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Verletzungsmisere korrigiert Mühlhäuser Ziele nach unten

02.01.2018 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: 2. Mannschaft Herren

In der 3. Tischtennis-Bundesliga muss sich die zweite Herren-Mannschaft des Post SV zur Halbserie mit Rang 7 begnügen

Mühlhausen. Man schrieb den 12. November 2017 beim Post SV Mühlhausen: Genau zwei Drittel der Hinrunde in der 3. Tischtennis-Bundesliga waren absolviert, und nach der 4:6-Niederlage im Thüringer Derby der Südstaffel bei Schott Jena stand es gar nicht gut um die zweite Herren-Mannschaft des Erstligisten.

Bis dahin hatte die Truppe von Spielertrainer Erik Schreyer erst einen Zähler auf der Habenseite – man hatte sich am heimischen Kristanplatz wenigstens ein 5:5 gegen den FC Bayern erkämpft. Während die Münchner Fußballer das nationale Nonplusultra stellen, haben sich ihre Clubkameraden in der 3. Liga indes nur den Klassenerhalt auf die Fahne mit den weltweit bekannten Farben geschrieben.

Dieses Ziel verfolgten und verfolgen die Mühlhäuser auch – allerdings aus der Not geboren. Im Vorfeld der Serie hatte man sich deutlich mehr ausgerechnet, wollte, verstärkt durch den veranlagten slowakischen Neuzugang Jakub Figel, sogar im oberen Teil der Tabelle mitspielen.

Doch ausgerechnet der Sommertransfer, dem man den einen oder anderen Einsatz in der 1. Liga (TTBL) durchaus zugetraut hatte, fand aufgrund einer schmerzhaften, wie hartnäckigen Oberschenkelverletzung bis auf wenige Ausnahmen nicht statt.

„Das war schon eine negative Überraschung. Ein komplizierter Muskelbündelanriss hat Jakub dazu gezwungen, fast alle Duelle der Hinrunde herzuschenken. Unter solchen Umständen konnten wir natürlich kaum etwas bewegen“, sagte Erik Schreyer.

Erik Schreyer spielt an Position 3 beste Bilanz

Doch gänzlich auf den Ausfall des Slowaken möchte der Erstliga-Coach die lange andauernde Mühlhäuser Durststrecke nicht schieben. „Bohumil Vozicky war am Anfang relativ formschwach. Auch Andreas Wenzel hatte eine Fußverletzung, fiel zwei Spiele aus und hatte danach seine liebe Mühe“, so Schreyer, der sich mit einer 12:1-Bilanz im zweiten Paarkreuz bis Anfang Dezember als Lichtblick erwiesen hatte.

In der beginnenden Adventszeit legte die Mannschaft jedoch rechtzeitig den häufig zitierten Schalter um. Angeführt von Erik Schreyer sowie durch die sichtbaren gesundheitlichen und spielerischen Fortschritte des Jakub Figel beflügelt, begann man plötzlich zu punkten. Das 5:5 beim namhaft besetzten Neuling TTC Wöschbach war das erste Ausrufezeichen im Kampf gegen den Abstieg. Und das Quartett, stets gut unterstützt von Reservespieler Christian Reim, ließ dem zweiten Remis zwei Heimsiege folgen.

Ein 6:3 trug Sorge dafür, dass man mit Kontrahent Wohlbach die Plätze tauschte – der Post SV war nun nicht mehr Letzter. Als zum Hinrunden-Halali zudem ein hauchdünnes, aber nicht unverdientes 6:4 über die DJK aus Effeltrich geholt war, wurden die zwei Abstiegsränge der 10er-Staffel etwas auf Abstand gebracht.

Unter dem Weihnachtsbaum lagen letztendlich 6:12-Punkte und ein – nicht ungefährlicher – siebenter Tabellenplatz. „Wenn wir verletzungsfrei geblieben wären, wäre durchaus ein Medaillenplatz drin gewesen. Nun geht es in der zweiten Saisonhälfte um den sicheren Klassenerhalt. Und diesen wollen wir so zeitig wie möglich einfahren“, gab Schreyer aus.

Europapokal-Auftritt in Kuchl in Österreich

An der Aufstellung der Post-Reserve hat sich 2018 derweil einiges geändert. Vozicky (9:8) bleibt die Nummer 1, während Schreyer auf die zweite Position rückt. Die Drei wird Andreas Wenzel (3:6), die Vier Jakub Figel (1:15), Christian Reim (0:1) bleibt in Reserve. Die Rückrunde startet für die zweite Mannschaft des Post SV bereits am 5. Januar mit dem Auftritt im TT-Intercup beim TTC Kuchl aus Österreich.

Am 13. Januar, ab 17.30 Uhr, steht dann bereits das richtungsweisende Heimspiel gegen den TTC Wöschbach auf dem Plan.

Die aktuelle Tabelle

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