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Daniel Habesohn freut sich auf die Herausforderung beim Post SV

29.06.2016 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine))
Kategorie: 1. Mannschaft Herren, Daniel Habesohn

Mühlhäuser Tischtennis-Erstligist hat mit dem Weltklassespieler aus Österreich seinen „Königstransfer“ getätigt

Mühlhausen. „Ist erheblich größer, als ich erwartet haben“, sagte Daniel Habesohn mit unverkennbarem Wiener Dialekt. Die Neuverpflichtung von Tischtennis-Erstligist Post SV Mühlhausen hatte erstmals seine zukünftige Wirkungsstätte betreten – die Halle am Kristanplatz. Die wohl kleinste, aber auch lauteste Halle in der Tischtennis-Bundesliga.

Von Thomas Baier, dem Präsidenten seines neuen Clubs, ließ sich der 29-jährige Österreicher herumführen und staunte nicht schlecht, als er die langgezogene Empore oberhalb des Spielfeldes – die sogenannte Südtribüne – betrat. „ Mein Bruder Mathias, der in der 2. Bundesliga mit Fortuna Passau schon in Mühlhausen gespielt hat, konnte sich an die Tribüne noch sehr gut erinnern. Er hat mir Geschichten darüber erzählt, dass die Fans dort oben ein tolles Spektakel veranstalten. Darauf freue ich mich, das wird ganz bestimmt super“, erklärte Habesohn und plauderte gleich locker aus dem Nähkästchen: „Bei uns in Österreich geht es beim Tischtennis doch eher ruhig zu. Aber es ist auch schon vorgekommen, dass Schnitzelteller in den Centre-Court geflogen sind.“

Für den überaus erfolgreichen Nationalspieler, durch einen Finalsieg im Prestigeduell mit dem deutschen Team wurde er unter anderem 2015 mit den Österreichern Mannschaftseuropameister, wird der Post SV Mühlhausen die erste Station im Ausland sein. „Für mich beginnt eine sehr spannende Phase in meinem Leben. Ich habe bisher immer nur in meiner Heimat gespielt“, sagte die Nummer 82 in der August- Weltrangliste. Angebote für Habesohn, der zum Abschied mit Österreichs Top-Club „Weinviertel“ Niederösterreich den ETTU- Pokal im Finale gegen Mühlhausens Liga-Konkurrenten Werder Bremen gewann, gab es aus Polen, Frankreich und Deutschland.

Ein Wiener von Kirchen und Stadtmauer begeistert

„Ich habe viel Gutes über den Post SV gehört und dass der Verein korrekt geführt ist. Der wichtigste Impuls kam aber von meiner Frau und meiner Familie, die es für besser hielten, dass ich in Deutschland spiele“, erklärte der mehrfache österreichische Staatsmeister seine Beweggründe.

So verwunderte es nicht, dass er seine Liebsten auch über seinen ersten Besuch in Mühlhausen via Handy auf dem Laufenden hielt. Zum Beispiel wurden Fotos vom historischen Rathaus verschickt, als Daniel Habesohn mit den neuen Mannschaftskollegen, Lars Hielscher, Ovidiu Ionescu und Bohumil Vozicky sowie mit Chef-Trainer Alexander Schieke, Co-Trainer Erik Schreyer und Präsident Thomas Baier bei Oberbürgermeister Johannes Bruns (SPD) vorbeischaute.

„Mühlhausen ist wirklich eine schöne Stadt. Alles wirkt gemütlich. Die Stadtmauer und die vielen Kirchen gefallen mir sehr“, erklärte der gebürtige Wiener.

Die restliche Zeit dieser Stippvisite gehörte überwiegend den Fototerminen in Vorbereitung auf die vierte Saison des Post SV im nationalen Tischtennis-Oberhaus. Denn bereits am Dienstagmorgen ging die Reise für Habesohn zurück nach Österreich; die nächsten Tage stehen ganz im Zeichen der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele – den dritte Olympia-Start des Europameisters im Herren-Doppel von 2012.

„Ich bin in Rio de Janeiro in der Mannschaft zum ersten Mal fest gesetzt. Und wir haben uns einiges vorgenommen, denn bis auf Chinas Herren können wir jedem Team gefährlich werden“, zeigte sich Daniel Habesohn nach dem gesundheitlich etwas verkorksten Jahr 2015 wieder angriffslustig – erst bei den Olympischen Spielen, dann auch beim Post SV.

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