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Wiederholungstäter schlägt zu

19.01.2012 | Von: Thomas Stecher
Kategorie: Turniere

Der ehemalige Mühlhäuser Carlos Lang sichert sich fünften Titel bei den Tischtennis-Landesmeisterschaften. Damen und Herren aus dem Unstrut-Hainich-Kreis können lediglich ein durchwachsenes Fazit ziehen.

Leimbach. „Das war schon ein ganz gutes Niveau. Besonders die jungen Spieler zeigen immer bessere Ansätze, drängen noch weiter nach vorn“, sagte Alexander Schieke. Der Trainer und Rekordtitelträger vom Post SV Mühlhausen lehnte sich bei den Landesmeisterschaften der Damen und Herren im Tischtennis entspannt zurück. Der dreifache Champion 2011 war in Leimbach lediglich Zaungast. Schieke, siebenfacher Thüringer Einzelmeister, kam allerdings doch kurz ins Schwitzen. Mit Philip Schädlich (Post SV Zeulenroda) stand einer der nicht mehr ganz so jungen Wilden kurz davor, den „Rekord für die Ewigkeit“ zumindest einzustellen. Im Mixed an der Seite von Schwester Sophie und im Doppel gemeinsam mit seinem Vereinskameraden Sebastian Carl hatte sich der Oberligaspieler bereits mit Goldmedaillen geschmückt. Sollte Schädlich als erst Zweiter nach Alexander Schieke in der Geschichte dieser Meisterschaften (seit 1991) das große Kunststück gelingen, gleich alle drei Titel zu erobern?

Doch diese Rechnung wurde ohne einen weiteren Wiederholungstäter aufgemacht – Carlos Lang. Nach vielen enttäuschenden Ergebnissen in den vergangenen Jahren zog der Ex-Mühlhäuser wieder einmal in ein großes Endspiel ein und ließ sich seinen nunmehr fünften Einzelerfolg nicht nehmen. Allerdings hatte der Neu-Jenaer im Duell mit Schädlich härtesten Widerstand zu brechen, lag 0:2 und 2:3 hinten. Lang konnte aber jeweils ausgleichen, es ging in den siebenten Durchgang. Über die Station 6:3 für den Herausforderer holte sich Lang ein 9:7 – Fehlaufschlag. Im Anschluss hatte Lang beim 10:8 zwei Matchbälle, doch erst der vierte zum 13:11 sollte sitzen. Lang reckte die Faust in die Höhe. „Ich gönne es Carlos. Er war der reifere Spieler, hat vor allem im Aufschlagbereich clever agiert“, so Alexander Schieke.

Die Ausbeute der Aktiven aus dem Unstrut-Hainich-Kreis fiel – trotz nur eines Titelgewinns – relativ ergiebig aus. Die leicht angeschlagen gestartete Annika Fischer aus Langula, Regionalligaspielerin beim TTC Schwarza, konnte im Einzel ihrer Favoritenrolle nicht gerecht werden, scheiterte schon im Viertelfinale an Laura Volkmann. Im Doppel ließ sich die Sportgymnasiastin allerdings nicht aufhalten. Zusammen mit Anja Pohl hielt sie Marie Rost und Laura Volkmann auf Distanz. Im Mixed eroberte sie mit Thilo Merrbach aus Jena Silber. Das gemischte Doppel war für Schlotheims Paarung Christiane Frank und Lars Priebe ebenfalls ein gutes Pflaster. Bronze war der letztendlich verdiente Lohn für einen gelungenen Auftritt, den erst Fischer/Merrbach beendeten.

Doch die Seilerstädter sicherten sich noch weiteres Edelmetall. Christiane Frank, sie scheiterte im Einzel hauchdünn 3:4 gegen die spätere Siegerin, holte im Damen-Doppel mit Theresa Kirchner (Ellrich) Bronze. Lars Priebe gewann an der Seite des Postlers Christian Reim zudem noch bronzenes Edelmetall.

Gut war auch die Vorstellung von Marie Rost aus Mühlhausen (TTC Schwarza). Sie stürmte bis ins Semifinale des Einzels. Hier war dann gegen Teamgefährtin Anja Pohl Endstation. „Marie hat mir berichtet, dass sie gegen Pohl nicht ihr bestes Tischtennis abrufen konnte“, zeigte ihr „Heimtrainer“ Alexander Schieke Verständnis. Ärgerlich aus der Sicht von Marie war das verpasste Endspiel schon. Dort hätte sie ihre Kräfte mit Freundin und Dauerrivalin Sophie Schädlich messen dürfen. So konnte sie den Triumphzug der Familie Schädlich nicht mehr aufhalten. Sophie krönte diesen mit dem Einzeltitel der Frauen. Die 14-Jährige wurde nach Astrid Krause im Jahr 1991 zweitjüngste Siegerin – der Nachwuchs drängt.

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Kommentare

  • Carlos, 20.01.2012
    @ Stechi:
    schöner Artikel - da lass ich mich gern kriminalisieren

    @ Alex:
    von wegen "last night a DJ saved my life"...sondern: "last sunday a Kanker saved my record"

    Grüße an die Unstrut - lasst es Euch gut gehen
    Euer Kanker

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