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Es reichte nicht ganz

21.11.2011 | Von: Alexander Schieke
Kategorie: 2. Mannschaft Herren

Post SV Mühlhausen II unterliegt beim SV Schott Jena mit 5:9. Nuancen entscheiden zugunsten der Gastgeber.

Jena. In einem Spiel vor gut 140 Zuschauern musste die Bundesligareserve die erste Niederlage der Saison einstecken. Gut vier Stunden boten beide Mannschaften den Zuschauern Tischtennis auf einem sehr guten Niveau. Dabei hatten die Postler durchaus ihre Chancen, dem Spiel eine andere Wendung zu geben, die sie aber leider nicht konsequent genutzt haben. Bereits vor dem Spiel war klar, dass die Doppel eine Schlüsselposition einnehmen. Eine Führung gibt besonders in einer solch engen Partie das nötige Selbstvertrauen. Das Break zugunsten der Postler hatten gleich im ersten Spiel der Begegnung Theissmann/Schieke auf dem Schläger, als sie Ignjatov/Albrecht beim Stand von 2:1 und 3:0 zur Auszeit zwangen. Danach konnten die Kombination das hohe Level der vorigen Sätze nicht mehr ganz halten und unterlag hauchdünn im Entscheidungssatz. Am Nebentisch egalisierten Vainula/Vasiljevs gegen Mego/Süß umgehend (3:1). Cirulis/Reim hatten zwar einige gute Aktionen, konnten Lang/Ewert aber nicht entscheidend gefährden (0:3). Diesem 1:2-Rückstand sollte Post in der Folge hinterherlaufen.

Die ersten Einzel brachten eine Punkteteilung. Vainula produzierte gegen den guten Ignjatov vor allem in den ersten beiden Sätzen zu viele eigene Fehler und kassierte folgerichtig seine erste Niederlage (0:3). Theissmann hingegen spielte auf sehr hohem Niveau schaffte gegen Mego den Anschluss (3:0). Dieser schickte phasenweise die extrem harten Topspins des gebürtigen Fritzlarers, die für gewöhnlich einen direkten Punkt bedeuten, ebenso gefährlich zurück, worauf Theissmann aber meist eine noch bessere Antwort parat hatte. Cirulis konnte gegen Albrecht bis Satzmitte meist gut mithalten, spielte dann aber ideenlos und zu passiv (0:3). Im nächsten Spiel musste Vasiljevs schließlich seine ganze Routine auspacken, um Lang, der in den letzten Jahren fleißig Punkte für die Müntzerstädter gesammelt hatte, in Schach halten zu können (3:2). Schieke unterlag anschließend unnötig dem Tschechen Niezgoda, der im Einzel für Leonard Süß spielte. Sowohl der erste als auch der dritte Satz ging in die Verlängerung und der Mühlhäuser hatte durchaus Chancen, die er aber durch ein zu schwaches Rückschlagspiel immer wieder selbst vergab (1:3). Im letzten Einzel vor dem Pausentee spielte Reim in den ersten beiden Durchgängen exzellent, brachte sich dann aber durch ein paar zu hektische Aktionen noch um den Lohn seiner Früchte (0:3).

Als dann auch noch Theissmann, der ähnlich wie Vainula seine Chancen hatte, dem Serben Ignjatov unterlag, sah es beim 3:7 dann sogar kurzfristig nach einer richtigen Klatsche für Post aus. Mego konnte gegen Vainula das hohe Niveau aus dem ersten Spiel aber nicht noch einmal abrufen, so dass dieser Post im Match hielt. Im Anschluss sollte wie schon so oft in der Vergangenheit auch an diesem Tag einmal mehr der lettische Altinternationale und vielfache Meister seines Landes, Sandijs Vasiljevs, die personifizierte Zuverlässigkeit sein und als einziger Postler doppelt punkten. Durch ein 3:1 über Albrecht brachte er sein Team wieder auf Tuchfühlung. Cirulis steigerte sich gegen Lang, der sichtlich nervös agierte, und hatte vor bis Mitte des zweiten Durchgangs beste Aussichten auf eine Überraschung. Leider war aber nicht mehr als ein Satz für den immer noch durch seine Erkrankung gehandicapten Letten drin. Schieke führte gegen Ewert schnell mit 2:0 und hatte im dritten Satz bei 10:8 zwei Matchbälle. Sein Gegner hatte aber ausgerechnet bei diesem Spielstand mehr als nur ein Quäntchen Glück, als er mit zwei tödlichen Kantenbällen ausgleichen konnte. Schieke verlor den Durchgang mit 18:16 und schließlich auch das Match zum 5:9-Endstand. Besonders ärgerlich ist diese Niederlage vor dem Hintergrund, dass Christian Reim bereits aussichtsreich mit 2:1 und 4:1 gegen Niezgoda führte und durch seinen wahrscheinlichen Sieg sogar noch das Unentschieden ermöglicht hätte.

Sandijs Vasiljevs konstatierte kurz nach dem Spiel: „Es ist schon ärgerlich, dass wir hier verloren haben. Aber trotzdem hat es heute einen Riesenspaß gemacht, denn jeder hat bis zum Umfallen gekämpft und wir haben uns als eine richtig gut funktionierende Einheit präsentiert.“ Beim anschließenden Mannschaftsessen war die erste Enttäuschung dann auch schon wieder verflogen und als Fazit bleibt die Erkenntnis, dass diese Einheit in einer möglichen Relegation vor keiner Herausforderung bange sein muss.

Die Ergebnisse im Detail>>

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