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Doppelt magisch

04.10.2011 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thueringer Allgemeine)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Post Mühlhausen empfängt am Dienstagabend den Tischtennis-Erstligisten TTC Fulda-Maberzell zum Pokal-Achtelfinale am Kristanplatz

Mühlhausen. Ist in Tischtenniskreisen vom "zauberhaften Fulda" die Rede, sind weniger das schöne Stadtschloss und die weiteren touristischen Sehenswürdigkeiten der osthessischen Barockstadt gemeint. Viel mehr schwärmen die Fans der schnellen Rückschlagsportart von den beiden Ausnahmekönnern des dortigen Tischtennis-Bundesligisten TTC Fulda-Maberzell.

Der Kontrahent des Post SV Mühlhausen im Pokal-Achtelfinale am kommenden Dienstag, 19 Uhr, in der Halle am Kristanplatz ist gleich zweifach gesegnet: Über Schwedens alternden Star Jan-Ove Waldner sind viele Worte wohl nicht vonnöten – der Weltmeister spricht einfach für sich selbst. Waldner ist jedoch schon längere Zeit in der Hierarchie des starken Erstligisten nicht mehr der Dominator. Diesen Rang hat ihm Abwehrkünstler Wang Xi mittlerweile nicht nur in der Zuschauergunst, sondern auch – und ganz besonders – bei den Punkten abgelaufen. Und die "chinesische Mauer" wird auch die Messlatte für Gastgeber Post Mühlhausen sein – Wang Xi ist die Sieg-Garantie der Hessen.

In der 1. Liga ist der Defensiv-Künstler noch ungeschlagen; er musste in fünf Duellen lediglich zwei Sätze abgeben. Die Postler werden sich wohl einen anderen Weg zu einer ausgewachsenen Sensation suchen müssen.

Jan-Ove Waldner wäre dafür eine denkbare Option. Häufige Formschwankungen sind nicht mehr ungewöhnlich; und gerade ein Matiss Burgis, Nummer eins der Postler, könnte dem alten Schweden zusetzen. Apropos Schwede: Das Fuldaer Trio – im Pokal wird, im Gegensatz zu den Sechserteams im Spielbetrieb der 2. Bundesliga, lediglich zu dritt gespielt – komplettiert Waldners viel jüngerer Landsmann Robert Svensson.

Der Linkshänder hat in letzter Zeit eine gute Entwicklung genommen, er gilt als "Kämpfer vor dem Herren". Seine Nominierung gilt, neben der von Abwehrer Wang Xi, als quasi sicher, denn klar ist: Unterschätzen wird der Favorit Mühlhausen in keinem Fall.

Neben dem Prestige steht für den TTC sicher auch der mögliche Pokal-Coup im Fokus. Aber ohne heftigen Widerstand werden sich die Postler in eigener Halle und vor heimischem Publikum nicht geschlagen geben. Voraussichtlich schicken die Gastgeber Matiss Burgis, Tang Bing und Petr David in das Rennen gegen einen der Tischtennis-Goliaths Deutschlands. Genauere Aufschlüsse wird Mühlhausens Chef-Trainer Alexander Schieke wohl in den beiden Partien an diesem Wochenende in Passau und zu Hause gegen die Reserve des 1. FC Saarbrücken sammeln können.

In jedem Fall können sich die kleinen und großen Fans auf einen Abend mit Spitzensport auf höchstem Niveau freuen. "Wir hoffen natürlich sehr, dass unsere tollen Zuschauer den Kristanplatz wieder in einen Hexenkessel verwandeln", kann Post-Vorstand Matthias Stöber, der ebenfalls mit nach Passau reisen wird, seine große Euphorie nur schwerlich verbergen. Wer will es ihm auch verdenken.

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