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Drei Jahre Mühlhausen

02.05.2012 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren, Björn Ungruhe

Ein Interview mit Björn Ungruhe.

Drei Jahre Mühlhausen, drei weitere Jahre 2. Tischtennis-Bundesliga. Können Sie in wenigen Sätzen eine Bilanz skizzieren?
Es waren letztlich drei wunderschöne Jahre, für die ich sehr dankbar bin. Dankbar vor allem für die Möglichkeit, in Mühlhausen noch einmal auf diesem hohen Niveau zu spielen. Vor allem das mittlere Paarkreuz, mit vielen starken Gegnern bestückt, war für mich mit Mitte 30 eine große Herausforderung. Persönlich bleiben für mich tolle, hoffentlich langlebige Freundschaften, die mir viel Kraft gegeben haben und noch geben.

Sie haben insgesamt 19 Jahre 2. Liga gespielt, 18 in der Südstaffel, eine Saison im Norden. Ein Wahnsinnswert. Fällt da der Abschied nicht besonders schwer?
Nach so langer Zeit geht man mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Das lachende sieht vor allem den extremen Zeitaufwand, den man in dieser Klasse betreiben muss. Als beruflich sehr eingespannter Vater (Töchterchen Lysann, Anmerkung der Redaktion), der in Hannover lebt und arbeitet, ist es schon schwierig. Neben dem Training ist quasi jedes Wochenende weg, die vielen Auswärtsfahrten schlauchen. Das weinende Auge ist sich bewusst, dass ich wohl nicht mehr in diese Liga zurückkomme. Denn für keinen anderen Verein hätte ich diesen Aufwand betrieben.

Was wird Ihnen am Post SV am meisten fehlen?
Vor allem die tollen Fans und die Menschen, die ich liebgewonnen habe. Der sportliche Aspekt steht da klar hinten an. Als Mannschaftskameraden werde ich Thomas Theissmann vermissen. Die Zeit in Kassel eingerechnet, haben wir 17 Jahre gemeinsam gespielt. Davon überwiegend auch ein erfolgreiches, emotionales Doppel.

Glauben Sie, dass die Mühlhäuser in Zukunft Meister werden können?
Davon bin ich überzeugt.

Wie sieht Ihre sportliche Zukunft aus?
Ich spiele in der nächsten Saison für den TuS Celle in der Regionalliga, Nord. Da bin ich in einer hungrigen, jungen Mannschaft quasi der Leitwolf. Außerdem spiele ich dort mit dem in Mühlhausen liebgewonnenen Tang Bing zusammen. Das freut mich sehr, auch wenn er wohl nicht alle Partien bestreiten wird. (Wie gestern erst offiziell bekannt gegeben, wechselt auch Tang Bing zum TuS Celle, Anmerkung der Redaktion).

Wird man Sie irgendwann wieder am Kristanplatz antreffen?
Definitiv. Ich werde in der kommenden Saison ein paar Mal vorbeischauen, Freunde besuchen und mir Spiele der ersten und zweiten Mannschaft anschauen.

Was bleibt noch zu wünschen…?
Ich wünsche mir, dass der Post SV irgendwann den Sprung in die 1. Liga schafft und dort die Gratwanderung zwischen Profisport und dem Vereinsleben mit diesem tollen Zusammenhalt weiter schafft.

Das Interview führte Thomas Stecher.

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