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Selbst der Meister verzichtet

27.04.2012 | Von: Thomas Stecher
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Es bleibt dabei: Kaum ein Klub aus der 2. Liga wagt den Sprung in die Tischtennis Bundesliga (TTBL). Während in den letzten Jahren, abgesehen von der traditionsreichen ersten Mannschaft des TTC Frickenhausen, nur vereinzelte Exoten wie Gräfelfing und Herne den Aufstieg gewagt hatten, sträubten sich 2012 selbst die beiden Meister.

Es bleibt dabei: Kaum ein Klub aus der 2. Liga wagt den Sprung in die Tischtennis Bundesliga (TTBL). Während in den letzten Jahren, abgesehen von der traditionsreichen ersten Mannschaft des TTC Frickenhausen, nur vereinzelte Exoten wie Gräfelfing und Herne den Aufstieg gewagt hatten, sträubten sich 2012 selbst die beiden Meister. Im Süden stellte Grünwettersbach, ebenso wie Frickenhausen II, zwar noch den Antrag auf Vorprüfung der Lizenz, alle weiteren Schritte blieben aus. Im Norden verzichtete Siek von Beginn an, Jülichs Aufbegehren war wohl nur „trommelndes Beiwerk“. Frühzeitig aus dem Rennen war auch der ambitionierte Post SV Mühlhausen. „Wenn wir aufsteigen, dann nur als Meister“, stellt Post-Vorstand Thomas Baier immer wieder klar. Und da der Titel spätestens im Februar nicht mehr zu holen war, unterzogen sich die Müntzerstädter nicht mal der ersten Lizenzierungsstufe. So wird die Südstaffel der 2. Bundesliga 2012/13 ganz ähnlich zusammengesetzt sein wie in der abgelaufenen Saison. Neben Post Mühlhausen starten Grünwettersbach, Weinheim, Frickenhausen II, Fortuna Passau, Hilpoltstein, Saarbrücken II, Grenzau II sowie mit Mainz und Fürstenfeldbruck zwei Aufsteiger. Die Gründe für die Aufstiegs-Scheu sind indes mannigfaltig. Zu den horrenden Kosten für Profi-Spieler, die Lizenz sowie die Infrastruktur gesellt sich ein gewichtiger Grund, der wenig mit monetären Aspekten zu tun hat. Das Spielsystem, für ein vermeintlich attraktives, nie realisiertes Fernsehformat auf drei Spieler heruntergebrochen, findet kaum noch Anhänger. Da wirkt die Lösung, die 2. Liga eingleisig und mit vier statt bisher sechs Spielern zu gestalten, weniger als Hilfe für Teams aus dem Unterhaus, die doch mit dem Aufstieg liebäugeln. Vielmehr ist es eine Lebensversicherung für strauchelnde oder finanziell gebeutelte Erstligisten. Die TTBL ist und bleibt in dieser Form und Gestalt ein elitäres System ohne Dynamik und vor allem ohne Zukunft.

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