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Hielscher als tragische Figur im Schlüsselspiel in Grünwettersbach

15.09.2015 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: 1. Mannschaft Herren

Überragender Ovidiu Ionescu kann 2:3 von Tischtennis-Erstligist Post Mühlhausen beim Aufsteiger nicht verhindern

Grünwettersbach. Für die erste Mannschaft von Post Mühlhausen sollte das Gastspiel bei Aufsteiger ASV Grünwettersbach der verspätete Start in eine viel ruhigere dritte Saison in der Tischtennis-Bundesliga werden. Doch der dazu nötige Auswärtserfolg blieb aus. Mit einem sehr bitteren 2:3 im Gepäck mussten die Postler die Heimreise aus der Peripherie von Karlsruhe antreten.

Ausgerechnet Lars Hielscher, zuletzt bei seinen internationalen Auftritten und im Achtelfinale um den nationalen Pokal (3:0 in Frickenhausen) in bestechender Verfassung, versagten bei dem hoch motivierten Neuling die Nerven. Durch seine beiden Pleiten avancierte der erfahrene Postler zur tragischen Figur seines Teams, dass nach dem 0:3 zum Auftakt bei Borussia Düsseldorf vorerst wieder im Tabellenkeller steht.

Schon der Start in der nagelneuen, gut gefüllten Wettersbacher Halle verlief für die Thüringer alles andere als wunschgemäß. Dass es für Lars Hielscher gegen den portugiesischen Team-Europameister Joao Geraldo, Sommerverpflichtung des ASV und immerhin Nummer 90 der Welt, kein Spaziergang werden würde, dies war auch der kleinen Gruppe von Schlachtenbummlern des Post SV bewusst. Nach verlorenem ersten Satz schien sich Hielscher aber berappelt zu haben und sicherte sich den zweiten. Allerdings wirkte der junge Portugiese auch in Folge druckvoller und kaufte dem Mühlhäuser – unter stehenden Ovationen der 390 Zuschauer – den Schneid ab (1:3).

Bohumil Vozicky bleibt ohne wirkliche Chance

Doch das 0:1 hatte keine Wirkung. Zumindest nicht auf Ovidiu Ionescu. Der Neuzugang der Thüringer spielte, bis auf die Verschnaufpause im dritten Durchgang, gegen den Spanier Alvaro Robles Martinez wie aus einem Guss. Teilweise krachende Vorhandangriffe bescherten dem Rumänen ein verdientes 3:1 und den Gästen das wichtige 1:1.

Nach der kurzen Pause stand der Tscheche Bohumil Vozicky jedoch gegen den Briten Samuel Walker bis auf ein kurzes Aufflackern auf verlorenem Posten (0:3) und setzte damit seine neue Nummer 1 gehörig unter Druck.

Ovidiu Ionescu zeigte sich davon nur wenig beeindruckt. Gegen Joao Geraldo entwickelte sich ein fantastisches Duell; beide Protagonisten zeigen Tischtennis auf Weltklasseniveau. Vor allem mit brachial geschlagenen Rückhänden rissen beide das Publikum von den Sitzen. Dass am Ende Ionescu nicht nur die besseren Nerven, sondern auch die adäquateren Antworten hatte, spricht für den Neu-Postler. Dank seines 3:1 über den Spitzenmann des ASV egalisierte er erneut und hielt die Hoffnungen auf den ersten Befreiungsschlag am Leben.

Denn schlechte Chancen räumte man Lars Hielscher im finalen Einzel gegen Alvaro Robles Martinez im Vorfeld nicht ein. Zwar ging der erste Satz schnell verloren, doch ein sehr stabiler zweiter schien die Partie endgültig gedreht zu haben. Im so wichtigen dritten Durchgang legte Hielscher aber einen echten Kaltstart hin; seine späte Aufholjagd blieb unbelohnt. Die Konsequenz daraus war ein 5:11 in Satz 4 aus Sicht des Postlers – die Enttäuschung war raumgreifend.

„Das tut jetzt erstmal ein paar Tage richtig weh. Ich habe versucht, alles zu geben, doch gerade im zweiten Spiel hatte ich keine mentale Kraft in mir. Ich habe mich in der Box ohne Energie gefühlt und deshalb gerade kämpferisch nicht zeigen können, was ich in einem so wichtigen Duell von mir selbst erwarte“, erklärte ein tief enttäuschter Hielscher.

Viel Zeit zum Grübeln bleibt den Mühlhäusern aber nicht. Bereits am Sonntag, ab 15 Uhr, stellt sich der favorisierte TTC Grenzau in der Halle am Kristanplatz vor.

ASV Grünwettersbach - Post SV Mühlhausen 3:2

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