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Thomas Baier: „Düsseldorf ist eine Klasse für sich!“

14.10.2017 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Am 4. Spieltag der Tischtennis-Bundesliga reist der Post SV Mühlhausen als Zweiter zur hochfavorisierten Borussia

Mühlhausen. Spieltag Nummer vier in der Tischtennis-Bundesliga der Herren (TTBL) – und das Duell um den ersten Platz in der Tabelle heißt in der Tat: Borussia Düsseldorf gegen Post SV Mühlhausen. Während dem Rekordmeister und Titelverteidiger aus der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens, seit Jahren das Maß der Dinge im nationalen und phasenweise auch im europäischen Vereins-Tischtennis, das absolut zuzutrauen gewesen ist, hatte die Postler mit Sicherheit auch nicht der ausgefuchsteste Experte derart weit oben auf der Rechnung.

Auch in Jahr fünf der TTBL-Zugehörigkeit wird die Vereinsphilosophie, immer nur kleinere Schritte zu gehen, den Sport an sich wieder zurück in den Fokus zu rücken und auf ein Team als eingeschworene Gemeinschaft zu setzen, eher belächelt, denn anerkannt oder gar respektiert.

„Dass uns jemand nicht richtig ernst nimmt, das hat sich spätestens mit dem 3:0-Heimerfolg über die hochgelobte Truppe aus Ochsenhausen geändert. Selbst nach zwei Spieltagen mit den beiden Siegen hatte ich den Eindruck, dass die Konkurrenz unseren Erfolg als eine Art glücklichen Betriebsunfall ansieht“, erklärt Thomas Baier, Präsident des Post SV.

Superstar Timo Boll wird wohl pausieren

Nun geht es für die Mannschaft von Post-Trainer Erik Schreyer also auch in der vierten Meisterschaftsrunde um die Tabellenführung in der TTBL. Doch diese ist nur greifbar, wenn man der Borussia (6:0) die erste Liga-Niederlage der laufenden Saison zufügt und somit die eigene „weiße Weste“ bewahrt (ebenfalls 6:0-Punkte). Wie schwer es wird, auch in Düsseldorf den ganz großen Coup zu landen, darüber gibt sich am Mühlhäuser Kristanplatz keiner auch bloß der kleinsten Illusion hin. „Wir rechnen uns im Vorfeld zunächst einmal gar nichts aus. Dafür ist Düsseldorf einfach eine Klasse für sich. In acht Vergleichen sind wir bisher als Verlierer vom Tisch gegangen. Natürlich wird jeder unserer Spieler um seine Chance kämpfen, und Überraschungen gibt es ja immer wieder“, erläutert Thomas Baier.

Der erste Silberstreif am Horizont der Mühlhäuser ist, dass die Borussia wohl auf einen Einsatz ihres Superstars Timo Boll verzichten wird. Die aktuelle Nummer 5 der Weltrangliste war am Dienstag bereits im Pokal-Viertelfinale gegen den ASV Grünwettersbach aktiv, wobei Boll zwei der drei Düsseldorfer Punkte zu einem 3:1-Sieg beigesteuert hat.

Zudem wurden seine nach wie vor außergewöhnlichen Fähigkeiten am Freitagabend beim Champions-League-Auftritt in Polen bei K.S. Dzialdowo dringend benötigt. Dennoch, die Gäste aus Thüringen scheinen Coach Danny Heister kein großes Kopfzerbrechen zu bereiten: „Gegen die Mühlhäuser treten wir zwar ohne Timo Boll an, aber wir können am Sonntag, 15 Uhr, nach dem guten Ligastart befreit aufspielen.“

Zum einen gibt diese Gelassenheit natürlich die schon komfortable Tabellensituation des Meisters her, zum anderen weiß Heister auch um die fast schon ungehörige Qualität, die er als Trainer der Borussen in der Hinterhand hat. Der schwedische Linkshänder Kristian Karlsson liegt in der Oktober-Weltrangliste auf Position 23, der Österreicher Stefan Fegerl ist die Nummer 31, Ausnahmetalent Anton Kallberg aus Schweden ist die 75.

„Wir bleiben auf dem Teppich und machen uns keinen unnötigen Druck. Das Ziel bleibt Rang sechs oder sieben. Nach dem guten Start ist das leichter zu erreichen“, stellt Baier final fest.

Die aktuelle Tabelle

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