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Saarbrücken festigt Tabellenführung

23.09.2015 | Von: Johannes Eickhoff, TTBL Sport GmbH
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Saarbrücken bezwingt am 3. Spieltag der Tischtennis Bundesliga (TTBL) mit Ochsenhausen seinen ärgsten Verfolger und bleibt somit Spitzenreiter. Die Neuauflage des TTBL-Finales entscheidet wieder einmal Rekordmeister Düsseldorf für sich, Hagen freut sich über die ersten Punkte der Saison.

Der 1. FC Saarbrücken TT bleibt auch nach dem 3. Spieltag Tabellenführer in der Tischtennis Bundesliga (TTBL). Die Saarländer setzten sich vor 350 Zuschauern in Biberach mit 3:1 gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen durch, die damit nach dem Pokal-Aus gegen Grenzau die zweite Niederlage in Folge verkraften müssen. Für den mit einem Bruch des kleinen Fingers der Schlaghand ausgefallenen Hugo Calderano feierte der Pole Jakub Dyjas sein Ligadebüt für Ochsenhausen und machte seine Sache gegen Adrien Mattenet mehr als ordentlich: Mit 2:0 lag der Franzose bereits in Führung, ehe Dyjas der Ausgleich gelang. Im Entscheidungssatz hatte dann allerdings Mattenet die besseren Nerven und brachte Saarbrücken mit 2:1 in Front. „Man hat gesehen, dass Jakub in der TTBL bestehen kann. Am Ende war er aber etwas zu grün hinter den Ohren“, meinte TTF-Sportmanager Daniel Zwickel. Zuvor hatten Tiago Apolonia (gegen Simon Gauzy) und Liam Pitchford (gegen Bojan Tokic) je einen Punkt für ihr Team holen können. Eine beeindruckende Aufholjagd gelang im Duell der „Einser“ dem Slowenen Tokic: Nach zwei Durchgängen, in denen der 34-Jährige gegen einen starken Gauzy nahezu chancenlos war (5:11, 4:11), gelang Tokic doch noch die Wende – ganz zur Freude von FCS-Trainer Slobodan Grujic: „Ich bin froh, dass die Jungs nach dem verkorksten ersten Spiel von Tokic weiter Gas gegeben haben. Dafür sind wir am Ende auch belohnt worden.“

In der Neuauflage des TTBL-Finales zwischen Borussia Düsseldorf und dem TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell sah der Rekordmeister bereits zur Pause wie der sichere Sieger aus. Der wegen einer Knieverletzung angeschlagene Timo Boll brachte die Borussia gegen Jonathan Groth in Führung, wenig später erhöhte Patrick Franziska mit einer starken Leistung gegen Wang Xi auf 2:0. „Der Sieg von Patrick war der Schlüssel zum Erfolg. Er hat seine kleine Formkrise heute überwunden“, freute sich sein Trainer Danny Heister. Im Duell der Abwehr-Asse jedoch, das im TTBL-Finale in Frankfurt noch der Grieche Panagiotis Gionis für sich entscheiden konnte, machte es Fuldas Ruwen Filus mit einem 3:1-Sieg noch einmal spannend. Und so bekamen die über 1.000 Zuschauer in der Bielefelder Seidenstickerhalle Timo Boll ein zweites Mal zu sehen: Im Duell mit Wang Xi ging der Rekord-Europameister zwar zweimal in Führung, doch dem gebürtigen Chinesen gelang sowohl im zweiten als auch im vierten Durchgang jeweils der Ausgleich. Im Entscheidungssatz erspielte sich Boll dann vier Matchbälle und nutze den dritten. Den Osthessen gelingt damit auch im x-ten Anlauf kein Erfolg gegen den Dauerrivalen, der nach dem Ausrutscher gegen Grenzau vor einer Woche wieder zurück in die Spur findet. „Der Sieg von Düsseldorf geht zwar in Ordnung“, sagte Fuldas Trainer Qing Yu Meng, „aber für uns war heute einfach mehr drin. Wang Xi kann das Spiel gegen Timo Boll gewinnen, er muss nur den ersten Satz nach Hause bringen.“

Große Erleichterung in der Enervie Arena: Der TTC Hagen durfte gegen den Aufsteiger ASV Grünwettersbach am Sonntagabend im dritten Anlauf die ersten Punkte der Saison bejubeln. Die Mannschaft von Trainer Andreas Fejer-Konnert, der im Vorfeld die enorme Wichtigkeit dieses Duells betont hatte, setzte sich vor 150 Zuschauern überraschend deutlich mit 3:0 durch und gab dabei nur einen einzigen Satz ab. Grünwettersbach dagegen erlebte nach dem Premierensieg gegen Mühlhausen vor einer Woche heute einen Tag zum Vergessen: Nur etwas mehr als 90 Minuten benötigten Cedric Nuytinck (gegen Alvaro Robles), Anton Källberg (gegen Joao Geraldo) und Borna Kovac (gegen Samuel Walker) für ihren Triumph. Keiner der Grünwettersbacher Akteure konnte dabei auch nur annähernd an seine Leistungen aus der Vorwoche anknüpfen.

Was Hagen am heutigen Sonntag gelang, blieb dem Post SV Mühlhausen gegen den TTC Zugbrücke Grenzau verwehrt. Erneut mussten sich Lars Hielscher und Co. nach über dreieinhalb Stunden mit 2:3 geschlagen geben, und erneut war Mühlhausens Nummer eins die tragische Figur: Auch heute an Position zwei gesetzt, verlor Hielscher zunächst gegen Grenzaus kroatische Nummer eins Andrej Gacina (0:3), und hatte auch im entscheidenden fünften Spiel gegen den jungen Japaner Masaki Yoshida trotz guter Leistung am Ende das Nachsehen (1:3). Für die beiden Punkte der Thüringer sorgten Neuzugang Ovidiu Ionescu im Auftakteinzel gegen Yoshida sowie der routinierte Tscheche Bohumil Vozicky gegen den 18 Jahre jüngeren Liang Qiu.

Einen echten Krimi lieferten sich auch der TTC Schwalbe Bergneustadt und der SV Werder Bremen. Dabei mussten die Grün-Weißen wie bereits beim Pokal-Aus gegen Ober-Erlenbach am vergangenen Donnerstag ohne den verletzten Bastian Steger auskommen. Gleich das erste Duell des Abends zwischen Steffen Mengel und Werder-Neuzugang Kirill Skachkov ging über die volle Distanz – mit dem besseren Ende für den deutschen Nationalspieler, der einen 0:2-Satzrückstand noch drehen konnte. Auch im zweiten Einzel sahen 450 Zuschauer in der Schwalbe Arena fünf Sätze: Am Ende setzte sich der Bremer Constantin Cioti mit 3:2 gegen Benedikt Duda durch. Nachdem Ricardo Walther nach verlorenem ersten Satz zwischenzeitlich Hunor Szöcs mit 3:1 besiegen konnte, mussten Mengel und Cioti zum Spitzeneinzel erneut in die Box. Wieder ging es hin und her, bis Mengel im dritten Satz vier Matchbälle hatte. Drei konnte der tapfer kämpfende Rumäne noch abwehren, den vierten nutzte Mengel zum 3:1-Sieg seines TTC, der sich damit an Bremen vorbeischiebt.

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