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Lars Hielscher scheitert früh, Erik Schreyer sorgt für Furore

10.03.2015 | Von: Thomas Stecher (Quelle: Thüringer Allgemeine)
Kategorie: Erik Schreyer, Lars Hielscher, Turniere

Mühlhäuser Männer kehren mit gemischten Gefühlen von den 83. deutschen Tischtennis-Meisterschaften zurück

Chemnitz. Ohne die erhoffte Medaille im Gepäck mussten Lars Hielscher und Erik Schreyer von Post Mühlhausen die Heimreise aus Chemnitz antreten. Bei den 83. nationalen deutschen Tischtennis-Meisterschaften der Damen und Herren war in der Doppelkonkurrenz jeweils im Viertelfinale Endstation; der Einzelwettbewerb verlief für den aussichtsreich gestarteten Hielscher enttäuschend. Schreyer – er musste durch die Qualifikation – durfte indes zufrieden sein. Der Drittligaspieler erreichte die 1. Hauptrunde. Bereits am Freitag in den Wettkampf gestartet, hinterließ der gebürtige Sachse vor Heimpublikum einen guten Eindruck. Gegen Jonas Christmann (Rheinland) wackelte Schreyer zu Beginn der Duelle in Gruppe F der Vorrunde noch etwas, hielt sich aber schadlos und setzte sich am Ende 3:0 nach Sätzen durch.

Schier aussichtslosen Rückstand gedreht

Dann lieferte der Meister Mitteldeutschlands gegen den jungen Abwehrspezialisten Florian Bluhm das wohl beste Spiel der gesamten Qualifikation ab. Ging der erste Satz noch klar an den Titelträger Baden-Württembergs, wandelte Schreyer den Rückstand mit einer famosen Leistung in ein 2:1 und hatte im vierten Durchgang den ersten Matchball. Diesen wehrte Bluhm glücklich ab und egalisierte. Im fünften Satz geriet der Postler 0:6 und 5:9 ins Hintertreffen, bevor er zu einem wahren Husarenstreich ansetzte und die Partie neuerlich drehte. Beim 12:11 nutzte er seinen dritten Matchball – die Zuschauer in der sonst eher steril wirkenden Messehalle feierten Schreyer mit stehenden Ovationen.
Im letzten Duell der Gruppe überrollte der Mühlhäuser dann den starken Arne Hölter mit 3:0. „Das lief wie im Film ab. Ich war unglaublich fokussiert und richtig heiß auf Tischtennis“, erklärte Schreyer. In der 1. Hauptrunde fehlte ihm dann aber die nötige Ruhe. Im Vergleich mit dem Hilpoltsteiner Nico Christ hatte er 1:4 das Nachsehen, war aber keineswegs chancenlos.

Die erste Hürde unter den besten 32 Herren nahm der gesetzte Lars Hielscher souverän. Er gewann 4:0 gegen den talentierten Tobias Hippler aus Niedersachsen. Doch dann erlebte der Topspieler des Post SV ein unschönes Deja-vu. Gegen den sehr veranlagten Zweitliga-Akteur Erik Bottroff (Westdeutscher Verband) fand Hielscher – wie im Vorjahr – kein Konzept und musste nach dem 1:4 die Segel streichen. „Ich habe nie einen Rhythmus gefunden und bin verdient ausgeschieden“, analysierte Hielscher.

Im Doppel stand die Mission Titelverteidigung für ihn ohnehin unter keinem guten Stern. Bastian Steger (Bremen) – sein langjähriger Partner – hatte verletzt absagen müssen. Die Notpaarung mit dem in Frankreich spielenden Zoltan Fejer-Konnerth war wenig fruchtbringend. Im Viertelfinale ließ sich das Duo trotz einer 3:0-Führung noch von den talentierten Kilian Ort und Qiu Dang bitter überraschen (3:4).

Vor einer Sensation standen derweil Erik Schreyer und Hermann Mühlbach. Im Viertelfinale gingen sie gegen Ricardo Walther und Ruwen Filus 2:0 und 9:7 in Führung – trotz unerträglicher Mätzchen der zwei Nationalspieler. Schreyer und Mühlbach ließen aber die Mini-Chance aus, wurden trotz beherzter Leistung und breiter Publikumsunterstützung noch von den hohen Favoriten abgefangen (2:4).

Herren-Einzel K.O. Runde
Damen-Einzel K.O Runde
Herren-Einzel Qualifikation
Damen-Einzel Qualifikation
Herren-Doppel
Damen-Doppel

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