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Das war der siebte Streich: Dominator Erik Schreyer im Glück

08.02.2018 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: Erik Schreyer, Turniere, Andreas Wenzel

Herzschlagfinale bei den mitteldeutschen Tischtennis-Meisterschaften – Andreas Wenzel verpasst Thronsturz nur knapp

Riestedt. Erik Schreyer schreibt weiter ganz emsig an seiner ganz persönlichen Tischtennis-Chronik. In Riestedt bei Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) sicherte sich der Drittliga-Spieler des Post SV Mühlhausen den siebten Einzeltitel in Serie bei den mitteldeutschen Meisterschaften der Herren. Zweifelsfrei eine historische Marke – vielleicht sogar eine, die für die Ewigkeit gemacht ist.

Allerdings musste der 29-jährige Dominator zwischenzeitlich – gänzlich unfreiwillig – den großen Schreibstift aus der Hand geben und einen anderen Schriftführer akzeptieren. Denn ausgerechnet Teamkamerad Andreas Wenzel hatte ihn im direkten Duell geschlagen und war auf bestem Weg, die Vorherrschaft des Erik Schreyer zu beenden.

Doch der Reihe nach: Am ersten Wettkampftag in Riestedt lag der Fokus auf den Spielen in den beiden Staffeln der Vorrunde. In der Gruppe A ließ der topgesetzte Schreyer nicht den geringsten Zweifel an seiner Übermacht aufkeimen. 7:0-Spiele und 28:0-Sätze sprechen eine klare Sprache. Der Postler gab im Schnitt 5,071 Punkte pro Durchgang an die einmal mehr staunende Konkurrenz ab. „Man hat gesehen, dass ich gut aufgelegt bin und hungrig auf Titel Nummer 7 war“, sagt Schreyer, der neben seiner Aktivenrolle in der 3. Liga, in erster Linie als Trainer der Mühlhäuser Erstliga-Mannschaft fungiert.

In der Gruppe B ging es indes deutlich spannender zu. Doch in der Endabrechnung stand auch hier ein Mann ungeschlagen (7:0) an der Spitze. Einer, den nicht jeder ganz oben auf der Rechnung geführt hatte: Andreas Wenzel.

„Grundziel war es, in die Hauptrunde einzuziehen und dort zu schauen, ob vielleicht sogar die Qualifikation zu den deutschen Meisterschaften möglich ist“, erklärt Thüringens Vizemeister.

„Ich werde es auch ein achtes Mal versuchen!“ Rekordsieger Erik Schreyer

Und Andreas Wenzel setzte sogar einen obenauf: Im erste Duell der Endrunde zeigte er gegen Schreyer eine vorzügliche Leistung und gewann überraschend mit 4:2. „Andreas hat ein unglaubliches Niveau angeboten und mich wirklich überrumpelt. Vielleicht bin ich das Spiel etwas zu locker angegangen, doch Andi hat mich auch nicht in meinen Rhythmus kommen lassen“, erklärt Schreyer, der die Niederlage arglos anerkennen musste. „In der Phase des Turniers hatte ich schon zu bangen, denn mein Titel war so gut wie weg“, gestand Schreyer, der in den verbleibenden beiden Partien nur seine Hausaufgaben erledigen und auf einen Patzer seines Mühlhäuser Vereinskameraden warten konnte.

Doch zunächst wackelte Andreas Wenzel nicht, gab dem jungen Sachsenmeister Benno Oehme mit 2:4 das Nachsehen. Dann folgte jedoch das Thüringen-interne Duell mit Philip Schädlich (Schott Jena) – und der Postler, der seine FSJ-Zeit am Erfurter Sportgymnasium absolviert, bekam nichts geschenkt. „Für Philip ging es um die Bronzemedaille, und entsprechend stark hat er auch aufgespielt. Ich habe alles probiert, allerdings hatte er immer die besseren Antworten parat“, meint Wenzel, dessen 0:4 gleichbedeutend mit dem Triumph von Erik Schreyer war. Das bessere Satzverhältnis machte den gebürtigen Vogtländer in diesem Wettbewerb mit Ranglistencharakter zum Gewinner.

„Ich war mir nicht sicher, aber nun will ich es ein achtes Mal versuchen“, sagt Schreyer, der sich mit Wenzel, auf die „Deutschen“ in Berlin vorbereiten darf.

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