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Harter Kampf um die weiße Weste

04.03.2012 | Von: Robert Eckardt
Kategorie: 3. Mannschaft Herren

Zum vorletzten Auswärtsspiel der laufenden Saison musste der frisch gekrönte Meister der Verbandsliga West zum Tabellendritten nach Suhl reisen. Trotz der klaren Überlegenheit der Mühlhäuser Mannschaft im bisherigen Saisonverlauf entwickelte sich eine hochklassige, dramatische Begegnung.

Das Sextett um den bis dato in der Rückrunde ungeschlagenen Michael Günzel musste neben dem etatmäßig in die Oberliga aufgerückten Christian Reim auch auf die aktuelle Nummer eins, Simon Stützer, verzichten. Diese Tatsache versprach bereits einiges an Spannung, obwohl es in exakt derselben Konstellation – Volker Porzelt vertrat den wohnhaften Jenaer bereits in der Vorrunde – gelang, die starken Suhler im Hinspiel deutlich in die Schranken zu verweisen…

Doch nicht so dieses Mal…

Dass sich die Gastgeber etwas vorgenommen hatten, war bereits in den Doppeln deutlich spürbar. Günzel/Sippel konnten Broske/Schlegel – ihres Zeichens eines der besten Doppel der Liga – nur im ersten Satz die Stirn bieten und mussten in den folgenden beiden Durchgängen die Überlegenheit der besser harmonierenden Suhler anerkennen (0:3). Am Nebentisch zeigten sich Gundlach/Eckardt von den aktiv und couragiert aufspielenden Spisla/Luther zunächst überrascht. Nur durch volle Konzentration und eine klare taktische Marschroute konnte das Mühlhäuser Spitzendoppel dem aggressiven Auf- und Rückschlagspiel der Südthüringer Einhalt gebieten (3:1). Anschließend konnten Schneider/Porzelt nicht dauerhaft das Niveau abrufen, dass gegen Spanaus/Telschow nötig gewesen wäre (1:3). Somit lag der Tabellenfüher nach den Doppeln zurück, was im bisherigen Saisonverlauf lediglich zwei Mal der Fall war.


Zu Beginn der ersten Einzelrunde konnten die Hausherren die Führung sogar weiter ausbauen. Robert Eckardt mühte sich gegen den guten Schlegel vergebens und musste die Überlegenheit seines Gegenüber recht schnell anerkennen (0:3). Janto Gundlach stellte mit einer konzentrierten Leistung gegen den motivierten Spisla den erneuten Anschluss her (3:1). Anschließend zeigte Christian Sippel gegen Spanaus eine souveräne Vorstellung (3:0) und glich somit zum 3:3 aus. Michael Günzel bereitete das sichere Block- und Konterspiel von Broske zwar einige Probleme, in den entscheidenden Situation hatte der Routinier im Team jedoch meist die besseren Antworten, um den Post SV in Führung zu bringen (3:1). Volker Porzelt mühte sich gegen Telschow zwar redlich, konnte aber noch nicht seine gewohnte Trefferquote abrufen, um weiter zu erhöhen (1:3). Somit stand es wieder Unentschieden – 4:4. Jens Schneider hatte Luther zunächst weitestgehend im Griff, musste jedoch den dritten Satz unerwartet deutlich abgeben. Dennoch gelang es ihm, die Konzentration aufrecht zu erhalten und auf 5:4 zur Pause zu erhöhen (3:1).


Anschließende folgte die wohl stärkste Phase der Gastgeber. Janto Gundlach und Stephan Schlegel lieferten sich ein intensives Duell über fünf Sätze, in dem der Suhler vor allem im fünften Satz reihenweise starke Bälle spielte und so die Partie erneut ausglich (2:3). Im Mühlhäuser Lager machte sich das Bewusstsein breit, dass dies ein ganz enges Spiel werden würde. Dementsprechend eng verlief auch die Partie zwischen Robert Eckardt und Spisla. In den ersten beiden Sätzen wechselte die Führung ständig, bis weit in die Verlängerung – jeweils mit dem besseren Ende für den Suhler. Beflügelt von diesem Vorsprung unterliefen der Nummer zwei des Gastgebers kaum noch Fehler, so dass er letzlich deutlich siegte (3:0). Somit lag die Heimmannschaft wieder mit 6:5 in Front. Anschließend ließ Michael Günzel in seinen Reihen wieder etwas mehr Ruhe einkehren, indem er Spanaus sicher auf Distanz hielt (3:1) und erneut ausglich (6:6). Nun folgten die beiden Partien, die letztlich den Spielausgang entscheiden sollten. Christian Sippel lag gegen Broske schnell mit 0:2 zurück, haderte mit sich selbst und den Umständen, doch dann erwachte sein Kämpferherz. Gerade noch zur rechten Zeit steigerte er sich in die intensiv geführte Partie und siegte nach spannenden fünf Sätzen (3:2). Jens Schneider schien nach verlorenem ersten Satz Telschow sicher im Griff zu haben. Doch in Anbetracht des möglichen Punktgewinnes steckte der Suhler nie auf und kämpfte sich unter dem Jubel der Zuschauer in die Partie zurück. Dem Mühlhäuser gelang es jedoch auch unter diesem hohen Druck solides Tischtennis anzurufen und somit auf 8:6 zu erhöhen (3:2). Anschließend zeigte Volker Porzelt seine wohl beste Saisonleistung im Trikot der dritten Mannschaft und demontierte Luther phasenweise mit harten Topnspinschlägen (3:1). Somit konnte der Tabellenführer aus Mühlhausen letztlich doch noch den 17. Sieg im 17. Spiel verbuchen.


Nach 3,5 Stunden Spielzeit zeigten sich alle Beteiligten zufrieden über den Spielverlauf. In einer spannenden, gutklassigen und fairen Partie setzte sich das Team des Post SV hauchdünn durch. Den Gastgebern wäre aufgrund des engagierten Auftretens durchaus ein Punkt zu gönnen gewesen. Positiv bleibt die Tatsache in Erinnerung, dass das Mühlhäuser Team auch während der teilweise sehr einseitigen Partien in der Verbandsliga das Kämpfen nicht verlernt hat. Diese Tugend dürfte in höheren Gefilden sicherlich häufiger von Nöten sein.


Im Abstiegskampf fanden an diesem Wochenende einige entscheidende Begegnungen statt. So gingen in Leimbach nun auch rechnerisch die Lichter aus. Mit nunmehr 3:33 Punkten muss man den Gang in die Bezirksliga Südthüringen antreten. Auch die Teams aus Arnstadt und Stadtlengsfeld haben nach eigenen Niederlagen (Bleicherode : Stadlengsfeld 7:9) und Siegen der direkten Konkurrenz (Wasungen/Schwallungen : Nordhausen 7:9) nur noch sehr theoretische Chancen auf den Verbleib in der zweithöchsten Spielklasse des Freistaates.

Die Ergebnisse im Detail.

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