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Vieles wieder möglich

16.01.2012 | Von: Thomas Stecher
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Tischtennis-Zweitligist Post Mühlhausen gewinnt nach dem 4:0 im Intercup in Ingre auch gegen Saarbrückens Reserve. Doch nicht allein das 9:3 im Saarland lässt hoffen. Spitzenreiter Frickenhausen patzt ohne Top-Japaner.

Saarbrücken/Ingre. Ob Überraschungs-Ei oder Wundertüte: Vollkommen egal welche neue Nomenklatur man zurate zieht. Langsam aber sicher entwickelt sich besonders die Spitzengruppe der 2. Tischtennis-Bundesliga, Staffel Süd, zu einem wahren Albtraum für eine jede gesicherte Prognose. Im Titelrennen, genau wie im Abstiegskampf.

Die Anzeigetafel in der Hermann-Neuberger-Sportschule zu Saarbrücken stand schon längst wieder in Nullstellung, das erwartet klare 9:3 für den Post SV Mühlhausen gegen die gastgebende Zweite des Mitfavoriten auf die deutsche Meisterschaft war seit geraumer Zeit in die Statistik eingepflegt. Da wurde bei der zweiten Erstliga-Reserve der Staffel, Tabellenführer TTC Frickenhausen II, noch um die Punkte gerungen. Und wie. Die zuvor, ironisch bitter, fast schon traditionell lange in Abstiegsnöten befindlichen Hilpoltsteiner überraschten das bisherige Überraschungs-Team schlechthin.

Angeführt von dem hoch talentierten Japaner Masataka Morizono, holte Frickenhausen die Herbstmeisterschaft. Doch der Nippon-Schlager fehlte gegen die Mittelfranken, die vom starken Alexander Flemming und von Dennis Dickhardt zum verdienten 9:6-Erfolg geführt wurden.

Die Top 4 des Tableaus sind noch enger zusammengerückt. Erster ist Grünwettersbach, gefolgt von Weinheim; Frickenhausen, diese drei Teams haben vier Minuspunkte, rutschte auf Rang drei ab. Post Mühlhausen, mit sechs Minuspunkten, befindet sich in Lauerstellung auf Platz vier, hat Weinheim sowie Frickenhausen noch auswärts zu meistern. Die Thüringer könnten sich also, trotz einer mehr als durchwachsenen Serie, als „lachender Vierter“ in den vollkommen offenen Meisterschaftskampf zurück drängen.

Voraussetzung dafür sind allerdings ähnlich souveräne Auftritte wie bei den nicht wirklich schlechten Saarbrückern. Nur einen Tag nach dem erfolgreichen Gastspiel im TT-Intercup beim französischen Vertreter Ingre, das mit 4:0 deutlich gewonnen wurde, zeigte sich der komplettierte Post-Express einigermaßen stabil. Die Basis dafür waren die Doppel, die nun wahrlich nicht für die Gesamtsituation verantwortlich gemacht werden können. Das 3:0 durch Tang/Pansky, Burgis/David und Schreyer/Ungruhe schraubte die äußerst stattliche Doppelbilanz auf 26:10 – den besten Wert aller Meisterschaftsaspiranten.

In den Einzeln konnten dann aber die kleineren Schwachstellen nicht gänzlich kaschiert werden. Tang Bing läuft die gesamte Saison seiner Bestform hinterher. Er unterlag Cedric Nuytinck 2:3, in der Hinrunde hatte er ihn noch demontiert. Wenig tröstlich war dann der Schnelldurchgang gegen Emilien Vanrossomme – nach verlorenem ersten Satz. Im mittleren Drittel konnte Björn Ungruhe den guten Bojan Crepulja nicht halten, Petr David gönnte Philipp Mostowys den letzten Zähler für die Hausherren. Mattis Burgis, nur mit Problemen im Vergleich mit Cedric Nuytinck, Erik Schreyer und Jindrich Pansky zogen einsam ihre Kreise. Saarbrückens Zweite, eher nicht der Zentralindikator für das Leistungsvermögen der Mühlhäuser, agierte ansonsten viel zu bieder, als dass sie die Gäste in Gefahr bringen könnten. Der Sechs von Trainer Alexander Schieke, er war nicht mitgereist, bleibt nun auch eine Erruption à la TV Hilpoltstein in Frickenhausen zu wünschen.

Die Ergebnisse im Detail>>

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