Geschichte.

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