Aktuelles

Debakel am Fuße der Schwäbischen Alb

20.02.2012 | Von: Thomas Stecher
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Tischtennis-Zweitligist Post SV Mühlhausen geht bei der starken Reserve des TTC Frickenhausen mit 3:9 unter. Die Meisterschaft ist endgültig außer Reichweite gerückt

Frickenhausen. „Es war ein absolutes Desaster. Aber irgendwie war auch nichts drin“, sagte ein konsternierter Björn Ungruhe via Telefon noch am Abend einer beinah schon historischen Niederlage. Die Rückfahrt aus Württemberg dürfte für die erste Mannschaft von Tischtennis-Zweitligist Post SV Mühlhausen nicht sonderlich angenehm verlaufen sein. Viel zu tief saß der Stachel nach dem überdeutlichen 3:9 in Frickenhausen.

Doch das Problem an sich begann schon am Freitagabend im Abschlusstraining am Kristanplatz. Mit einem Gesichtsausdruck, der die Schmerzen wohl nur unzureichend widerspiegelte, unterbrach Geburtstagskind Tang Bing die letzte Einheit. Er hatte sich die Muskulatur in der rechten Schulter gezerrt. Kein Grund zu ernsterer Besorgnis – der 39-Jährige ist Linkshänder. Doch weit gefehlt: Über Nacht verschlechterte sich die Situation derart, dass sich Tang Bing im erhofften Gipfeltreffen mit der bärenstarken, jungen Erstliga-Reserve aus Frickenhausen nicht richtig bewegen konnte.

Die Doppel mussten, in Absenz von Thomas Theissmann, umgestellt werden. „Wir dürfen auf keinen Fall mit 0:3 starten“, hatte Trainer Alexander Schieke im Vorfeld analysiert. Doch der größte anzunehmende Unfall für die Postler trat ein. Tang Bing, an der Seite von Ungruhe, konnte als „Opferdoppel“ gegen Nagy/Qiu J. nichts ausrichten. Als dann auch noch Burgis/David nach einer vermeintlich sicheren 2:0-Satzführung gegen Yoshida/Qiu D. die passenden Antworten ausgingen, war der folgende Weg vorgezeichnet.

Die nicht aufeinander abgestimmte Kombination Pansky/Schreyer konnte Sel/Qiu L. nur sporadisch Paroli bieten. Tang mühte sich im Duell mit Masaki Yoshida vergeblich, musste den dritten Durchgang letztlich aufgeben. Die Fünfsatzniederlage von Matiss Burgis, der bisher in keinem Spitzenspiel überzeugte, gegen Zolt Sel ließ die letzte Hoffnung der mitgereisten Fans tief im Keim ersticken.

Das 1:3 von Björn Ungruhe gegen den guten Ungarn Krisztian Nagy zum 0:6 aus der Sicht der Postler war der vorläufige Negativhöhepunkt einer Begegnung wider jede Augenhöhe. In der Phase schien da die pessimistische Freitagprognose von Co-Trainer Lutz Lindau beinah schon schmeichelhaft, ein echte Deklassierung drohte.

Dass es letztlich nicht komplett in einem Debakel endete, war den überzeugenden Vorstellungen der Tschechen-Fraktion um Petr David und Jindrich Pansky zu verdanken. David gelang ein recht souveräner Erfolg über Qiu Liang. Routinier Pansky zeigte gegen den hochtalentierten Qiu Dang seine gesamte Klasse – gewann seine neunte Partie in Serie, die letzten sieben davon sogar 3:0. Das Wort Aufholjagd wollte dennoch nie über die Lippen kommen. Erik Schreyer musste die Überlegenheit von Altmeister Qiu Jian Xin anerkennen. Das 2:7 zur Pause schmerzte so ähnlich wie Tang Bings morsche Schulter.

Dem geschuldet, konnte der Akteur aus dem Reich der Mitte auch Zolt Sel nicht vor Probleme stellen. Der Sieg von Burgis über den Japaner Yoshida verdiente sich die traurige Nomenklatur einer Ergebniskosmetik, bevor das 0:3 von Petr David einen betrüblichen Schlusspunkt unter eine „bittere Pille“ setzte.

Die Ergebnisse im Detail>>

Jetzt bookmarken:del.icio.usgoogle.comLinkaARENAMister WongFacebook TeilenTwitter

Kommentare

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Verfassen Sie einen Kommentar

  • CAPTCHA Bild zum Spamschutz
    Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
  • * ... Pflichtfelder

Kalender

« Januar 2021 »
MoDiMiDoFrSaSo
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031